emotionales Management

Nähe und Distanz im Business: Wieviel von was und warum?

Nähe und Distanz im Business: Wieviel von was und warum?

Das Thema Nähe und Distanz im Business war auch das Thema unseres Ethikstammtisches im April 2020.

Mitten in der Corona-Krise, so viele Leute sind zu Hause. Entweder im Home-Office oder gleich in Kurzarbeit. Da hat das Thema Nähe und Distanz im Business doch gleich eine völlig neue Bedeutung.

Wir diskutieren – natürlich online – über die Nähe in den verschiedenen Branchen. Doch Nähe ist nicht gleich Nähe. Ein Teilnehmer versteht unter Nähe einen sanften Umgang miteinander. Und nennt auch gleich eine Erklärung, warum diese Art von Nähe nicht funktioniert – zumindest nicht in seinem Unternehmen. „In der Baubranche braucht man klare Ansagen. Kurz, knackig, auf den Punkt“, sagt er. Da geht nix mit „drüber reden“ und „gewaltfreier Kommunikation“. Viele Mitarbeiter wollen geführt werden, und zwar klar und eindeutig.

Ist das jetzt Nähe oder Distanz, frage ich mich.

In Zeiten wie diesen ist eines klar: die Leute brauchen Sicherheit. Emotionen wie Angst und Verunsicherung, wie es weitergehen wird, bringen die Leute an ihre Grenzen. Und jeder, der verunsichert ist, ist froh über einen anderen Menschen, der ihm Sicherheit geben kann. Zum Beispiel, indem er eine klare Ansage macht. Und das ist nicht nur in der Baubranche so, denke ich.

Ist Distanz zugleich Nähe auf einer anderen Ebene?

Nähe entsteht durch Empathie und Mitgefühl. Und die kann sich auch in distanziertem Verhalten zeigen.

Wenn du als Unternehmer selber verunsichert bist oder dir zum Heulen zumute ist – mal krass gesprochen – dann bringt es in der Regel wenig, wenn du das deinen Mitarbeitern so ungeschminkt offenbarst. Denn damit nimmst du auch deiner Belegschaft den Halt und der Stress greift ungebremst um sich. Keinem ist dabei geholfen.

Ich weiß sehr gut, dass es sehr schwer ist, die eigene Befindlichkeit und die eigenen Vorlieben und Wünsche zurückzunehmen zum Wohl anderer. Doch damit beweist du innere Stärke und strahlst Sicherheit aus. Distanz schafft also auch Sicherheit. Und Sicherheit erzeugt wiederum Nähe. Also wieder nix Eindeutiges…

Als Führungskraft bist du allein!

Viele Unternehmer sagen mir immer wieder, dass sie die Mitarbeiter nicht wirklich an sich heranlassen. Je näher dir jemand ist, umso schwieriger kann es werden, deine Rolle als Führungskraft auszuüben. Stell dir vor, du fühlst dich emotional sehr stark mit jemandem verbunden und musst gleichzeitig zum Beispiel die Entscheidung treffen, ihn zu entlassen. Da sind schlaflose Nächte vorprogrammiert.

Nähe und Distanz ist also – so auch die Meinung der Teilnehmer am Ethikstammtisch – ein fortwährender Prozess. Keine statische Angelegenheit. Und auch keine, die man einmal für alle Zeiten entscheiden kann. Es braucht viel Fingerspitzengefühl für die einzelnen Menschen, die unterschiedlich gut mit Nähe und Distanz umgehen können. Der eine braucht mehr, der andere weniger.

Eine Teilnehmerin beschreibt das Prinzip der offenen Tür als ein hilfreiches Mittel. Auch wenn der folgende Vergleich eines anderen Teilnehmers etwas krass daherkommt, gibt er doch ein sehr gutes Bild zu diesem Prinzip: „Der Hund muss zu dir kommen, nicht du zum Hund. Nur dann erkennt er dich als Führungspersönlichkeit an und du kannst ihm Sicherheit geben.“

Na guuut, denke ich. Das Bild stimmt, aber verallgemeinern würde ich das nicht unbedingt. Es gibt sicher genug Situationen, in denen es eine gute Wirkung hat, wenn du als Unternehmer aktiv auf deine Mitarbeiter zugehst. Das zeigt auch wieder Interesse und Wertschätzung. Also du siehst, auch hier braucht es Fingerspitzengefühl.

Und dann kommt eine Aussage, die ich sehr spannend finde:

Zur Situation braucht es Distanz, zu sich selber und der eigenen Befindlichkeit Nähe!

Diese Mischung bringt Erfolg. Als Unternehmer weißt du genau, wie sich das anfühlt. Stimmt’s? Wenn du mit deinen eigenen Gefühlen und Befindlichkeiten im Kontakt bist, dann projizierst du sie nicht so leicht nach draußen. Das hilft dir, klarer zu handeln. Und klares Handeln wiederum erzeugt sehr viel Nähe, weil du andere Menschen besser verstehst. Wenn du verstehst, weshalb deine Mitarbeiter gerade so und nicht anders handeln, weißt du genau, wo du anpacken und wie du sie ansprechen musst. Und das – genau! – bringt wiederum Nähe. Auf eine gute Art. Zwischen Unternehmer und Mitarbeitern.

Danke für die wunderbare Diskussion um dieses sehr komplexe Thema.

Posted by Hanne Demel in Ethikstammtisch für emotionales Management, Führung, 0 comments
Eine Unternehmensübergabe ist nie nur rational

Eine Unternehmensübergabe ist nie nur rational

Oder: Wenn du innerlich nicht klar bist, kriegst du die Kuh nicht vom Eis

Eine Kundin war im Begriff, das Familienunternehmen endlich komplett zu übernehmen. Sie hatte bereits seit einigen Jahren in dem Betrieb mitgearbeitet. Nun wollte der Vater es ihr ganz überschreiben. Doch die Unternehmensübergabe gestaltete sich schwieriger als erwartet.

 

Wieder lautes Schimpfen quer über den Hof. „Herrje, die haben sich schon wieder in der Wolle“, denken die Mitarbeiter, ziehen die Köpfe ein und arbeiten bedrückt weiter.

Seitdem der Übergabeprozess begonnen hatte, war nichts mehr harmonisch. Der Altchef, Herr Kuhn war bereits weit übers Renteneintrittsalter hinaus und wollte sich endlich zur Ruhe setzen. Das sollte bei drei Kindern eigentlich auch kein Problem sein, hatte er immer gedacht.

Seine älteste Tochter, Frau Wolz, arbeitete bereits seit sieben Jahren in der Firma. Sein jüngerer Sohn war ebenfalls seit zwei Jahren mit an Bord. Die jüngste Tochter studierte Medizin und hatte kein Interesse am Familienunternehmen. Frau Wolz hatte sich seit Jahren schon innerlich darauf vorbereitet, eines Tages den Familienbetrieb mit 160 Mitarbeitern zu übernehmen.

 

Die rechtliche Seite der Unternehmensübergabe ist nur ein Bruchteil der Übernahme

Doch die Gespräche mit dem Rechtsanwalt und Steuerberater hakten immer wieder. Termine wurden nicht eingehalten und Vater und Tochter konnten sich über einige Punkte nicht einigen. Es war ein unsägliches Hin und Her. Die rechtlichen Dinge waren aufgrund der familiären Spannungen, die aus unerfindlichen Gründen seit dem Übergabeprozess aufgetaucht waren, noch immer nicht ganz unter Dach und Fach. Damit hatte Frau Wolz nicht gerechnet.

Der Vater kam seit der Übergabeverhandlungen sogar häufiger als früher ins Büro, um „nach dem Rechten zu sehen“. Und er ging auch so schnell nicht wieder, obwohl er sich eigentlich „nicht mehr einmischen wollte“. Im Gegenteil, er machte sogar die Mitarbeiter kirre.

Frau Wolz hatte Mühe, ihre Rolle als neue Chefin einzunehmen, denn der Vater widersprach ihr immer wieder, und die Mitarbeiter waren es noch gewohnt, auf ihn zu hören. Und auch der Bruder wollte sich von der Schwester „nichts vorschreiben lassen“ und reagierte zunehmend empfindlich auf Anweisungen, die sie als Chefin gab.

Das kostete alle Beteiligten enorm viel Energie und spaltete sogar allmählich die Belegschaft, die nicht mehr wusste, an wem sie sich orientieren sollte.

In ihrer Verzweiflung rief die Tochter mich an.

 

Rollenkonflikte gehören dazu

Bei einer Übernahme im Familienbetrieb geraten immer verschiedene Rollen und Rangfolgen miteinander in Konflikt. Diese bringen Verwirrung im Geist und sind emotional sehr anstrengend.

Die Eltern stehen in der Rangfolge über den Kindern.

Genauso wie frühere Firmenchefs oder Firmengründer rangmäßig über den Nachfolgern stehen.

Der aktuelle Firmenchef steht in der Rangfolge über den fest angestellten sowie über den freien Mitarbeitern. Aber nicht gegenüber dem früheren Firmenchef, obgleich er ihm gegenüber seit Übernahme weisungsbefugt ist, sofern der frühere Firmenchef noch weiter in der Firma mitarbeitet. Diese Situation ist besonders schwierig zu bewerkstelligen.

Dabei entstehen oft Widersprüche innerhalb einer Person, die sich nur durch bewusste Würdigung auflösen und lebbar machen lassen. Wenn die unterschiedlichen Rollen nicht beachtet werden, kann das eine Übernahme sogar zum Scheitern bringen.

 

Nachfolge erfordert emotionale Klarheit

Es standen so viele Fettnäpfchen rechts und links am Weg, von deren Existenz Frau Wolz bislang nichts geahnt hatte. Sie hätte beinahe die Lust verloren, den Betrieb weiterzuführen.

Sie fühlte sich von ihrem Vater kontrolliert und gegängelt. Doch bisher hatte sie es nicht übers Herz gebracht, dem eigenen Vater zu sagen, dass er nicht mehr täglich in die Firma kommen sollte. Sie wusste, dass er noch nicht wirklich loslassen konnte, denn er wollte noch nicht zum alten Eisen gehören. Das spürte Frau Wolz genau.

Auch dem kleinen Bruder gegenüber, den Frau Wolz ihr Leben lang beschützt und verteidigt hatte, konnte sie nicht wirklich als Chefin gegenübertreten, denn als Schwester kannte sie nur das innere Programm, ihn beschützen zu müssen. Sie hätte die Rolle der Schwester im Unternehmen bewusst ablegen müssen, um in die Rolle der Chefin zu schlüpfen.

 

Die Sicht der Tochter

Ich arbeitete zuerst mit der Tochter, Frau Wolz. Es zeigte sich, dass sie extrem genervt war vom Vater, der täglich durch die Firma spazierte und ihre Autorität als Chefin torpedierte. Trotzdem konnte sie ihm das nicht verwehren, da er auch ihr Vater war. Sie fühlte sich wie in einer Zwangsjacke und wusste nicht, wie sie da aussteigen konnte.

 

Die Sicht des Vaters

Dem Vater war nicht bewusst, wie schwer er es seiner Tochter machte, in ihre neue Rolle als Chefin hineinzufinden. Er hatte Angst loszulassen und die Verantwortung abzugeben. Obwohl er sich das gleichzeitig auch sehr wünschte. Unterschwellig fürchtete er aber, nicht mehr gebraucht zu werden, was ihn enorm verunsicherte und in ein tiefes emotionales Loch zu stürzen drohte. Er wollte seiner Tochter das Feld räumen, doch es gelang ihm nicht, denn es herrschte ein enormes Gefühlschaos in ihm. Er hatte sein ganzes Leben in dieses Unternehmen gesteckt.

 

Die Sicht der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter waren hin und her gerissen und wussten nicht mehr, wem sie folgen sollten. Sie spürten die Aggressionen, die im Untergrund schwelten. Die Stimmung war gereizt und sie durften sich wenig Fehler erlauben, wollten sie nicht eine Explosion verursachen. Außerdem verunsicherte sie enorm, dass sie nun von zwei Leuten Anweisungen bekamen, die sich teilweise wiedersprachen. Allmählich machte sich eine ziemlich gereizte Stimmung breit.

 

Die Sicht auf das Gesamtsystem

Sobald man hinter die vordergründigen Aktionen schaut, zeigt sich ein konfliktreiches Rollenkonglomerat.

Der Vater war kurz nach dem Krieg geboren worden und hatte noch enorm viel Leid miterlebt. Und da er wiederum seinen Vater, den Großvater von Frau Wolz, im Krieg verloren hatte, war ein Teil seines Herzens in der Trauer um ihn hängengeblieben. Er trug ein unbestimmtes Gefühl in sich, nicht unbeschwert leben zu können. Aus diesem Grund hatte er seine gesamte Zeit und Energie in den Aufbau dieser Firma gesteckt. Er hatte seine persönlichen Wünsche zurückgestellt und sich für die Firma und für das Auskommen seiner Familie aufgeopfert. Doch ohne diese Firma war nun sein Halt und Lebenssinn weg, was zur Folge hatte, dass der alte unbestimmte Schmerz mit voller Wucht wieder hochkam. Obgleich ihm die Ursache dieses Schmerzes nicht bewusst war, stürzte er Herrn Kuhn in existenzielle Fragen, die ihn an den Rand einer Depression brachten: Wozu war er hier? Wozu war er noch nütze?

Die Tochter hatte immer gespürt, dass der Vater etwas Schweres, Belastendes mit sich trug. Aus diesem Grund hatte sie sich ihr Leben lang um den Vater gekümmert. Das war ihr gar nicht bewusst, und doch tat sie es. Und als Erstgeborene kümmerte sie sich auch um die jüngeren Geschwister, für die sie immer Verantwortung mit übernommen hatte.

 

Eine Unternehmensübergabe spricht immer tiefste Strukturen an

Die innere Stabilität, die sich über viele Jahre in einem System herausgebildet hat, wird in einem Übergabeprozess immer komplett umgehauen und – im besten Falle – neu definiert und geordnet. Doch das geht meistens nicht ohne Hilfe von außen. Ein neutraler Blick mit innerer Distanz bringt die tiefen Dynamiken eines solchen Prozesses ans Licht. Ganz besonders ist das so in Familienbetrieben, wo besonders viele unterschiedliche Rollen gleichzeitig berührt werden und in Bewegung kommen. Jeder Rollenwechsel – zum Beispiel von der Tochter und Angestellten zur Chefin – betrifft immer die ganze Familie.

Wie kann sich die Tochter als Chefin fühlen, wenn sie zugleich die Tochter des früheren Chefs ist? Oder wenn sie den Vater unterstützen will, damit er innerlich stabil bleibt? Wie kann sie ihn nach Hause schicken, weil er die Übernahme stört, wenn sie gleichzeitig seine innere Not fühlt und ihn halten will?

Ähnliche Konflikte können aber auch entstehen, wenn ein „Fremder“ ein Unternehmen übernimmt. Auch dann werden tiefe Strukturen angesprochen, sie sind jedoch meistens nicht so komplex wie in einer Unternehmerfamilie. Doch in einer außerfamiliären Übernahme ist die gegenseitige Akzeptanz von „schrulligen“ Verhaltensweisen dafür meist viel niederschwelliger.

 

Die Liebe im Familiensystem braucht Ausdruck

Es ging nach den rechtlichen Dingen in der Firma nun vor allem darum, auch das familiäre Miteinander neu zu gestalten und zu entspannen. Es kam darauf an, inneren Frieden bei den Beteiligten zu schaffen. Zunächst war es wichtig, die verschiedenen Rollen bewusst zu besprechen. Jeder Beteiligte brauchte in jeder seiner Rollen Achtung und Zustimmung, damit er sie auch gut ausfüllen konnte.

 

Die Lösung ist am Ende immer einfach

Es hilft, Bewusstsein zu schaffen, anzuerkennen, was ist, und es zu würdigen. Jeder für sich, in jeder Rolle. Erst die Klarheit über die eigenen Facetten und die verschiedenen Rollen sowie deren innere Zusammenhänge bringen klare Lösungen ans Licht. Diese Lösungen sind fühlbar. Sie fühlen sich leicht und entspannt an. Und wenn innerlich Frieden eingekehrt ist, dann flutscht auch die Übergabe. Innerhalb der nächsten Wochen war diese dann auch in trockenen Tüchern.

Frau Wolz konnte schließlich zu ihrem Vater schließlich sagen: „Du bist mein Vater, und ich achte dich als meinen Vater, genauso wie ich dich als Firmengründer achte. Und aus Dankbarkeit dir gegenüber wende ich mich nun meinen neuen Aufgaben zu und führe die Firma dir zu Ehren in alleiniger Verantwortung weiter, so gut ich es kann.“

Und zum Bruder sagte sie: „Du bist mein kleiner Bruder, und ich werde immer deine große Schwester sein. Nur als Chefin gebe ich dir notwendige Anweisungen. Und das ändert nicht das Geringste an meiner Liebe zu dir als Schwester. “

Der Vater konnte durch die Berührung mit dem frühen Verlust seine Trauer erkennen und in Frieden kommen. Er fand – obgleich er in fortgeschrittenem Alter war – noch eine innere Stabilität, die er so bisher nie erfahren hatte. Das machte es ihm leichter, loszulassen.

 

Weitere Begleitung ist wichtig

In der Folgezeit begleitete ich den Prozess der Unternehmensübergabe weiter, um die neuen Rollen von Vater und Tochter zu stabilisieren. Außerdem wurde im nächsten Schritt wichtig, auch die Mitarbeiter in den Blick zu nehmen. Eine Übergabe bringt immer Unruhe und Verunsicherung in die Belegschaft. Wenn diese Emotionen nicht aufgedeckt und beantwortet werden, können sie eine gefährliche Eigendynamik entwickeln.

 

Auch die Mitarbeiter sind Teil des Systems

Eine psychische Gefährdungsbeurteilung brachte die Verunsicherung und Überforderung, die während der Unternehmensübergabe entstanden war, ans Licht. Wir konnten dann Maßnahmen formulieren und einsetzen, um Sicherheit und Stabilität zurückzubringen und den Übergabestress zu reduzieren. Dazu etablierten wir unter anderem ein längerfristiges Gesprächsangebot in Form von Stundenkontingenten für die Mitarbeiter. Dadurch konnten wir Ruhe reinbringen, wo die Unsicherheit Stress ausgelöst hatte. Das alte neue Unternehmen stabilisierte sich dadurch zusehends und nahm gute Fahrt auf. Neue Strukturen und Gewohnheiten festigten sich und brachten Zufriedenheit und Erfolg mit sich.

Solche Nachfolgeprozesse sind immer vielschichtig. Oftmals ist den Beteiligten gar nicht bewusst, welche inneren Positionen und Gefühle beteiligt sind. Deshalb ist es hilfreich, frühzeitig einen Berater einzubeziehen, der sich im emotionalen Management wirklich und in der Tiefe auskennt.

 

Hier kannst du dich weiter informieren!

Hanne Demel

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Warum du dich selber und dein Unternehmen am besten schützen kannst, wenn du Mitgefühl entwickelst

Warum du dich selber und dein Unternehmen am besten schützen kannst, wenn du Mitgefühl entwickelst

Warum kann Mitgefühl ein so ungeheurer Schutzfaktor sein – sowohl für denjenigen, für den du Mitgefühl empfindest als auch für dich selber? Was denkst du? Mitgefühl und Empathie entstehen nur dann, wenn du in die Beobachterrolle gehst. Wenn du dich nicht reinziehen lässt sondern innerlich Distanz bewahrst. Und Distanz ist wiederum der Nährboden für gelassenes Handeln und Fühlen.

Was passiert, wenn du KEIN Mitgefühl hast:

 

1. Dir fehlt die innere Distanz.

Ohne Mitgefühl nimmst du das, was dein Gegenüber sagt, meistens sehr persönlich. Du hast keine innere Distanz. Du fühlst dich in deiner Persönlichkeit verletzt und produzierst entsprechende Gefühle. Versteh mich bitte nicht falsch: es ist wichtig, dem anderen zu sagen, wenn er Bockmist redet und sich verletzend verhält. Aber sich über längere Zeit verletzt zu FÜHLEN ist eigentlich nicht unbedingt notwendig dafür.

Sobald du dich verletzt FÜHLST, brauchst du mehr inneren Abstand. Denn dann fällt es dir leichter gelassen zu bleiben. Deine Selbstschutzmechanismen springen dann nicht automatisch an und du kannst bewusst entscheiden, wie du reagieren willst.

 

2. Du reagierst ungesund.

Stell dir mal vor, ein Mitarbeiter haut dir irgendwas vor den Latz, weil er gerade gereizt und schlecht gelaunt ist. Du bist augenblicklich stinksauer. Dein Blutdruck schießt nach oben und du fühlst dich beleidigt. Das verhärtet deine Gesichtsmuskeln, was auf Dauer dein Empfinden von Freude beeinträchtigt. Oder du versuchst deinen Ärger runterzuschlucken und kriegst davon ein Magengeschwür. Klingt alles nicht gerade gesund, oder? Mit solchen Reaktionen schränkst du außerdem deine Möglichkeiten zur Deeskalation massiv ein.

 

3. Du verstärkst Konflikte.

Wenn ein Konflikt auftritt, reagierst du instinktiv. Statt emotionalem Management entstehen emotionale Reflexe. Frühere Erfahrungen werden angetriggert und du feuerst entsprechend deiner alten Überlebensmuster. Doch die sind im aktuellen Fall nicht immer die hilfreichsten.

So setzt deine spontane Reaktion vielleicht eine negative Spirale in Gang, die du so schnell nicht wieder stoppen kannst. Das Fatale an solchen Negativspiralen ist, dass sie Konflikte immer weiter verstärken. Das kann bis zu einem Punkt gehen, von dem aus du nicht mehr zurück kannst. Daran sind schon Beziehungen zerbrochen, die nicht hätten zerbrechen müssen. Und Konflikte in Betrieben entstanden, die – hätte man die Spirale früher unterbrochen – niemals so zerstörerisch geworden wären.

Wenn persönlicher Stolz verletzt wird, ist es für manche Menschen unmöglich, auch nur einen Schritt zurückzurudern. Sie produzieren lieber noch mehr Scherben als „zu verlieren“. Damit schneiden sie sich quasi noch tiefer ins eigene Fleisch anstatt zu deeskalieren. Das ist leider das Gegenteil von Mitgefühl.

 

4. Du erzeugst negative Folgen für dein Unternehmen

Wenn du ohne Mitgefühl und Empathie agierst, erzeugst du in deinem Unternehmen Stress. Das zieht mit der Zeit innere Kündigung, Rückzug, Dienst nach Vorschrift, Krankheitsausfälle und reale Kündigungen nach sich. Wenn Mitarbeiter Konflikte mit dir haben, können sie in der Regel nur auf indirekte Weise reagieren. Das liegt daran, dass du der Ranghöhere bist und sie mit dir nicht ganz auf Augenhöhe und in gleicher Weise antworten können. Du bist schließlich der Chef. Also halten sie sich entsprechend zurück mit dem Ergebnis, dass die Konflikte aus sämtlichen anderen Löchern pfeifen und deine Wertschöpfung massiv beeinträchtigen.

 

Fazit: ungebremste instinkthafte emotionale Reaktionen ohne Empathie und Mitgefühl stören und mindern deine Wertschöpfung.

 

Was passiert im Geist von jemandem, der sich negativ verhält und wenig Mitgefühl hat

Der eigene Geist ist immer wach und präsent. Er speichert alles, was er wahrnimmt, egal wer etwas tut. Er ist wie weicher Ton, der alles, was ihn berührt, wieder zeigt.

Wenn man sich negativ verhält, dann speichert der Geist diesen negativen Ausdruck. Er sammelt somit weitere Negativität an und erzeugt mit der Zeit ein gewaltiges negatives Bild in sich selber, das sich immer weiter reproduziert.

Das, was im Geist gespeichert ist, spiegelt sich im Leben wider. In den Erwartungen, in der Haltung und im ganzen Erleben. Negativität reproduziert sich damit selbst erneut.

Mit anderen Worten: Du baust dir selbst die Brille, durch die du deine Welt wahrnimmst. Ist in dir viel Negativität und wenig Mitgefühl, dann nimmst du die Welt auch als bedrohlich, kalt und unsicher wahr. Hast du Mitgefühl, dann erlebst du innere Stabilität, Ruhe und Freude.

 

Ein Beispiel dazu:

Wenn du immer wieder wütend bist, wirst du fortwährend auf Wut treffen oder sie selbst in dir erzeugen, denn dein Geist hat viele Wuteindrücke gespeichert. Das wird zur Gewohnheit. Du wirst dann tausend Gründe finden, warum du wütend wirst. Die müssen nicht unbedingt der „Wahrheit“ entsprechen, doch du glaubst daran. Und Du erwartest den gleichen Geist bei anderen. Du denkst – ohne darüber zu reflektieren – dass andere auch wütend sind, dich angreifen wollen etc. Du hast dann sehr schnell das Gefühl, dich verteidigen und rechtfertigen zu müssen, obwohl du das vielleicht gar nicht musst. Du erlebst die Welt als Kampf.

 

Ein anderes Beispiel:

Wenn du immer wieder sehr ehrgeizig und streng mit dir und/oder mit anderen umgehst, dann speicherst du in deinem Geist Strenge, Vergleich und Urteil. Du wirst dich selbst also auch immer wieder vergleichen und beurteilen oder zumindest beurteilt fühlen. Denn das entspricht deinen inneren Mustern. Du verstärkst mit der Zeit diese Urteile, indem du sie immer wieder wiederholst. Damit erzeugst du sehr viel Druck in dir und du erlebst die Welt eng und bedrohlich.

 

Warum Mitgefühl zu haben eigentlich gar nicht so schwer ist

Bedenke: Alles, was du tust, erzeugt eine Resonanz in der Welt und wird wieder zur Ursache von etwas anderem, das du erlebst. Wenn jemand negative Ursachen setzt, wird er negative Resultate bekommen. Früher oder später. Wenn du also jemanden beobachtest, der sich negativ verhält, könntest du dich im Grunde einfach zurücklehnen und abwarten. Du brauchst vielleicht einen längeren Atem, doch keinen eigenen Holzhammer. Die Suppe, die derjenige sich da gerade braut, wird er schon irgendwann wieder auslöffeln müssen. So wie jeder andere auch.

Wenn du aus diesem Blickwinkel zuschaust, siehst du, wie derjenige gerade sein eigenes künftiges Leiden erzeugt. Denn je ätzender sich jemand verhält, umso mehr wird er daran leiden. Und umso größer könnte deshalb auch dein Mitgefühl für ihn sein, da du weißt, welche Resonanz er in seinem Geist erzeugt und was er sich selbst damit antut.

 

Und was passiert, wenn du Empathie und Mitgefühl aktivierst?

In dem Moment, in dem du mit Mitgefühl an jemanden denkst, denkst du nicht an dich selber. Du haftest nicht an dir und deinen eigenen Gefühlen sondern du bist Beobachter. Du selbst bist offen und leer.

 

1. Mitgefühl lässt das eigene „Ego“ schmelzen.

Wenn deine Gedanken an dir selber kleben bleiben, erzeugst du viel Leiden. Denn du kreiselst immer wieder um das herum, was dich verletzt hat. Wenn du es schaffst, Mitgefühl zu empfinden, löst du dieses Kleben und Kreiseln um dich selbst auf und richtest deine Aufmerksamkeit auf jemand anderen. Damit endet dein eigenes Verletztsein. Und somit dein Leiden. Du lässt quasi dein „Ego“ schmelzen.

Deshalb denke immer daran: Je mehr negative Worte jemand raushaut, umso größer darf dein Mitgefühl für ihn sein, da nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip dieser Mensch durch seine eigene Negativität leiden wird. Mit diesem Gedanken kannst du gleichzeitig innere Distanz  aufzubauen und halten.

 

2. Mitgefühl macht emotionales Management möglich

Durch innere Distanz zum Geschehen kannst du jederzeit ÜBERLEGEN, wie du am besten reagieren solltest. Was wäre am hilfreichsten? Womit würdest du dein Gegenüber am besten stoppen? Wie könntest du ihm klarmachen, dass das, was er gerade tut, nicht gut ist?

Diese Überlegungen finden in einer anderen Hirnregion statt als die reflexhaften Reaktionen. Sie kommen aus deinem Bewusstsein. Dort hast du die Möglichkeit zu entscheiden. Instinktreaktionen bleiben im Hintergrund. In dem Moment ist dein emotionales Management vollkommen intakt. Du kannst entscheiden, wie du reagieren willst. Das passiert nicht mehr automatisch.

 

Und jetzt mal ein konkretes Beispiel zum Hinspüren:

Ein Mitarbeiter haut dir pampig etwas um die Ohren. Statt dich aufzuregen, aktivierst du dein Mitgefühl. Du betrachtest ihn und versuchst ihn zu verstehen. Wo kommt seine schlechte Laune her? Fühlt er sich unter Druck? Gestresst? Gibt es etwas, das ihn belastet?

Im zweiten Schritt bedauerst du sein pampiges Verhalten. Deine Aufmerksamkeit bleibt bei ihm. Du versuchst ihn zu stoppen und ihm da rauszuhelfen.

Vergleiche nun: Wie würde es sich anfühlen und welche Wirkung hätte es, wenn du deinem Mitarbeiter auch eine überbraten würdest. Und dann: Wie fühlst du dich und welche Folgen erzeugst du, wenn du Mitgefühl für ihn hast und versuchst, ihm da rauszuhelfen oder zumindest ihn zu verstehen. Merkst du den Unterschied?

 

Alles wird im eigenen Geist erschaffen

Wenn du Mitgefühl für andere hast (und natürlich auch für dich selber), dann speicherst du Mitgefühl in deinem Geist. Die Akzeptanz und Sanftheit des Mitgefühls wird sich in deinem eigenen Geist festigen und verstärken.

  • Du fühlst dich mit der Zeit immer weniger angegriffen.
  • Du nimmst Dinge immer seltener persönlich.
  • Du nimmst die Hintergründe wahr, aufgrund dessen die Leute ihre Klöpse raushauen.
  • Du fühlst dich immer seltener verletzt.
  • Du kannst gelassen reagieren bei deinen Mitarbeitern.
  • Du spürst weniger Druck in dir.
  • Du fühlst dich leicht und frei.

In jedem Moment schaffst du durch deine eigene Geisteshaltung deine persönliche emotionale Landkarte, die dich durch deinen Unternehmeralltag führt. Das, was du aktivierst, verstärkst du. Das, was du außer Acht lässt, reduzierst du.

 

Sei dein eigener Meister!

Ein gutes emotionales Management lässt dich gelassen und mitfühlend reagieren. Du brauchst dazu innere Flexibilität, Unabhängigkeit und Klarheit. Das kannst du lernen.

 

Ein Coaching für dein emotionales Management und die Mindguide-Impulse bringen dich in diese Flexibilität

  • Du lernst, selbst zu entscheiden, wie und wann du auf etwas reagieren möchtest.
  • Du lernst, dein Mitgefühl zu aktivieren und für gute Ergebnisse einzusetzen.
  • Du lernst, Druck loszuwerden und eine gelassene Atmosphäre zu erzeugen. Zum Wohl aller.

 

Wenn dich das anspricht und du dir Hilfestellung wünscht, dann melde dich bei mir und wir sprechen darüber. Das ist für dich völlig unverbindlich und kostenfrei. Du bekommst in ca. 20 Minuten schon einen ersten Eindruck und vermutlich auch schon eine erste Hilfestellung für dein eigenes emotionales Management.

Klicke hier und buche dir einen Termin für einen kostenfreien „EM-Check“.

 

Weitere Artikel zum Thema Mitgefühl:

„Warum Mitgefühl hilfreich sein kann, Mitleid aber nicht“

„Warum Mitgefühl auch knallhart sein kann“

„Warum es manchmal so schwer ist Mitgefühl zu empfinden“

Hanne Demel

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Mindguide-Coaching für Unternehmer

Mindguide-Coaching für Unternehmer

Emotionales Management braucht einen guten Mindguide

Mindguide-Coaching ist nicht reines Business-Coaching. Und das ist gut so. Denn der Erfolg eines Coachings ist abhängig von vielen Faktoren. Vor allem auch davon, ob dein Coach mit dir in die Tiefe gehen und Hintergründe deines Business-Themas erfassen kann, die in deiner Persönlichkeit liegen. Denn dann sind Veränderungen nachhaltiger und umfassender. Außerdem auch leichter umzusetzen und beizubehalten. Doch zunächst mal zu den Voraussetzungen für ein gutes Coaching:

  1. Dein Coach muss zu dir passen. Er muss dich verstehen können und vielleicht Erfahrungen gemacht haben, die du auch gemacht hast. Dann kann er auch gut mit dir FÜHLEN. Und nur dann kannst du dich wirklich gut öffnen und dein Thema anschauen.
  2. Du musst zu deinem Coach passen. Auch wenn dein Coach sich an dich anpassen kann, gibt es eine Ebene, die stimmen muss. Mir zum Beispiel ist eine ethisch und menschlich korrekte Haltung absolut wichtig. Ich würde mit niemandem arbeiten wollen, dem es darum geht, anderen zu schaden und möglichst viel für sich selbst rauszuholen. Damit könnte ich nicht gut umgehen und will es auch nicht. Es entspricht nicht meinen Werten. Meine Werte sind, anderen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu begegnen und zuverlässig zu sein.
  3. Dein Coach muss die passenden Methoden für dein Problem haben. Und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Je tiefergehend du mit ihm arbeiten möchtest, umso wichtiger ist es, dass dein Coach sattelfest ist und nicht unsicher wird. Das kommt mit der Zeit und der Erfahrung, die der Coach hat. Deshalb ist das Coaching bei einem sehr erfahrenen Coach auch sehr viel teurer als bei einem, der gerade anfängt. Du kannst mit ihm nämlich viel schneller in die Tiefe gehen, den Knackpunkt finden und etwas verändern. Das erspart dir viel Zeit.
  4. Vor allem wenn dein Thema eine emotionale Komponente hat, muss dein Coach die Logik der Psyche verstehen. Um dir helfen zu können, muss er deine Strukturen erkennen und den Hintergrund deines Fühlens und Verhaltens herausfinden. Er muss dein Unterbewusstsein ansprechen und mit ihm arbeiten. Das funktioniert nur, wenn er dir ganz viel Sicherheit und Vertrauen vermitteln kann. Deshalb braucht er selbst ein brillantes emotionales Management.

 

Viele Coaches gehen kognitiv an eine Fragestellung heran. Das ist hilfreich, wenn es Dinge zu sortieren gibt. Doch sobald dein Thema eine auch nur klitzekleine emotionale Färbung hat, reicht das Nachdenken über eine gute Lösung allein nicht mehr aus. Du kennst das sicher: du hast ein Problem und hast schon oft darüber nachgedacht. Theoretisch wäre dir klar, was zu tun ist. Aber du kannst es einfach nicht umsetzen. Irgendetwas hält dich immer wieder davon ab.

Dann ist es notwendig, tiefer in das Thema hineinzugehen und zu spüren, was im Hintergrund wirkt. Das ist immer ein „guter Grund“. Wenn er stark ist, dann kannst du dein Thema nicht lösen, ohne ihn einzubeziehen. Auch wenn du’s möchtest. Das ist wie Tauchen mit Schwimmreifen oder wie Eislaufen auf Rollschuhen.

 

Mindguide-Coaching – ein systemisches Coachingkonzept mit Power-Empathie

Wenn ich mit einem Kunden arbeite, helfe ich ihm dabei, seine eigene Persönlichkeit besser zu verstehen und anzunehmen. So kann er sich am besten neu ordnen und Lösungen auch umsetzen. Das ist emotionales Management. Es ist ein systemisches Coachingkonzept, das aus der Psychotherapie kommt und auf der ethischen Haltung von Power-Empathie, also Liebe und Mitgefühl, basiert. Nur mit Power-Empathie kannst du an deinem Verhalten wirklich etwas verändern. Denn wenn du nicht annimmst, was war, und mit Mitgefühl darauf schaust, gibt’s keine Veränderung. Und dann funktioniert auch keine Versöhnung. Die ist aber wichtig, damit was weitergehen kann. Damit werden die inneren Strukturen erst wieder beweglich. So als wenn ein eigefrorenes Herz erst wieder aufgetaut werden muss, damit es wieder schlagen kann. Und erst wenn es wieder schlägt, fließt das Blut erneut und ernährt alle Zellen. Erst dann passiert was. In dem Moment kannst du die verschiedenen Facetten deiner Persönlichkeit neu ordnen und deinen Unternehmensalltag gestalten.

Während eines Coachings suchen wir deshalb auch nach frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Unternehmensalltag auswirken. Frühere Verhaltensmuster waren irgendwann einmal sinnvoll, sind heute aber so nicht mehr notwendig. Da sie aber aus gutem Grund entstanden sind, lassen sie sich nicht so einfach verändern. Und schon gar nicht durch Nachdenken. Du musst tiefer schauen und vor allem fühlen. Erst dann verstehst du die Zusammenhänge und kannst entsprechend korrigieren.

 

Wie findest du den guten Grund heraus

Ich nutze im Coaching vor allem systemische Methoden wie zum Beispiel die systemische Aufstellungsarbeit. Oder auch hypnosystemische Intervention oder einfach Körperfeedback. Das sind alles Methoden, die auch in der Therapie eingesetzt werden. Die Psyche bleibt schließlich die Psyche, egal, ob du sie im Arbeitsumfeld oder im privaten Bereich betrachtest. Sie lässt sich in ihren tiefen Schichten nur durch Symbole und Bilder berühren. Auch eine bildhafte und gefühlvolle Sprache funktioniert. Auf jeden Fall muss der gute Grund und die dazugehörigen Gefühle ins Blickfeld rücken. Sonst verstehst du dein Problem zwar oberflächlich, kannst aber an deinem Verhalten und deinem Fühlen trotzdem nichts ändern. In der Tiefe steckt eigentlich immer noch mehr dahinter, als du denkst. Und das herauszufinden und die Information dann gut einzusetzen ist emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Meistens gibt es gegen eine Veränderung auch hartnäckigen inneren Widerstand. Daran kannst du sehen, dass in dir ein starker innerer Antreiber ist, der deinen guten Grund beschützt. Und der entsteht meistens aus Liebe und Verbundenheit. Und genau da liegt der Schlüssel. Wenn du diesen Widerstand mit Power-Empathie betrachtest, verstehst du seinen Zweck. Und erst dann kannst du die darin gebundene Power herauslösen und in eine neue Form bringen. Das hat nichts mit oberflächlichem positivem Denken zu tun. Dieser Akt funktioniert eben nur mit Power-Empathie und Mitgefühl. Denn die wirkt wie ein Katalysator für deine Veränderung.

Um dir selber auf die Spur zu kommen, brauchst du die richtige Atmosphäre. Nur dann kannst du eintauchen in deinen persönlichen Hintergrund. Voraussetzung dafür ist, dass du dich vollkommen angenommen fühlst. Diese absolute Annahme all dessen, was ist, gehört ja auch ganz grundsätzlich zu einem freudvollen und zufriedenen Lebensgefühl. Und im Coaching sorgt sie für eine wunderbare Basis für nachhaltige Veränderung. Im Coaching schaffe ich diese Atmosphäre durch meine eigene innere Haltung. Ich nehme an, was sich zeigt. Denn so kommen wir knackig auf den Punkt.

 

Der Unterschied von emotionalem Management zum reinen Business-Coaching

Business-Coachs arbeiten im beruflichen Coaching meistens nicht mit frühen Prägungen. Die sind aber enorm wichtig auch für die Gegenwart. Nur wer die eigenen Prägungen kennt und die darin gespeicherten Gefühle versteht, kann sie dann auch steuern.

Der Versuch, Verhalten dauerhaft zu verändern ohne die tiefen Prägungen dahinter zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dabei nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanente Willenskraft. Das fühlt sich für den Betroffenen an wie ein Dauerkampf. Die Erschöpfung ist damit  aber schon vorprogrammiert.

 

Wie kannst du Verhalten und Fühlen durch emotionales Management verändern

Jedes Gefühl und das daraus folgende Verhalten ist eine Stärke! Aber nur im richtigen und passenden Moment. Im unpassenden Moment erscheint es als Schwäche. Um die Stärke zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Die Suche danach nennt man „Reframing“. Du stellst das Gefühl und Verhalten in einen anderen Rahmen und schaust nochmal, wie es dann aussieht.

Wenn du den starken Rahmen gefunden hast, lockert der dein negatives Urteil über dein Verhalten. Und anschließend helfe ich dir, den ursprünglichen Sinn dieses Verhaltens zu suchen. Für diese Phase brauchen wir beide sehr viel Power-Empathie. Am Ende schaust du mit Verständnis und Mitgefühl auf dich selber anstatt mit Strenge und Ablehnung. Du verstehst deine komplexen Strukturen. Du gibst den Widerstand auf. In dem Moment setzt du enorme Energie frei, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du dich neu sortieren, so dass du eine passendere Seite von dir in der jeweiligen Situation nutzen kann. Du fühlst dich nicht mehr unpassend, schwach, ängstlich etc. Du aktivierst deine Stärken und reitest wie ein Surfer mit dem richtigen Gleichgewicht aufrecht durch die Welle. Diese innere Beweglichkeit und zugleich Balance zu haben ist emotionales Management.

Wenn du dichr das emotionale Management interessierst und einen guten Coach suchst, dann schau auch mal hier.

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Hanne Demel

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Warum du als mitfühlender Unternehmer auch mal knallhart handeln musst

Warum du als mitfühlender Unternehmer auch mal knallhart handeln musst

Zeichnung: Hanne Demel

Ich kenne eine Menge Unternehmer, die sagen, Mitgefühl wär nix für sie. Sie wären ja schließlich keine Weichflöter und Lullibulli-Typen, die alles in ein rosa Mäntelchen packen. Und andere wiederum fühlen sich schlecht, wenn sie manchmal harte Entscheidungen treffen und diese auch durchsetzen müssen.

 

Mitgefühl hat Power 

Stell dir mal vor, du siehst, wie dein Kind gerade im Begriff ist, eine gefährliche Dummheit zu begehen. Was tust du? Du fährst dazwischen und stoppst es, stimmt’s? Und warum? Weil dir dein Kind am Herzen liegt und weil du auch keine Zeit verlieren kannst mit langen Erklärungen. Die können ja später folgen. Du willst, dass es in Sicherheit ist und es ihm gut geht. Und dafür ist genau in diesem Moment diese harte Grenze notwendig. Du weißt das, aber dein Kind in dem Moment wahrscheinlich nicht.

Vielleicht kannst du dich noch an deine Schulzeit erinnern: Ein strenger Lehrer war ein guter Lehrer, solange du spüren konntest, dass er es gut mit dir meinte. Du wusstest, wo es langgehen sollte und kanntest die Grenzen. So konntest du dich auf das konzentrieren, was wichtig war und unwichtigen Kram beiseite lassen.

 

Woran erkennst du Mitgefühl

Entscheidend ist die Motivation, aus der heraus du etwas tust. Wenn dein Handeln aus einer akuten nicht kontrollierbaren Emotion wie z. B. Wut entsteht, dann kann es sein, dass dein Mitgefühl dir gerade abhanden gekommen ist.

Wenn du andere durch dein Handeln schützen und sie weiterbringen willst, dann schwingt da Mitgefühl. Auch wenn’s knallhart rauskommt.

Stell dir vor, dein Mitarbeiter hat gerade einen riesen Bockmist gebaut hat. Du kannst dich über seinen Bockmist ärgern und ihn anschreien. Du kannst ihm aber auch mit Schmackes deutlich klarmachen, dass das ein Fehler war, den er dringend ändern muss, damit du ihn behalten und ihm wieder vertrauen kannst. Vielleicht ist deine Ausdrucksweise beide male knackig, aber die Motivation dahinter ist jedes Mal eine völlig andere.

Handlungen aus Mitgefühl heraus sind in der Wirkung tiefer. Der andere spürt, dass du es im Grunde gut mit ihm meinst.

Niemand kann immer Glacehandschühchen anziehen. Manchmal braucht es auch einen Hammer, um etwas Nachdruck zu verleihen.

 

Mitgefühl ist nicht Mitleid

Mitgefühl hat wirklich nichts mit Mitleid zu tun. Wenn du denkst, du müsstest jemanden bedauern, dann hast du eher Mitleid. Dabei verlierst du aber dein Mitgefühl. Über den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl habe ich auch einen Beitrag geschrieben. Ich verlinke ihn unter diesem Artikel hier.

 

Wie kannst du herausfinden, ob du mitfühlend handelst

  1. Ob du aus Mitgefühl oder aus eigener Wut und Betroffenheit heraus handelst, kannst du an Folgendem unterscheiden: wenn du aus Mitgefühl Schwung geholt hast, dann kannst du deinen Schwung auch sofort wieder stoppen, sobald du merkst, dass dein Schwung gerade falsch ankommt. Wenn du aber aus Wut handelst, steckst du in deinen Gefühlen fest und kannst nicht so schnell umschwenken.
  2. Wenn du beobachten kannst, welche Wirkung du mit deinem Verhalten erzeugst, dann hast du schon Mitgefühl. Du kannst dich anpassen je nachdem, welche Wirkung du erzeugen möchtest. Das ist übrigens emotionales Management.
  3. Wenn du  mitbekommst, dass jemand negative Dinge tut, dann ist es in höchstem Grade mitfühlend, wenn du ihn rigoros stoppst. Hau ihm eins vor den Latz, damit er aufhört, denn wenn du ihn davor bewahren kannst, noch mehr  negativen Unfug zu machen, muss er später weniger leiden. Alles, was du tust, legt die Ursache für das, was nachfolgt. Es erzeugt ein Echo. Negatives Verhalten zieht negatives Erleben nach sich. Indem du demjenigen eins vor den Bug gibst, beschützt du ihn davor, noch mehr negative Dinge zu tun. Denn die negative Suppe, die er durch sein negatives Handeln erzeugt, wird er früher oder später selbst wieder auslöffeln müssen. Du stoppst ihn, weil dir sein Wohl am Herzen liegt.

 

Mitfühlend handeln bedeutet immer, das Wohl des anderen im Blick zu behalten. Und zwar ohne dass du dich selber aufgibst oder aufopferst.

 

Weitere Artikel zum Thema: „Warum Mitgefühl hilfreich ist, Mitleid aber nicht“

Hanne Demel

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Was ist eigentlich emotionales Management

Was ist eigentlich emotionales Management

Emotionales Management ist die Basis der Selbstführung

Was bedeutet emotionales Management und weshalb ist es so wichtig, sich darin zu üben? Nur wenn du die Logik in deiner eigenen Psyche verstehst und Zusammenhänge erkennst, kannst du lernen, dich zu lenken. Dann kannst du reagieren, wie du möchtest. Du handelst nicht aus Reflexen heraus.

 

Martin B. schwitzt. Er muss seinen Mitarbeitern eine wichtige Entscheidung mitteilen. Dabei ist er sich nicht sicher, ob alle Mitarbeiter diese mittragen werden. Das ist eine Situation, die er eigentlich lieber vermeidet. Doch wenn er sein Geschäft voranbringen will, kommt er nicht drum herum. Sein Herz klopft bis zum Hals und seine Knie sind weich. Die Stimme zittert und er fürchtet, jeder im Raum könnte seine Aufregung bemerken. Er hasst es, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Er schaut etwas zu häufig in seine Unterlagen und meidet den Blickkontakt mit den Mitarbeitern. Diese werden misstrauisch, weil sie die Unsicherheit des Chefs spüren und negative Entwicklungen daraus ableiten. Martin schafft es nicht, die Mitarbeiter für die Entscheidung zu gewinnen. Genau das hat er befürchtet. Er fühlt sich miserabel und überlegt einmal mehr, ob er die Firma nicht besser verkaufen soll. Er hatte sie vor einigen Jahren von seinem Vater übernommen. Martin weiß noch nichts vom emotionalen Management und davon, dass es Möglichkeiten gibt, die eigenen Gefühle gezielt zu steuern.

 

Weiche Faktoren und emotionales Management

Als Unternehmer brauchst du auch „weiche Faktoren“. Dabei ist ganz besonders wichtig, wie du mit deinen eigenen Gefühlen umgehst.  Und genau das kannst du lernen. Du musst nur wissen, wie, und wodurch du deine Gefühlslage beeinflussen kannst. Und genau das ist „emotionales Management“. Es funktioniert nur, wenn du deine eigene Persönlichkeitsstruktur kennst und die eigenen Stärken situationsgerecht einsetzen kannst. Das lernst du in einem Mindguide-Coaching.

Martins Entscheidung war richtig. Doch sie verlangte seinen Mitarbeitern für die nächsten Monate besonders hohen Einsatz und Flexibilität ab. Dies durchzusetzen, obwohl er genau spürte, dass nicht alle Mitarbeiter hinter ihm standen, machte es Martin ganz besonders schwer. Deshalb schaffte er es einfach nicht, die Mitarbeiter für seine Entscheidung zu begeistern. Er brachte das, was er eigentlich sagen wollte, nicht klar genug heraus. Am liebsten hätte er sich in sein Büro verkrochen und wäre gar nicht mehr herausgekommen. Deshalb kam er zu mir ins Coaching.

 

Die verschiedenen Seiten in der eigenen Psyche

Situationen wie die, in der Martin sich befand, sind ein Hinweis darauf, dass in ein Teil in dir sagt: „Stell dich nicht in den Vordergrund! Nimm dich zurück!“ Dann hältst du dich zurück, obwohl du das gerade besser nicht tun solltest. Dann denkst du vielleicht, du sprichst Klartext, aber dein Anliegen kommt nicht klar heraus, weil du auch noch gegen diese innere Stimme ankämpfen musst, die sagt „halt dich zurück“. Sie gibt dir quasi nicht die Erlaubnis, deutlich aufzutreten. Aber genau das müsstest du tun, wenn du deine Mitarbeiter begeistern und mit ins Boot holen willst.

Der erste Schritt zur Veränderung ist, dass du diesen Teil in deiner Persönlichkeit, der dir sagt, „halt dich zurück“, näher anschaust. Nur wenn du ihn erkennst, kannst du die größeren Zusammenhänge herausfinden und dein persönliches „warum“ verstehen. Dein Verhalten kannst du erst verändern, wenn du den guten und nachvollziehbaren Grund in dir entdeckt hast. Denn hinter deinem Verhalten stecken immer reale Gefühle. Und die sind ein starker Antrieb weiterzumachen. Meistens sind aber die ursprünglichen tiefen Gefühle gar nicht bewusst.

 

Für jedes Verhalten gibt es einen Grund

Niemand tut jemals etwas ohne Grund. Denk mal darüber nach. Auch wenn dein Verhalten irrational zu sein scheint, hast du mit Sicherheit einen inneren Grund dafür. Meistens ist dir der Grund nicht bewusst. Doch in einem Mindguide-Coaching finden wir ihn heraus. Glaub mir, da gibt’s eine Menge guter Methoden, die dir beim Suchen helfen, wie zum Beispiel systemische Methoden oder auch die hypnosystemische Interventionen oder einfach Körperfeedback. Die tieferen Schichten deiner Gefühlslage kannst du in der Regel nur über Symbole und Bilder berühren und verändern. Sie sind sehr archaisch. Ein rein kognitives Gespräch hilft meistens nicht. Du kennst das vielleicht – du denkst über ein Problem nach und wüsstest auch, was du anders machen müsstest. Doch du schaffst es nicht. Nachdenken allein löst keine emotionalen Probleme. Der Kopf kommt nicht an die Emotionen heran. Selbst wenn du glaubst deine Probleme zu verstehen, muss das noch lange nichts ändern. Das liegt daran, dass in der Tiefe mehr dahintersteckt, was du noch nicht gesehen hast. Wenn du einen tieferen Einblick willst, brauchst du emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Verhalten, das du hartnäckig immer wieder an den Tag legst, auch wenn du’s gar nicht willst, zeigt dir, dass du einen starken inneren Widerstand gegen die Veränderung hast. Dieser Widerstand schützt den wichtigen tieferen Grund. Da reicht dein Wille nicht heran. Im Widerstand liegt der Schlüssel zur Veränderung deiner Gefühle. Wenn du deinen Widerstand in seinem ursprünglichen Zweck verstehst, kannst du die Kraft, die darin gebunden ist, lösen und für dich nutzen. Du brauchst dann nichts mit eisernem Willen übers Knie brechen. Und das hat auch nichts mit positivem Denken zu tun. Das Denken ist zu oberflächlich. Veränderung in der Tiefe funktionieren nur mit Verstehen und Mitgefühl. Dabei muss nichts brechen. Alles darf bleiben. Nur etwas anders sortiert. Mitgefühl ist der stärkste Katalysator dafür. Es wirkt sowohl in dir selbst als auch im Miteinander mit deinen Mitarbeitern, macht geschmeidig, flexibel und lässt Veränderungen zu.

 

Was ist das Mindguide-Coaching für das emotionale Management

Während eines Coachings suchen wir nach deinen frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Alltag auswirken, die da aber gar nicht hingehören. Diese frühen Strukturen waren sicherlich irgendwann einmal sinnvoll, sind aber längst überholt. Sie liegen tief im Unterbewusstsein, denn es waren einmal Strukturen, die dir das Überleben gesichert haben. Du entdeckst sie nicht so einfach durch Nachdenken. Du brauchst Methoden, um tiefer zu fühlen. Trotzdem lenken diese Strukturen deinen Alltag und zeigen sich in jeder Situation, sowohl privat als auch beruflich. Sie sind die „Basisstrickmuster“, nach denen dein Verhalten in der Regel abläuft.

Emotionales Management ist ein systemisches Coachingkonzept, das auf Liebe und Mitgefühl basiert. Du kannst deine Gefühle und damit auch dein Verhalten nur ändern, wenn du bedingungslos annimmst, was ist und was war. Solange es in dir noch einen Widerstand oder Ablehnung gibt, bleibt alles beim Alten, einschließlich des Kampfes mit dir selber.

 

Der Unterschied von emotionalem Management zum reinen Business-Coaching

Im beruflichen Coaching werden frühe Prägungen nicht unbedingt mit einbezogen. Sie sind aber enorm wichtig für dein emotionales Management. Nur wenn du deine Prägungen erkennst und die darin gespeicherten Gefühle annimmst, kannst du in der Gegenwart deine Gefühlslage lenken. Und das bringt dann tatsächlich sehr schnell spürbare und nachhaltige Veränderungen in dein Verhalten.

Ein Versuch, Verhalten zu verändern ohne den guten Grund dafür zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dann nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanent Kraft. Das ist ein Dauerkampf und die Erschöpfung ist dabei vorprogrammiert.

 

Wie kannst du tiefe Verhaltensmuster durch emotionales Management verändern

In einem Mindguide-Coaching bekommst du die Hilfestellung, mit der du deine „Stärken“ und „Schwächen“ neu sortieren kannst. Eine Stärke kann in einem anderen Zusammenhang eine Schwäche sein, eine Schwäche kann eine Stärke sein. Deshalb muss sich nichts in dir verändern. Du brauchst nur bewussten Zugang zu den Teilen deiner Persönlichkeit. Dann kannst du genau den hervorholen, den du für die jeweilige Situation gerade am besten brauchen kannst. Jedes Gefühl und das daraus resultierende Verhalten ist im richtigen Zusammenhang sinnvoll. Wenn du allerdings deine innersten Strukturen noch nicht kennst, kannst du daran nichts verändern. Dann fühlst du dich ausgeliefert, denn alles läuft ab wie immer.  Deine Gewohnheiten bringen dich im unpassenden Moment in ein bestimmtes Verhalten, das dann als Schwäche erscheint. Um die Stärke darin zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Und zwar einen weiteren. Nur wenn du mit großem Abstand auf deine Situation schaust, findest du die relevanten Zusammenhänge. Und nur dann kannst du dein Verhalten anders verstehen. Das nennt man übrigens auch „reframen“ und das ist eine effektive Technik aus dem NLP und der Psychotherapie.

Sobald du dein Verhalten in einem anderen Zusammenhang betrachtest, setzt du es in einen anderen „Rahmen“. Das lockert deine innere Struktur. Wenn du dich dann gemeinsam mit deinem Mindguide-Coach auf die Suche nach dem Ursprung dieser Struktur machst, entdeckst du ganz neue Zusammenhänge, an die du noch nie gedacht hast. Dazu jedoch brauchst du auch Mitgefühl. Wenn du den Prozess durchläufst, begegnest du dir selbst am Ende mit Wertschätzung anstatt mit Ablehnung und Strenge. Du verstehst dich in deiner Komplexität und gibst deinen Widerstand gegen sich selbst auf. Das löst eine große Menge an Energie, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du auswählen, welche Seite von dir du in einer Situation zum Einsatz bringen willst. Du spielst auf deiner emotionalen Klaviatur, so wie du es brauchst. Du ersparst dir das Gefühl des Kampfes. Du lehnst dich nicht mehr ab, denkst nicht mehr, dass du vielleicht unpassend, schwach, ängstlich oder sonst etwas bist. Du nimmst dich an so wie du bist und kannst deine Stärken jederzeit aktivieren und dich entsprechend lenken. Diese innere Beweglichkeit bekommst du durch das emotionale Management.

 

Wozu Mindguide-Coaching

Das Konzept des emotionalen Management, das im Mindguide-Coaching zur Anwendung kommt, kann in allen Bereichen verwendet werden, in denen es darum geht, die Beziehungen zu anderen Menschen erfolgreich zu gestalten und dich selber in deiner Gefühlslage zu lenken. Egal, ob in der Mitarbeiter- und Unternehmensführung, im Kundenservice und Vertrieb, in der Beratung und Weiterbildung oder auch in deinen privaten Beziehungen – es gibt keinen Bereich, der nicht von erfolgreichem emotionalem Management profitieren würde.

Die Ursprünge des Mindguide-Coachingkonzepts stammen aus der Psychotherapie. Es hilft heute Unternehmern dabei, ihre Gefühle zu lenken und so zu nutzen, dass sie effektiv und entspannt arbeiten können. Stress, Ängste und Unsicherheiten kennt jeder Mensch, denn diese Gefühle gehören zum Menschsein. Doch sie müssen im Unternehmen nicht hinderlich sein. Wenn du deine Emotionen lenken kannst, findest du innere Ruhe und Gelassenheit, wann immer du das brauchst. Und das ist eine gute Basis für klare Ziele, deutliche Kommunikation und Erfolg.

 

Die Logik in der Psyche verstehen

Emotionales Management bedeutet also in erster Linie, dass du mit deinen eigenen Emotionen umgehen kannst und nichts unterdrücken musst. Du lenkst dich, ohne etwas abschneiden zu müssen. Wenn du dich selber verstehen kannst, dann kannst du auch andere Menschen besser verstehen. Du kannst dann auch mit den Gefühlen von anderen besser umgehen. Es ist nämlich so: Wenn du hart zu dir selber bist, bist du das auch zu anderen. Wenn du mit dir selber verständnisvoll und mit Mitgefühl umgehen kannst, dann kannst du das auch mit anderen.

In der Psyche spielen immer sehr viele Faktoren zusammen. Die Psyche ist ein komplexes System, das geprägt wird von unzähligen familiären und biographischen Erfahrungen. Deshalb ist es auch nicht so leicht, die Logik darin zu verstehen. Doch Erfahrungen erzeugen Gefühle. Diese Gefühle werden gespeichert, und zwar immer.  Sobald eine aktuelle Situation eine alte Erfahrungen berührt, werden auch alte Gefühle abgerufen. Diese beeinflussen das aktuelle Handeln. Und das, obwohl das „alte“ Verhaltensmuster auf die Gegenwart vielleicht gar nicht mehr so richtig passt. Jeder Mensch erlebt seine Welt eigentlich permanent durch den Filter seiner Vergangenheit. Das kann funktionieren, muss es aber nicht.

 

Auch äußere Faktoren gehören beim emotionalen Management dazu

Hast du schon mal über deine Rollen nachgedacht? Du steckst – wie jeder Mensch – in den verschiedensten Rollen. Manche sind selbstgemacht, manche auch von außen aufoktroyiert. Du erlebst Rollenzuschreibungen, Wünsche und Bedürfnisse von anderen genauso wie deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Auch deine Rolle entscheidet über die Reaktion, die in dem Moment abgerufen wird. Das passiert normalerweise reflexartig. Deshalb kannst du deine Reaktionen vielleicht erst mal sehr schwer steuern. Und noch schwerer erklären.

Martin B. erlebte diese Prägung „halt dich zurück“ immer wieder, wenn er vor anderen Menschen stand und sich eigentlich begeistert ausdrücken und andere mitreißen wollte. Er hatte bereits gründlich über dieses Problem nachgedacht und verschiedene Körperentspannungsübungen ausprobiert, aber nur mit geringem Erfolg.

 

Nachdenken reicht nicht tief genug

Du kennst das vielleicht: du hast schon gründlich über ein Problem nachgedacht und meinst, die Zusammenhänge auch zu verstehen. Aber dein Verhalten kannst du trotzdem nicht verändern. Daran merkst du, dass du den entscheidenden Faktor noch nicht gesehen hast. Der Blickwinkel, den du einnimmst, ist noch nicht weit genug gefasst. Deshalb gehört zum Mindguide-Coaching vor allem auch das Sammeln von Informationen über die Herkunftsfamilie und deren Mitglieder. Wie war z. B. die Konstellation in der Kindheit? Gab es schicksalhafte Ereignisse, Verluste etc.? Wie viele Geschwister gibt oder gab es und wie ist die Reihenfolge? Das älteste Kind prägt andere psychische Muster aus als z. B. das Jüngste oder das Mittlere. In jeder Konstellation gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die man dort sehr häufig wiederfindet. Darüber wurde bereits viel geforscht. All das ist wichtig.

Erst dann können wir innere und äußere Faktoren zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Erst dann kannst du dich oder ein Problem in seiner Vielschichtigkeit verstehen und es von innen heraus lösen. Die systemische Grundannahme, dass die Psyche des Menschen immer einer inneren Logik folgt, ist die wichtigste Leitlinie im emotionalen Management.

 

Warum die gute Absicht so wichtig ist

Sie steckt in jedem Verhalten. Das ist unumstößlich. Selbst wenn etwas absolut negativ herauskommt. Doch man erkennt die gute Absicht nicht immer gleich auf den ersten Blick. Deshalb kommen so viele Unternehmer und wollen ein Verhalten und ein bestimmtes Gefühl am besten einfach gleich loswerden. Aber das funktioniert nicht. Aber sobald der Unternehmer die gute Absicht in seinem Verhalten erkennt, öffnet sich in der Psyche ein Raum, der Veränderung und Wachstum möglich macht. Die gute Absicht zu sehen erzeugt nämlich Liebe und Mitgefühl und am Ende auch Wertschätzung. Zuerst sorge ich von außen für diese positive Atmosphäre. Später kann der Unternehmer das dann auch allein. Die Haltung von Liebe und Mitgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für Entscheidungsfreiheit und Selbstermächtigung, also für die Kraft, die eigenen Geschicke zu lenken, wie man sich das wünscht. Sie ist natürlich auch die wichtigste Haltung im Umgang und Kontakt mit anderen Menschen, denn sie löst Negativität auf.

In den unbewussten Schichten der Persönlichkeit arbeite ich vor allem mit Bildern. Sie sind zusammen mit dem Körperausdruck die Sprache des Unterbewusstseins.

 

Was wurde aus Martin B.?

Im ersten Mindguide-Coaching schon identifizierte Martin B. diese Seite in seiner Persönlichkeit, die ihn immer wieder dazu brachte, sich zurückzunehmen. Er entdeckte den Hintergrund, der dieses Verhalten geprägt hatte. Und er sah die gute Absicht, die in diesem Verhalten steckte. Um das alles herauszubekommen, ließ ich ihn eine Farbkarte aussuchen, die diese Seite von ihm repräsentierte. Martin B. wählt eine rote Farbkarte.

Er konnte diese zurückhaltende Seite an sich überhaupt nicht ausstehen. Das konnte man sofort an seiner gesamten Körperhaltung ablesen. Trotzdem hielt er die Platte sehr fest in der Hand. Ich bat ihn, sie für einen Moment abzulegen und ein bisschen Abstand zu nehmen. Er trat ein paar Schritte zurück und atmete sofort tief durch. Doch dann kam die Anspannung zurück.

Im zweiten Schritt ließ ich Martin B. eine weitere Farbkarte aussuchen für den Zeitraum, in dem dieses heute störende Verhalten entstanden war. Während Martin B. die nächste Karte in die Hand nahm, zeigt sein Körper bereits die Gefühle, die in diese Zeit gehörten. Er verspannte sich in den Schultern, senkte den Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. Seine Lippen waren plötzlich fest verschlossen.

Die körperlichen Signale sind ein zentraler Bestandteil im Mindguide-Coaching. Der Körperausdruck zeigt Gefühle ungefiltert und oft ohne dass der Betreffende das selber mitbekommt. Deshalb beobachte ich genau, so kann ich Rückmeldung geben.

Auf meine Frage, wie alt er sich gerade fühle, bemerkte Martin B., dass er sich sehr jung fühlte. Dann fiel ihm ein, dass seine jüngere Schwester damals sehr krank gewesen war. Im weiteren Verlauf brachte Martin B. seine Zurückhaltung mit der tiefen Liebe zu seiner Schwester in Verbindung. Er sah die damalige Notwendigkeit, sich zurückzunehmen, damit die Mutter sich um die Schwester kümmern konnte. Seine Zurückhaltung war für das Überleben der Schwester notwendig gewesen. Ihr zuliebe hatte er nicht mehr Aufmerksamkeit beansprucht als unbedingt notwendig gewesen war. Ihm wurde klar, dass er sich aus diesem Grund auch heute noch zurückgenommen hatte, obwohl die ursprüngliche Situation längst vergangen war. Für die aktuelle Situation, seine Mitarbeiter zu begeistern, half ihm dieses Verhalten nicht mehr, im Gegenteil.

Durch die weitere Arbeit mit Symbolen und hypnotischen Gesprächssequenzen gelang es Martin schließlich, die Ablehnung, die er sich in Bezug auf dieses Verhalten selber entgegenbrachte, zu überwinden. Und endlich konnte er sich auch mit den Fähigkeiten, die er heute als Erwachsener hatte, verbinden. Nachdem er an diesen inneren Strukturen gearbeitet hatte, trommelte er erneut seine Mitarbeiter zusammen und erklärte ihnen noch einmal den Sinn der kommenden Veränderungen. Diesmal verstanden die Leute seine Gründe. Martin konnte das beinahe nicht glauben. Die Stimmung besserte sich dadurch enorm und die meisten Mitarbeiter zogen mit an dem Strang, den Martin vorgegeben hatte. Er hatte seine Fähigkeiten eingesetzt so wie er es geplant hatte. Und es war leicht gegangen, ohne inneren Kampf. Martin war erleichtert und glücklich.

 

Mindguide-Impulse fördern das emotionale Management

Um die neuen Strukturen zu festigen, begleitete ich Martin B. eine zeitlang mit wöchentlichen Mindguide-Impulsen online weiter. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Gewohnheiten, die eine Gefahr für seine neuen Strukturen hätten sein können. Er konnte dadurch sein neues Verhalten in sich festigen und es immer schneller abrufen, wenn er es brauchte. Er bekam dazu jede Woche einen neuen Impuls per Mail von mir und gab mir jedesmal darauf Rückmeldung. Wie hatte er den Impuls erlebt, wie hatte er ihn umgesetzt, was war ihm dabei begegnet… Daraus formulierte ich den nächsten Impuls und so weiter. Er entwickelte so ein starkes Bewusstsein für sich und seine Verhaltensmuster. Und dadurch konnte er wählen, welches Muster er hervorholen wollte und was in die Situation gerade am besten passte.

Martin B. hat mittlerweile expandiert und führt heute sein Unternehmen mit etwa 140 Mitarbeitern, so wie er es sich gewünscht hatte. Er ist sehr erfolgreich, was mich riesig freut.

Wenn du dich auch für ein Coaching zum emotionalen Management interessierst, melde dich telefonisch oder per Mail bei mir. Du bekommst bereits in einem kurzen kostenfreien Vorgespräch erste Impulse, die du direkt umsetzen kannst.

 

Hanne Demel

 

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