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Stressabbau im (Berufs-)Alltag: Wenn die alten Schwarz-Weiß-Filme langweilig werden…

Neulich habe ich mal wieder einen alten Schwarz-Weiß-Film angeschaut. Vor vielen Jahren fand ich den super spannend. Aber diesmal kam er mir langatmig vor. Langsam geschnitten, zu ausgedehnte Szenen, zu viel unwichtige Handlung…

Ein Film muss heute um ein vielfaches schneller geschnitten sein als vor 30 Jahren, damit die Mehrzahl der Zuschauer ihn spannend findet. Mir geht’s da ganz genauso. Vieles wird nur noch angedeutet, nicht mehr ausgespielt. Das genügt. und je schneller die Andeutungen aneinandergereiht sind, umso witziger empfinde ich den Film. Niemand will heute mehr dabei zusehen, wie jemand seine Schuhe zubindet, es sei denn, genau das wäre für den Verlauf der Geschichte relevant.

Als dann mein Laptop mal wieder nicht so schnell reagierte wie ich klicken wollte, hätte ich es am liebsten aus dem Fenster geworfen. Ich muss mir mal wieder ernsthaft Gedanken über meinen Gemütszustand machen, dachte ich mir dann.

Mein Gefühl sagt mir, dass die Zeit immer schneller fliegt. Und ich höre viele Leute, die das gleiche Empfinden haben. Geht’s dir auch so?

Die kaum zu bewältigende E-Mail-Flut

Kürzlich erzählte mir jemand von einem Unternehmen, das den E-Mail-Empfang blockiert, solange ein Mitarbeiter im Urlaub ist. Sonst verfliegt der Erholungseffekt zu schnell, wenn der Mitarbeiter nach Rückkehr ins Büro hunderte von Mails aufarbeiten muss.

Die Datenmenge, die das Gehirn in jeder Sekunde verarbeitet, ist enorm gewachsen. Die Gehirnphysiognomie hat sich dieser Flut laut Manfred Spitzer,  ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, bereits angepasst. Die Bereiche, die Informationen aufnehmen und grob verarbeiten, sind gewachsen und quasi besser „verdrahtet“. Die Fähigkeit zur Anpassung der Gehirnstruktur nennen Spitzer und viele andere Wissenschaftler Neuroplastizität. Das Gehirn lernt lebenslang.

Das ist die gute Nachricht!

Nebenwirkungen der schnellen Taktung

Ein Nebeneffekt dieser hohen Informationsflut ist bei vielen Menschen die Unfähigkeit, sich länger auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Die Gedanken schweifen weiter und vieles wird schnell langweilig. Schließlich ist jede Information  in Nullkommanix gegoogelt, geyoutubed oder bei Wikipedia nachgelesen.

Ein hohes Tempo und ein enger Takt gehen meist mit einem Gefühl von Stress einher. Ein gestresster Mensch neigt dazu, überzureagieren. Er kommt nur schwer zur Ruhe und ist häufig nervös. Oft verschwindet auch die Freude an Dingen, die früher Spaß gemacht haben.

Manche Menschen vernachlässigen bei Stress soziale Kontakte und ziehen sich zurück. Oder sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und anderen zuzuhören.

Aber auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Schlaflosigkeit sind ein Indiz und für zu viel Cortisol im Blut. Ein Mensch, der die Stresshormone nicht mehr ausreichend abbauen kann, hat häufig auch eine schwierige Ausstrahlung.

Entschleunigen ohne Rückschritt

Deshalb hörst du auch immer mehr Menschen von der „Entschleunigung“ im Alltag sprechen. Aus diesem Grund möchte ich dir ein paar Methoden zeigen, mit denen du deinen rasanten Alltag gefühlt ganz schnell immer wieder drosseln kannst. Ist ja ein Paradoxon, aber es stimmt. Es braucht nicht viel, um diesen Effekt zu erreichen.

Dazu habe ich ein 5-Tage-Programm entwickelt, mit Hilfe dessen du deinen Arbeitsalltag prüfen und verändern kannst. Du kannst dir die täglichen Übungen online ins Haus bestellen (in deinen E-Mail-Postkasten) und ausprobieren. Wenn du mehr über das Übungsprogramm Stressabbau im Alltag erfahren willst, dann schau mal hier!

Hanne Demel

 

1 comment

Petra Coll Exposito

Liebe Hanne,
du hast einen schönen Blog und eine wunderbare Webseite. Danke dafür. Das Newsletter – Bottom-nervt aber im Blog.
Dir viel Erfolg und herzliche Grüße von Petra

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