Gefühle

Mitarbeiter entlassen: Wie du quälende Gedanken wieder loswirst

Mitarbeiter entlassen: Wie du quälende Gedanken wieder loswirst

Musst du auch Mitarbeiter entlassen, die du eigentlich gern behalten würdest? Denen du nur aus Kostengründen kündigen musst? Und fühlst dich deswegen miserabel? Kämpfst sogar mit schlaflosen Nächten deswegen? 

Das muss man erstmal aushalten können. Einem Menschen, mit dem man über lange Jahre eine Arbeitsbeziehung aufgebaut hat, zu sagen, dass man ihn entlassen muss. Das fällt vielen Unternehmern extrem schwer. Man kann jedoch viel tun, um sich diese unangenehme Aufgabe zu erleichtern. In diesem Artikel beschreibe ich zwei kleine aber hilfreiche Methoden, um die Entscheidungen klarer zu treffen und auch mit quälenden Gefühlen besser zurecht zu kommen.

Wenn der Verantwortungs- und Entscheidungsdruck einen nicht mehr schlafen lässt...

Jede Krise schiebt eine Bugwelle von Entlassungen vor sich her. Auch die aktuelle. Da wird das Thema "Outplacement" - die Begleitung der Mitarbeiter während und nach der Entlassung -  wieder interessant. Doch wer begleitet die Unternehmerinnen und Unternehmer oder die Führungskräfte, die die Entlassungen durchziehen müssen? Wer hilft ihnen, das zu verkraften?

Die IHK nennt aktuelle Zahlen zum Thema Mitarbeiter entlassen

Ca. 60 Prozent der Firmen setzen derzeit auf Kurzarbeit und hoffen, so durch die Corona-Krise zu kommen. Trotzdem haben 22 Prozent aller Firmen Liquiditätsengpässe. 2 Prozent stehen vor einer Insolvenz. Das heißt unterm Strich, dass fast die Hälfte aller Unternehmer und Unternehmerinnen Mitarbeiter entlassen müssen. Das trifft gleichermaßen kleine, mittelständische wie große Unternehmen. Die geben sich alle nichts. 

Auch das Münchner Ifo-Institut hat bereits im April 2020 in einer Umfrage herausgefunden, dass in jedem fünften Unternehmen Entlassungen anstehen.  

Wenn du das auch tun musst, bist du jedenfalls nicht allein mit diesem Thema. 

Diese Branchen sind besonders stark von der Entlassungswelle betroffen:

  • Gastronomie: 58 Prozent
  • Hotelbranche: 50 Prozent
  • Reisebüros- und Veranstalter: 43 Prozent
  • Autoindustrie: 39 Prozent

Puh, das läppert sich.

emotionales Outplacement

Der „Fall“ Clarissa: Wie eine Unternehmerin einfache Tools benutzte, um ihre Entscheidungen so zu treffen, dass sie wieder ruhig schlafen konnte...

Clarissa war die Inhaberin einer Werbetechnik-Firma. Angespannt und traurig erzählte sie mir, sie müsse von ihren 28 Mitarbeitern 8 entlassen. Beinahe alle Veranstaltungen waren abgesagt worden. Ihr waren einfach zu viele Aufträge weggebrochen. 

Damit hatte sie schon mehr als eine schlaflose Nacht verbracht. Sie brachte es nicht übers Herz, „ihre“ Leute zu entlassen. Sie wollte sie nicht enttäuschen. Doch es blieb ihr keine andere Wahl. Sie würde sonst das gesamte Unternehmen in existenzielle Gefahr bringen. Allerdings konnte sie sich nicht entscheiden. Wen genau sollte sie entlassen? Je länger sie wartete, umso brenzliger wurde die Situation, denn sie musste Kündigungsfristen einhalten. Die emotionale Belastung wuchs von Tag zu Tag. 

Kündigung

„Das Schlimmste ist das schlechte Gewissen“, meinte Clarissa zu mir. Es grauste ihr vor dem Moment, in dem sie die Worte aussprechen musste: "Ich muss dir leider kündigen". Allein der Gedanke daran verursachte ihr ein absolut mulmiges Gefühl in der Magengegend. 

Was Outplacement für Mitarbeiter ist, ist emotionales Coaching für Unternehmer

Viele Unternehmer sehen es - wie auch Clarissa - als Schwäche an, wenn sie sich so schwertun mit Kündigungen.

Solche Selbsturteile helfen aber nicht weiter. Im Gegenteil. Sie verschlimmern die unangenehmen Gefühle noch. Dann kreiselt auch noch eine Portion Selbstabwertung mit den anderen Gefühlen zusammen im Gedankenkarussell.

Gefühle, die du versuchst, loszuwerden, werden oft sogar noch stärker. Und erzeugen dabei immer mehr Stress. Probier mal, 5 Minuten lang einfach zu fühlen, was alles in dir  ist. Welche Gefühle kannst du spüren? Lass dir dafür ein paar Minuten Zeit. Schreib alles auf, was in deinem Bewusstsein auftaucht. 

Wie geht's dir danach?

Was tun, wenn du dich mit deinen Mitarbeitern so stark verbunden fühlst, dass du sie nicht entlassen kannst...

Im Laufe der Jahre waren in Clarissas Unternehmen viele tragfähige Beziehungen entstanden. Der Mitarbeiter, der als letzter dazugekommen war, arbeitete nun auch schon 3 Jahre bei ihr. Andere waren bereits seit fast 30 Jahren da. Clarissa fühlte zu den meisten eine tiefe Verbundenheit und auch Dankbarkeit. Das konnte sie nicht so ohne Weiteres abschneiden.

Auch ihrem Vater gegenüber schämte sie sich ein bisschen. Sie hatte den Betrieb vor 5 Jahren von ihrem Vater übernommen. Und nun fühlte sie sich nicht mehr in der Lage, sein Lebenswerk „richtig“ fortzuführen. Ihm mochte sie von den geplanten Entlassungen gar nichts erzählen. 

Fühlst du dich mit dem Rücken an der Wand? Auf der einen Seite die schlechten Zahlen – auf der anderen die Menschen, die dir ans Herz gewachsen sind? Dann probier mal folgendes: Stell dir vor, du schaust dir selber dabei zu, wie es dir gerade geht. Beobachte dich dabei, wie du dich fühlst. Und zwar in aller Ruhe aus der Ferne.

Was verändert sich?

Mitarbeiter entlassen

Wie kannst du vorgehen, wenn die Entlassung von einigen Mitarbeitern unumgänglich ist

Um menschlich und ethisch gut entscheiden zu können, brauchst du die richtigen Tools. 

Eine Möglichkeit ist die systemische Symbolarbeit. Da arbeitest du mit Zetteln. Sie helfen dir, deine Gefühle und die der Mitarbeiter deutlicher wahrzunehmen. Du kannst deine Situation damit ausbreiten und von verschiedenen Seiten anschauen. Das schafft Raum in dir. Dabei kannst du das Gefühlschaos in dir leichter ordnen. Du schaust Schritt für Schritt deine Gesamtsituation an.   

Auch Clarissa schrieb den Namen jeden Mitarbeiters, der für eine Entlassung in Frage kam, auf einen kleinen Zettel. Anschließend nahm sie jeden Zettel einzeln in die Hand und ließ sich einen Moment Zeit, zu FÜHLEN, wie es ihr mit diesem Mitarbeiter ging. Bei wem war der Schmerz einer Trennung am größten? Welcher Zettel "fühlte sich weiter stabil an", auch, wenn eine Entlassung notwendig war. 

Bei drei Zetteln spürte Clarissa nicht genug. Ihre Verbindung zu diesen Mitarbeitern war nicht so stark. Deshalb machte ich ihr folgenden Vorschlag. Sie sollte nun AUS SICHT DES UNTERNEHMENS auf diese Angestellten schauen:

  • Wer würde dem Unternehmen am besten dienen?
  • Wer würde sich am stärksten identifizieren?
  • Wer würde am engagiertesten arbeiten?
  • Wer zeigte die größte Loyalität?

In dem Moment konnte Clarissa Unterschiede spüren. Mit diesen Unterschieden konnte sie viel klarer und sicherer entscheiden, wen sie entlassen und wen sie behalten sollte. Das brachte mehr Ruhe in ihre Gedankenkreisel.

Wenn du das Gewicht der Verantwortung auf dir lasten spürst...

...dann brauchst du Werkzeuge, die dir helfen, Kopf und Bauchgefühl zusammenzuschalten. Sobald sie zusammenspielen, entsteht in dir Klarheit - auch über deinen Emotionen. Und die sind verantwortlich dafür, ob du Entscheidungen am Ende gut umsetzen kannst oder ob du dich blockierst. 

Clarissa wollte niemanden vor den Kopf stoßen. Sie hatte das Gefühl, für alle ihre Mitarbeiter verantwortlich zu sein. Das Gefühl wog Tonnen auf ihrer Schulter. Dieses enorme Verantwortungsgefühl kannte sie bereits seit ihrer Kindheit. Das konnte sie nicht einfach abstellen. Deshalb lenkte ich Clarissas Blick auf die Mitarbeiter, die sie durch diesen Schritt "retten" würde. In dem Moment konnte sie spüren, dass sie gerade aus ihrem Verantwortungsgefühl heraus zum Wohl des Ganzen entscheiden musste. Sie wurde gerade dadurch ihrem hohen Anspruch an sich selbst gerecht. Und das half ihr am Ende, sicher hinter ihren einzelnen Entscheidungen zu stehen.

Oft genügen kleine Veränderungen des Blickwinkels, damit du dich anders FÜHLST.

Klarheit entsteht durch klare Wahrnehmung!

Und zwar genau dann, wenn du deine Gefühle wahrnimmst.

Nur das, was du unterdrückst, schwelt im Untergrund. Dort entfaltet es manchmal eine verheerende Wirkung. „Ungefühlte“ Gefühle haben die Tendenz, sich bei Dingen zu entladen, die mit dem ursprünglichen Gefühl eigentlich gar nichts zu tun haben. Dann schreist du z. B. plötzlich jemanden aus nichtigem Anlass an. Das macht dich unberechenbar und versetzt die Menschen in deiner Umgebung in Anspannung. Klarheit ist immer etwas sehr Wohltuendes für alle Beteiligten.

Gedankenkreisel kannst du bewusst stoppen

Entscheidungen über andere Menschen darfst du nie leichtfertig treffen. Wenn du das tust, kann es sein, dass du hinterher noch lange dran kaust.

Wenn du aber hilfreiche Methoden nutzt und dein Möglichstes tust, um die beste Lösung zu finden, dann wirst du bald wieder innerlich ruhig und zufrieden sein können. 

Am besten funktioniert das mit der inneren Ruhe, wenn du deine Gefühle in allen Facetten akzeptierst. Auch unangenehme Gefühle gehören zum Leben dazu. Solange du dich nicht dagegen wehrst, laufen sie einfach durch dich durch. Und machen rasch wieder Platz für fröhlichere Gefühle. Widerstand aber erzeugt so was wie emotionale Widerhaken. Unangenehmes bleibt dann länger hängen. Du leidest viel länger an etwas, wenn du anhaftest. Wenn du mulmige Gefühle auflösen willst, bekommst du hier noch eine detailliertere Anleitung.

Wenn du dich auch mit solchen Entscheidungen herumquälst, dann melde dich einfach bei mir. Ich unterstütze dich gern, damit’s leichter wird für dich.

Ruf mich an: 0931 - 2 90 71

oder buche dir hier einen Termin für ein kostenfreies Blitzcoaching!

Posted by Hanne Demel in Emotionales Management für Unternehmer, 0 comments
Nähe und Distanz im Business

Nähe und Distanz im Business

Das Thema Nähe und Distanz im Business war auch das Thema unseres Ethikstammtisches im April 2020.

Mitten in der Corona-Krise, so viele Leute sind zu Hause. Entweder im Home-Office oder gleich in Kurzarbeit. Da hat das Thema Nähe und Distanz im Business doch gleich eine völlig neue Bedeutung.

Wir diskutieren – natürlich online – über die Nähe in den verschiedenen Branchen. Doch Nähe ist nicht gleich Nähe. Ein Teilnehmer versteht unter Nähe einen sanften Umgang miteinander. Und nennt auch gleich eine Erklärung, warum diese Art von Nähe nicht funktioniert – zumindest nicht in seinem Unternehmen. „In der Baubranche braucht man klare Ansagen. Kurz, knackig, auf den Punkt“, sagt er. Da geht nix mit „drüber reden“ und „gewaltfreier Kommunikation“. Viele Mitarbeiter wollen geführt werden, und zwar klar und eindeutig.

Ist das jetzt Nähe oder Distanz, frage ich mich.

In Zeiten wie diesen ist eines klar: die Leute brauchen Sicherheit. Emotionen wie Angst und Verunsicherung, wie es weitergehen wird, bringen die Leute an ihre Grenzen. Und jeder, der verunsichert ist, ist froh über einen anderen Menschen, der ihm Sicherheit geben kann. Zum Beispiel, indem er eine klare Ansage macht. Und das ist nicht nur in der Baubranche so, denke ich.

Ist Distanz zugleich Nähe auf einer anderen Ebene?

Nähe entsteht durch Empathie und Mitgefühl. Und die kann sich auch in distanziertem Verhalten zeigen.

Wenn du als Unternehmer selber verunsichert bist oder dir zum Heulen zumute ist – mal krass gesprochen – dann bringt es in der Regel wenig, wenn du das deinen Mitarbeitern so ungeschminkt offenbarst. Denn damit nimmst du auch deiner Belegschaft den Halt und der Stress greift ungebremst um sich. Keinem ist dabei geholfen.

Ich weiß sehr gut, dass es sehr schwer ist, die eigene Befindlichkeit und die eigenen Vorlieben und Wünsche zurückzunehmen zum Wohl anderer. Doch damit beweist du innere Stärke und strahlst Sicherheit aus. Distanz schafft also auch Sicherheit. Und Sicherheit erzeugt wiederum Nähe. Also wieder nix Eindeutiges…

Als Führungskraft bist du allein!

Viele Unternehmer sagen mir immer wieder, dass sie die Mitarbeiter nicht wirklich an sich heranlassen. Je näher dir jemand ist, umso schwieriger kann es werden, deine Rolle als Führungskraft auszuüben. Stell dir vor, du fühlst dich emotional sehr stark mit jemandem verbunden und musst gleichzeitig zum Beispiel die Entscheidung treffen, ihn zu entlassen. Da sind schlaflose Nächte vorprogrammiert.

Nähe und Distanz ist also – so auch die Meinung der Teilnehmer am Ethikstammtisch – ein fortwährender Prozess. Keine statische Angelegenheit. Und auch keine, die man einmal für alle Zeiten entscheiden kann. Es braucht viel Fingerspitzengefühl für die einzelnen Menschen, die unterschiedlich gut mit Nähe und Distanz umgehen können. Der eine braucht mehr, der andere weniger.

Eine Teilnehmerin beschreibt das Prinzip der offenen Tür als ein hilfreiches Mittel. Auch wenn der folgende Vergleich eines anderen Teilnehmers etwas krass daherkommt, gibt er doch ein sehr gutes Bild zu diesem Prinzip: „Der Hund muss zu dir kommen, nicht du zum Hund. Nur dann erkennt er dich als Führungspersönlichkeit an und du kannst ihm Sicherheit geben.“

Na guuut, denke ich. Das Bild stimmt, aber verallgemeinern würde ich das nicht unbedingt. Es gibt sicher genug Situationen, in denen es eine gute Wirkung hat, wenn du als Unternehmer aktiv auf deine Mitarbeiter zugehst. Das zeigt auch wieder Interesse und Wertschätzung. Also du siehst, auch hier braucht es Fingerspitzengefühl.

Und dann kommt eine Aussage, die ich sehr spannend finde:

Zur Situation braucht es Distanz, zu sich selber und der eigenen Befindlichkeit Nähe!

Diese Mischung bringt Erfolg. Als Unternehmer weißt du genau, wie sich das anfühlt. Stimmt’s? Wenn du mit deinen eigenen Gefühlen und Befindlichkeiten im Kontakt bist, dann projizierst du sie nicht so leicht nach draußen. Das hilft dir, klarer zu handeln. Und klares Handeln wiederum erzeugt sehr viel Nähe, weil du andere Menschen besser verstehst. Wenn du verstehst, weshalb deine Mitarbeiter gerade so und nicht anders handeln, weißt du genau, wo du anpacken und wie du sie ansprechen musst. Und das – genau! – bringt wiederum Nähe. Auf eine gute Art. Zwischen Unternehmer und Mitarbeitern.

Danke für die wunderbare Diskussion um dieses sehr komplexe Thema.

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Stress abbauen, indem du Gleichmut entwickelst

Stress abbauen, indem du Gleichmut entwickelst

Zeichnung: Hanne Demel

Warum du Gleichmut brauchst, wenn du Stress abbauen willst

Viele Menschen begegnen dem Stress im Arbeitsalltag nach einiger Zeit mit Gleichgültigkeit. Sie kündigen quasi innerlich. Doch damit geht’s ihnen nicht besser. Im Gegenteil.
Gleichgültigkeit ist eine Form von stiller Aggression und Abwertung. Sie entspringt einem Geist der Härte und des Getrenntseins. Gleichgültigkeit verletzt andere Menschen, denn wahrgenommen zu werden und wichtig zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis. Stress abbauen wäre gesünder.

Wie kannst du deinen unerschütterlichen Geist trainieren und Gleichmut entwickeln

Gleichmut ist etwas völlig anderes. Dazu brauchst du einen unerschütterlichen Geist, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das japanische Wort für diesen unerschütterlichen Geist ist übrigens Fudoshin. In diesem Geisteszustand hast du inneren Raum und haftest an nichts wirklich an. Du verurteilst nichts, sondern behältst deine Mitte und deine Stabilität. Du bist voller Mitgefühl. Du schneidest nichts ab sondern bleibst im Kontakt. Zugleich hältst du innerlich ausreichend Distanz, um deine emotionalen Reaktionen im Griff zu behalten und zu lenken. Das ist eine gute Basis, um Stress abzubauen.

Warum verwechseln so viele Leute das Wort Gleichmut mit Gleichgültigkeit?

Das Wort Gleichmut wird vor allem in der buddhistischen Ethik benutzt. Es ist für uns „Westler“ noch immer etwas ungewohnt. Doch es gibt auch andere Worte, die diesen inneren Zustand des Verbundenseins und des Mitgefühls beschreiben: innere Distanz, innerer Friede, Unerschütterlichkeit, innere Ruhe…

Doch warum schreibe ich darüber?

Ich möchte dir ein paar Möglichkeiten zeigen, Gleichmut zu entwickeln, damit du Stress abbauen kannst

Gleichmut erzeugt Klarheit. Mit Klarheit kannst du die schwierigsten Situationen in deinem Unternehmen meistern.

  • Du bist dann in der Lage, einen stressigen Unternehmeralltag zu bewältigen ohne dass dein Blutdruck steigt oder du Tourette kriegst.
  • Du kannst klare Entscheidungen treffen, ohne sie hinterher zu bereuen.
  • Du kannst Konflikte lösen, ohne die Axt auszupacken.
  • Du führst deine Mitarbeiter mit deiner klaren Ausstrahlung und nicht mit dem Holzhammer…

Gleichmut entsteht immer dann, wenn du es schaffst, innerlich Distanz herzustellen und zugleich dein Mitgefühl zu wecken. Mitgefühl hält die Verbindung, hilft dir, im Kontakt zu bleiben und Stress abzubauen.

Deshalb probier mal folgendes aus:

  • Aktiviere in dir ein sehr warmes und herzliches Gefühl, zum Beispiel indem du an jemanden denkst, den du sehr gern magst.
  • Nun spüre, was in deinem Körper passiert. Was fühlst du? Wie ist dein Atem? Wie schlägt dein Herz? Welche Art von Entspannung spürst du im Körper? Gibt es ein Gefühl der Wärme irgendwo?
  • Nun stell dir vor, dein Leben zieht an deinem geistigen Auge vorbei, so als wenn du dich einmal um deine Achse drehst und dabei in alle deine Bereiche mal kurz reinschaust.
  • Versuche dabei, das Körpergefühl, das du gespürt hast, die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Lass deinen Atem langsam und entspannt fließen.
  • Wenn nun etwas vor deinem geistigen Auge auftaucht, das dieses Gefühl aus deinem Körper vertreibt, rücke dieses Bild innerlich etwas weiter von dir weg. So weit, bis du das schöne angenehme Gefühl wieder in dir spüren kannst.
  • Wenn etwas auftaucht, das dich so richtig aus der Ruhe bringt, dann dreh dich innerlich ein Stückchen davon weg. Lass es einfach „links liegen“ und hol dir dein angenehmes Gefühl zurück.

Geh so immer wieder durch alle Bereiche deines Lebens und auch deines Unternehmens und rücke alles in die Distanz, in der du sowohl eine liebevolle Verbindung als auch inneren Abstand halten kannst. Du merkst das an dem entspannten Gefühl in dir, an deinem ruhigen, tiefen Atem und deiner angenehmen Körperspannung. Das ist die Grundlage, auf der du sehr klare Entscheidungen treffen kannst.

Wenn du Mitarbeiter hast, die unzufrieden sind und innerlich kündigen

Schau mal in deinem Unternehmen, wo Unzufriedenheit und Frust verstärkt auftreten. Versuche, den Stress und die Unzufriedenheit aufzulösen, indem du mit Abstand draufschaust und überlegst, was diesen Mitarbeitern am besten helfen könte. Das siehst du nur, wenn du gleichzeitig Abstand hältst. Und das ist Gleichmut. So kannst du deinen eigenen Stress abbauen.

Wenn es dir schwerfällt, unterstütze ich dich gerne dabei. Denn es ist hilfreicher, Knackpunkte herauszufinden, BEVOR du so viel Stress angesammelt hast, dass du ihn nicht mehr abbauen kannst. Oder bevor deine Mitarbeiter so viel Frust angesammelt haben, dass sie innerlich kündigen. Denn dann ist es extrem schwer, sie wieder zu motivieren.

Wenn du dich in Gleichmut übst, wirst du das auch ausstrahlen. Eine gleichmütige Haltung festigt sich mit der Zeit. Damit steigerst du deine Lebensqualität als Unternehmer ganz enorm. Und deine Mitarbeiter werden sich von deiner Ruhe anstecken lassen. Du kannst Stress abbauen, wo du auch hingehst.

Ich kann dir übrigens auch meinen 5-Tage-Email-Kurs „Stressabbau im Alltag“ empfehlen. Er unterstützt dich weiter darin, Gleichmut und innere Ruhe zu entwickeln. Schau mal rein.

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmertools, 3 comments
Wie läuft ein Coaching ab

Wie läuft ein Coaching ab

Emotionales Management braucht einen guten Coach

Coaching für emotionales Management ist kein reines Business-Coaching. Und das ist gut so. Denn der Erfolg eines Coachings ist abhängig von vielen Faktoren. Vor allem auch davon, ob dein Coach mit dir in die Tiefe gehen und Hintergründe deines Business-Themas erfassen kann, die in deiner Persönlichkeit liegen. Denn dann sind Veränderungen nachhaltiger und umfassender. Außerdem auch leichter umzusetzen und beizubehalten. Doch zunächst mal zu den Voraussetzungen für ein gutes Coaching:

  1. Dein Coach muss zu dir passen. Er muss dich verstehen können und vielleicht Erfahrungen gemacht haben, die du auch gemacht hast. Dann kann er auch gut mit dir FÜHLEN. Und nur dann kannst du dich wirklich gut öffnen und dein Thema anschauen.
  2. Du musst zu deinem Coach passen. Auch wenn dein Coach sich an dich anpassen kann, gibt es eine Ebene, die stimmen muss. Mir zum Beispiel ist eine ethisch und menschlich korrekte Haltung absolut wichtig. Ich würde mit niemandem arbeiten wollen, dem es darum geht, anderen zu schaden und möglichst viel für sich selbst rauszuholen. Damit könnte ich nicht gut umgehen und will es auch nicht. Es entspricht nicht meinen Werten. Meine Werte sind, anderen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu begegnen und zuverlässig zu sein.
  3. Dein Coach muss die passenden Methoden für dein Problem haben. Und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Je tiefergehend du mit ihm arbeiten möchtest, umso wichtiger ist es, dass dein Coach sattelfest ist und nicht unsicher wird. Das kommt mit der Zeit und der Erfahrung, die der Coach hat. Deshalb ist das Coaching bei einem sehr erfahrenen Coach auch sehr viel teurer als bei einem, der gerade anfängt. Du kannst mit ihm nämlich viel schneller in die Tiefe gehen, den Knackpunkt finden und etwas verändern. Das erspart dir viel Zeit.
  4. Vor allem wenn dein Thema eine emotionale Komponente hat, muss dein Coach die Logik der Psyche verstehen. Um dir helfen zu können, muss er deine Strukturen erkennen und den Hintergrund deines Fühlens und Verhaltens herausfinden. Er muss dein Unterbewusstsein ansprechen und mit ihm arbeiten. Das funktioniert nur, wenn er dir ganz viel Sicherheit und Vertrauen vermitteln kann. Deshalb braucht er selbst ein brillantes emotionales Management.

 

Viele Coaches gehen kognitiv an eine Fragestellung heran. Das ist hilfreich, wenn es Dinge zu sortieren gibt. Doch sobald dein Thema eine auch nur klitzekleine emotionale Färbung hat, reicht das Nachdenken über eine gute Lösung allein nicht mehr aus. Du kennst das sicher: du hast ein Problem und hast schon oft darüber nachgedacht. Theoretisch wäre dir klar, was zu tun ist. Aber du kannst es einfach nicht umsetzen. Irgendetwas hält dich immer wieder davon ab.

Dann ist es notwendig, tiefer in das Thema hineinzugehen und zu spüren, was im Hintergrund wirkt. Das ist immer ein „guter Grund“. Wenn er stark ist, dann kannst du dein Thema nicht lösen, ohne ihn einzubeziehen. Auch wenn du’s möchtest. Das ist wie Tauchen mit Schwimmreifen oder wie Eislaufen auf Rollschuhen.

 

Coaching für emotionales Management – ein systemisches Coachingkonzept, das in die Tiefe geht

Wenn ich mit einem Kunden arbeite, helfe ich ihm dabei, seine eigene Persönlichkeit besser zu verstehen und anzunehmen. So kann er sich am besten neu ordnen und Lösungen auch umsetzen. Das ist Coaching für emotionales Management. Es ist ein systemisches Coachingkonzept, das aus der Psychotherapie kommt und auf der ethischen Haltung von Liebe und Mitgefühl basiert. Nur mit Mitgefühl kannst du an deinem Verhalten wirklich etwas verändern. Denn wenn du nicht annimmst, was war, und mit Mitgefühl darauf schaust, gibt’s keine Veränderung. Und dann funktioniert auch keine Versöhnung. Die ist aber wichtig, damit die Entwicklung weitergehen kann. Durch Mitgefühl werden die inneren Strukturen erst wieder beweglich. So als wenn ein eigefrorenes Herz erst aufgetaut werden muss, damit es wieder schlagen kann. Und erst wenn es wieder schlägt, fließt das Blut erneut und ernährt alle Zellen. Erst dann passiert was. In dem Moment kannst du die verschiedenen Facetten deiner Persönlichkeit neu ordnen und deinen Unternehmensalltag gestalten.

Während eines Coachings für emotionales Management suchen wir deshalb auch nach frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Unternehmensalltag auswirken. Frühere Verhaltensmuster waren irgendwann einmal sinnvoll, sind heute aber so nicht mehr notwendig. Da sie aber aus gutem Grund entstanden sind, lassen sie sich nicht so einfach verändern. Und schon gar nicht durch Nachdenken. Du musst tiefer schauen und vor allem fühlen. Erst dann verstehst du die Zusammenhänge und kannst entsprechend korrigieren.

 

Wie findest du den guten Grund heraus

Ich nutze im Coaching vor allem systemische Methoden wie zum Beispiel die systemische Aufstellungsarbeit. Oder auch hypnosystemische Intervention oder einfach Körperfeedback. Das sind alles Methoden, die auch in der Therapie eingesetzt werden. Die Psyche bleibt schließlich die Psyche, egal, ob du sie im Arbeitsumfeld oder im privaten Bereich betrachtest. Sie lässt sich in ihren tiefen Schichten nur durch Symbole und Bilder berühren. Auch eine bildhafte und gefühlvolle Sprache funktioniert. Auf jeden Fall muss der gute Grund und die dazugehörigen Gefühle ins Blickfeld rücken. Sonst verstehst du dein Problem zwar oberflächlich, kannst aber an deinem Verhalten und deinem Fühlen trotzdem nichts ändern. In der Tiefe steckt eigentlich immer noch mehr dahinter, als du denkst. Und das herauszufinden und die Information dann gut einzusetzen ist emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Meistens gibt es gegen eine Veränderung auch hartnäckigen inneren Widerstand. Daran kannst du sehen, dass in dir ein starker innerer Antreiber ist, der deinen guten Grund beschützt. Und der entsteht meistens aus Liebe und Verbundenheit. Und genau da liegt der Schlüssel. Wenn du diesen Widerstand mit Empathie betrachtest, verstehst du seinen Zweck. Und erst dann kannst du die darin gebundene Power herauslösen und in eine neue Form bringen. Das hat nichts mit oberflächlichem positivem Denken zu tun. Dieser Akt funktioniert nur mit Mitgefühl. Denn das wirkt wie ein Katalysator für deine Veränderung.

Um dir selber auf die Spur zu kommen, brauchst du auch die richtige Atmosphäre. Nur dann kannst du eintauchen in deinen persönlichen Hintergrund. Voraussetzung dafür ist, dass du dich vollkommen angenommen fühlst. Diese absolute Annahme all dessen, was ist, gehört zur Basis eines guten Unternehmercoachings. Und ganz grundsätzlich auch zu einem freudvollen und zufriedenen Lebensgefühl. Im Coaching sorgt diese Annahme für nachhaltige Veränderung. Für meine Kunden erzeuge ich diese Atmosphäre durch meine eigene innere Haltung. Ich nehme an, was sich zeigt. Ohne Urteil. Denn so kommen wir knackig auf den Punkt.

 

Der Unterschied vom Coaching für emotionales Management zum reinen Business-Coaching

Business-Coachs arbeiten im beruflichen Coaching meistens nicht mit frühen Prägungen. Die sind aber enorm wichtig auch für die Gegenwart. Nur wer die eigenen Prägungen kennt und die darin gespeicherten Gefühle versteht, kann sie dann auch steuern und aktuelles Verhalten anpassen.

Der Versuch, Verhalten dauerhaft zu verändern ohne die tiefen Strukturen dahinter zu kennen, braucht sehr viel permanente Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dabei nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen Energie und Aufmerksamkeit. Das fühlt sich für den Betroffenen an wie ein Dauerkampf. Die Erschöpfung ist damit  aber schon vorprogrammiert.

 

Wie kannst du Verhalten und Fühlen durch ein Coaching für emotionales Management verändern

Jedes Gefühl und das daraus folgende Verhalten ist eine Stärke! Aber nur im richtigen und passenden Moment. Im unpassenden Moment erscheint es als Schwäche. Um die Stärke zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Die Suche danach nennt man „Reframing“. Du stellst das Gefühl und Verhalten in einen anderen Rahmen und schaust nochmal, wie es dann aussieht.

Wenn du den starken Rahmen gefunden hast, lockert der dein negatives Urteil über dein Verhalten. Und anschließend helfe ich dir, den ursprünglichen Sinn dieses Verhaltens zu suchen. Für diese Phase brauchen wir beide sehr viel Mitgefühl. Am Ende schaust du mit Verständnis auf dich selber anstatt mit Strenge und Ablehnung. Du verstehst deine komplexen Strukturen. Du gibst den Widerstand auf. In dem Moment setzt du enorme Energie frei, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du dich neu sortieren, so dass du eine passendere Seite von dir in der jeweiligen Situation nutzen kann. Du fühlst dich nicht mehr unpassend, schwach, ängstlich etc. Du aktivierst deine Stärken und reitest wie ein Surfer mit dem richtigen Gleichgewicht aufrecht durch die Welle. Diese innere Beweglichkeit und zugleich Balance zu haben ist emotionales Management.

Das wiederum hat enorme Auswirkungen in deinem Unternehmen. Denn dein Verhalten erzeugt Resonanz bei deinen Mitarbeitern. Oft spiegeln sie deine tiefen Strukturen. Und wenn du daran arbeitest, stößt du Veränderungen im großen Ganzen an.

Wenn du dichr ein Coaching für emotionales Management interessierst, dann melde dich bei mir!

Hanne Demel

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Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst, ist eine der wichtigsten Fragen für dich als Unternehmer.

Nicht selten höre ich „Wenn ich’s doch nur eher geschnallt hätte…“, wenn eine Entscheidung eine ungewünschte Auswirkungen in der Zukunft hat.

Ich muss dir kurz eine Geschichte erzählen: 

Kennst du die Geschichte vom Bauern, der sehr arm war? Ein fleißiger Bauer hatte einen guten Sohn, der ihm auf dem Hof half. Für die Feldarbeit besaß er ein altes Pferd. Eines Tages riss sich das Pferd während eines heftigen Gewitters los und galoppierte in Panik davon. Da machte sich der Sohn auf, um das verschreckte Pferd zu suchen und zurückzubringen. Dabei fand er auch ein wunderschönes Wildpferd, das er einfing und mit nach Hause zu seinem Vater brachte.

Als der Sohn jedoch dieses Wildpferd zähmen und zureiten wollte, wehrte es sich und warf ihn ab. Dabei brach sich der Sohn ein Bein.
Der Bauer kratzte sein allerletztes Geld zusammen und brachte seinen Sohn zu einem Arzt, damit er ihm das gebrochene Bein schiente. Doch nun musste er die anstrengende Arbeit auf dem Hof allein verrichten und kam deshalb viel langsamer voran.

Zwei Wochen nach dem Unfall galoppierten ein paar berittene Boten des Königs auf den Hof. Sie waren ausgesandt worden, um im ganzen Land die jungen Männer zusammenzutrommeln, weil sie in den Krieg ziehen sollten. Doch den Sohn konnten sie wegen des gebrochenen Beines nicht gebrauchen und so zogen sie weiter.

Naaaa, bei was warst du gerade?

Bei „Ach so ein Glück!“ oder bei „Oh nein, so ein Unglück“?

Wenn du dir diese Geschichte wirklich reinziehst, erkennst du sehr leicht, dass die eigenen Urteile, die du aus einem sehr kleinen Blickwinkel und kurzen Zeitspannen heraus gefällt hast, sich sehr leicht wieder relativieren lassen.

Die Lehre vom abhängigen Entstehen

Alles, was passiert, wirkt sich wieder auf das aus, was danach folgt. Das nennt man in der buddhistischen Ethik das „abhängige Entstehen“. Nichts existiert allein aus sich heraus ohne Vorgeschichte.

Wenn du herausfinden willst, wie sich eine Entscheidung, die du heute triffst, in der Zukunft auswirken wird, solltest du sie systemisch durchleuchten. Dazu brauchst du einen sehr weiten Blickwinkel. Du solltest mit einer Analyse deiner Optionen beginnen und dabei verschiedenen Ebenen – die rationale und die emotionale, und zwar sowohl bei dir als auch bei anderen – einbeziehen. Dann kannst du in einer systemischen Aufstellung die einzelnen Aspekte noch einmal nachspüren und gewichten. Das ist sehr klärend.

Deinen Entscheidungen folgt deine Entwicklung

Bis zu einem gewissen Punkt kannst du künftige Entwicklung vorwegnehmen. Denn alles hat wieder etwas anderes zur Folge. Dadurch entsteht ein ganz bestimmter Weg, je nachdem, welche Entscheidung du aktuell triffst. Und dieser Weg wirft quasi seine Schatten oder sein Licht voraus. Um das sehen zu können brauchst du innere Klarheit.

Wie entsteht denn nun innere Klarheit

Wenn du an deinen Emotionen anhaftest, vernebelst du dir schon deinen Blick. Klar entscheiden kannst du erst, wenn du innerlich Distanz gewinnst. Dann kannst du deine Optionen betrachten und besser abwägen, welche Wirkung du jeweils damit in der Welt erzeugst. Wenn du in dir Sicherheit hast, kannst du auch angstfrei an die Umsetzung gehen. Denn wenn du dir sicher bist, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast, kommst du mit Hindernissen und Schwierigkeiten besser zurecht. Du lässt dich weniger verunsichern.

Systemaufstellungen helfen, um Klarheit zu gewinnen

Du kannst all diese Aspekte und Ebenen in einer systemischen Aufstellung abbilden und dann auch eine gewisse Entwicklungsstrecke voraussehen. Naja, vielleicht auch eher spüren, denn eine Aufstellung ist eine sehr intuitive Arbeit. Sie hilft dir, deine Optionen von Emotionen – zum Beispiel von Ängsten – zu befreien. Denn erst danach kannst du wirklich gut entscheiden. Entscheidungen, die Ängste oder auch starke Emotionen wie Wut zur Grundlage haben, sind erfahrungsgemäß nicht gerade die besten.

Wichtig ist auch, dass du ethische Aspekte mit einbeziehst. Der Mensch ist nämlich von Natur aus ein ethisches Wesen. Wenn du anderen Kummer und Schmerz zufügst, registriert dein Unterbewusstsein das. Und auf einer tiefen Ebene gibt es keine Unterscheidungen zwischen anderen Menschen und dir selber. Wenn dieser Schmerz dann irgendwann an die Oberfläche und in dein Bewusstsein dringt, leidest du. Woran auch immer du dieses Leid dann aktuell festmachst, die Samen dafür hast du vorher selber in deinen Geist gelegt…

Nichts gibt es umsonst. Wenn du deinen Erfolg auf dem Schaden von anderen aufbaust, wird deine Freude daran nicht lange halten. Auch solche längerfristigen Entwicklungen lassen sich in Systemaufstellungen gut abbilden.

Also entscheide klug und ethisch. Und lass dich unterstützen. Ich bin gern für dich da.

Hanne Demel

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Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Was ist eigentlich ein „Mindguide“

„Mind“ steht für „Geist“, also das Mentale in uns. Guide ist der Führer. Wenn du einen guten Führer für deinem eigenen Geist hast, kann er dir helfen, für dich persönlich schwierige Situationen zu lösen. Sicher hast du schon Menschen getroffen, die sich selber sehr gut im Griff haben, oder? Was glaubst du, woran das liegt? Und wie geht das?

Ohne Aufmerksamkeit ist alles nix…

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur Veränderung. Dein Gehirn kann immer nur kleine Ausschnitte dessen aufnehmen, was „da draußen“ passiert. Das ist so, als wenn ein Stroboskop Lichtblitze tackert und dabei immer nur Bruchteile einer Bewegung beleuchtet.

Dabei entstehen Lücken im Gehirn

Naja, sagen wir mal lieber, Lücken in der Wahrnehmung. Es gibt keinen Nonstop-Input, damit wäre deine Reizverarbeitung heillos überfordert.

Diese Lücken bemerkst du aber nicht, denn dein Gehirn ergänzt sie mit deinen schon vorhandenen Erfahrungen. Deine aktuelle Wahrnehmung wird also auch von intern gespeist. Dabei füllt dein Gehirn die Lücken einfach auf. So erlebst du einen kontinuierlichen Ablauf, der sich seeeehr real anfühlt.

Doch genau durch diese internen Ergänzungen kann es passieren, dass zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und sich dann zu streiten beginnen. Du siehst, worauf das hinausläuft? Es gibt kein absolutes Recht haben. Alles hängt von deiner Aufmerksamkeit ab. Und von deinen Vorerfahrungen, die du im „limbischen System“ deines Gehirns abgespeichert hast.

So war’s zum Beispiel auch bei Karl und Gustav…

Es war ein regnerischer Tag mit dunklen Wolken. Die rissen jedoch immer wieder auf und dann brach die strahlend helle Sonne durch. Der Tag war also gleichermaßen regnerisch wie sonnig.

Zwei Brüder, Karl und Gustav saßen im Zimmer und waren sehr vertieft in ihre Bücher. Sie schauten beide immer wieder mal aus dem Fenster, um die Augen zu entspannen. Doch in unterschiedlichen Momenten.

Karl sah dabei häufiger, wie die Sonne strahlend hell durch die Wolken brach und alles hell erleuchtet. Er hätte das Buch beinahe weggelegt und wäre nach draußen gelaufen. Tat er aber nicht.

Gustav aber sah öfter die trübe dunkle Wetterlage und den leichten Regenschauer. Gustav fröstelte und war froh, nicht vor die Tür zu müssen. Er blieb sehr gern in der warmen Bude.

Am nächsten Tag bedauerte Karl, dass er an diesem herrlichen Sonnentag nicht rausgegangen war. Gustav jedoch erwiderte, dass dieser trübe Regentag ja wohl sch… gewesen wäre. Er wäre froh, gewesen nicht vor die Tür zu müssen.

Und so gab eins das andere. Sie kamen in Streit. Warum? Weil jeder seine Wahrnehmung mit der ihm an der wahrscheinlichsten erscheinenden Annahme ergänzt hatte. Und jeder dachte, er hätte Recht. Wie das bei Brüdern halt manchmal so ist…

Warum also ist ein Mindguide hilfreich

Es kommt immer darauf an, welcher Reiz im Gehirn ankommt und wie er intern bewertet und ergänzt wird. Und genau da setzt ein Mindguide an. Er lenkt deine Aufmerksamkeit auf die Punkte in deinem Leben, die dein Handeln und dein Lebensgefühl verändern können. Er hilft dir, deine Wahrnehmung mit positiven Momenten und Erfahrungen zu ergänzen. Er führt dich raus aus einem Teufelskreis, denn:

  1. Deine Wahrnehmung erzeugt deine Gedanken.
  2. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle.
  3. Deine Gefühle lenken dein Handeln.
  4. Dein Handeln erzeugt Resonanz im Außen.
  5. Diese Resonanz nimmst du wieder wahr…

Nur du allein kannst das durchbrechen, indem du deine Aufmerksamkeit lenkst. Der Mindguide hilft dir beim Lenken, denn er zeigt mit dem Finger auf das, was entscheidend deine Wahrnehmung prägt.

Im Grunde hast du es jederzeit in der Hand, ob du dich gut oder schlecht fühlst. Ob du in einen Streit einsteigst oder nicht. Ob du misstrauisch wirst oder nicht.

Selbst wenn du einen Anlass hättest, in die Luft zu gehen, könntest du dennoch auf viele verschiedene Weisen reagieren.

Reiz und Reaktion sind zwei Paar Schuhe

Anlass ist der Außenreiz. Die Reaktion aber findet in dir statt. Tief in deinem Inneren entscheidet dein Unterbewusstsein, wie du reagierst. Das merkst du gar nicht.

Das Gesetz des Stärkeren

Es herrscht im Unterbewusstsein. Und stärker ist immer das, was unangenehme Gefühle in dir auslöst. Solche Erfahrungen werden umso intensiver gespeichert. Das dient der Prävention, denn daraus bastelt dein System Überlebensmechanismen. Die steuern von da an dein Verhalten, selbst wenn die Situation gar nicht so bedrohlich ist wie die ursprüngliche. In der Regel ist dir aber nicht bewusst, dass du gerade „alte“ Verhaltensmuster abrufst.

Wenn dich zum Beispiel jemand anschreit, ziehst du unwillkürlich den Kopf ein und wirst still. Oder du baust dich auf und schreist sofort zurück. Je nachdem, wie du das früher bereits getan hast. Deine Reaktion gehört zu deinem Überlebensmuster. Es wird durch das Schreien angetriggert. Du rufst dieses Verhalten ab, ohne über das „Warum“ nachzudenken.

Das Frühwarnsystem im Gehirn

Entscheidend für deine Reaktionen ist das limbische System. Es gleicht ununterbrochen die Außenreize, die bei dir ankommen, mit deinen früheren Erfahrungen ab. Ähnelt sich etwas, schlägt es sofort Alarm. Und befeuert damit die instinktiven Reaktionen.

Es ist also eine Art Frühwarnsystem, das blitzschnell reagiert. Du benutzt dabei alte Überlebensmuster. Die sind oftmals aber nicht die besten Reaktionsmuster für die aktuelle Situation.

Automatismen sind nicht das Gelbe vom Ei

Doch um an diesen Automatismen etwas zu verändern, brauchst du Aufmerksamkeit. Du musst beobachten, was passiert. Du brauchst innere Distanz zu den Dingen. Diese innere Distanz schenkt dir nämlich auch Zeit. Und Zeit ist in diesem Fall enorm wertvoll. Nun kannst du NACHDENKEN und deine Reaktionen überdenken und anpassen. Das geschieht in einem völlig anderen Teil deines Gehirns. Nur dort kommst du aus deinen Reflexen heraus und kannst Neues ausprobieren und lernen. Du kannst bewusst überlegen, welches Verhalten dir aktuell den größten Gewinn bringt. Du kannst bewusst dein Überleben sichern, ohne dass das deine antrainierten Reflexe übernehmen müssen.

Emotionen sind nett, wenn du sie hast, aber nicht, wenn sie dich haben

Wenn du so deinen Geist lenken lernst, gewinnst du eine unglaublich große Bandbreite an Verhaltensmöglichkeiten. Vor allem kommst du in die Lage, deine Emotionen zu steuern.

Die innerliche Distanz zu all dem, was geschieht, ist keine Entfremdung oder Gleichgültigkeit. Sie entsteht einfach dadurch, dass du dich selber beobachtest und reflektierst.

Das Timing entscheidet

Mit der Zeit kannst du immer früher regulierend eingreifen. Ohne innere Distanz überrollt dich deine Wahrnehmung und du reagierst wie ein Ertrinkender, der im Wasser um sich schlägt. Ein versierter Schwimmer hingegen weiß, wo Strömungen auf ihn lauern, die ihn mitreißen könnten, wann er paddeln muss und wann er sich treiben lassen sollte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch die unbewussten reflexhaften Reaktionen haben ihre Daseinsberechtigung und sind in Notsituationen höchst sinnvoll. Doch in der Regel nicht in sozialen Interaktionen und in emotionalen Situationen.

Ein Mindguide hilft dir, diese innere Distanz zu finden. Er hilft dir vor allem, an den richtigen Stellen achtsam zu sein. Diese Achtsamkeit entwickelt sich nicht von allein. Sie braucht stetige Erinnerungshilfen. Der Mindguide gibt dir diese Erinnerungshilfen. Er lenkt dein Augenmerk auf die Stellen in deinem Leben, die für Entwicklung und Veränderung entscheidend sind. Mit ihm bekommst du regelmäßige Impulse, die dir eine Spur legen, in der du sicher entlanggehen kannst.

Willst du einen Mindguide?

Wenn du Interesse hast, dann melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch. Wir eruieren deinen persönlichen Mindguide und legen die Spur. Und dann kann’s losgehen. Ich unterstütze dich und gehe wöchentlich mit dir den nächsten Schritt.

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Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Bild: Pixabay skeeze

Wenn Mitgefühl unerreichbar scheint

Vor einer Weile habe ich mit Kurt, einem Abteilungsleiter in einem größeren mittelständischen Unternehmen, gearbeitet. Eine seiner Mitarbeiterinnen ging ihm so richtig auf den Keks. Er fand ihr Verhalten extrem zickig und unkollegial. Das tägliche Zusammentreffen mit ihr verursachte Kurt deshalb zunehmend Bauchschmerzen und Wut.

Nun war Kurt aber ein sehr ethisch orientierter Mensch, der Werte wie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sehr hoch ansiedelte. Er hatte außerdem den Wunsch, alle seine Mitarbeiter gleich zu behandeln. Aber mit jedem Tag hatte er mehr Mühe, Ruhe zu bewahren. Sein Zorn puffte ihm schließlich aus allen Poren.

Kennst du so eine Situation vielleicht auch? Ein Mensch löst in dir Abneigung und Wut aus. Und du fragst dich: Mitgefühl? Was ist das?

Weißt du, woran das liegen kann?

Der Wunsch, helfen zu wollen, hat seine Schattenseiten

Bei vielen Menschen ist der Wunsch, zu helfen, ein unbewusster innerer Zwang. Er bedient nämlich ein Überlebensmuster aus der Kindheit.

Es bildet sich heraus, wenn Kinder auf die eine oder andere Weise auf ihre Eltern „achtgeben“. Zum Beispiel, wenn sie die Eltern unklar, schwach oder belastet erleben. Sie versuchen dann, ihre Eltern zu unterstützen und ihnen über ihre altersgemäßen Fähigkeiten hinaus zu helfen.

Das innere Muster „ich muss helfen“

Es springt an, sobald jemand auftaucht, der hilfsbedürftig ist. So auch bei Kurt. Er fühlte sich irgendwie zuständig. Doch er konnte diese Mitarbeiterin nicht zu einem besseren Umgang mit anderen bewegen. Dadurch wuchs seine eigene Hilflosigkeit und sein Frust.

Wut schafft Abhilfe

Kurt schützte sich vor diesem Gefühlkonglomerat, indem er seine Wut kultivierte. Sein Mitgefühl schickte er damit in die Wüste. Denn das hätte seine Coping-Strategie gestört.

Die Wut half ihm dabei, innerlich Abstand zu halten. Auch wenn’s noch nicht der Weisheit letzter Schluss war, ging’s ihm damit irgendwie besser.

Verhaltensmuster verändern

Als wir seine tieferliegenden persönlichen Strukturen einbezogen, wurde Kurt klar, dass er innerlich zu wenig Abstand von seiner Mitarbeiterin hatte. Ihre zickige Hilflosigkeit hatte in ihm eine ungute und unbewusste Nähe erzeugt. Der früh gelernte Zwang, helfen zu müssen, war unbemerkt in den Vordergrund getreten.

Ab da fiel es ihm leichter, mit der Mitarbeiterin umzugehen. Er konnte innerlich mehr Abstand zu ihr halten und sprang nicht mehr unbewusst auf ihr Verhalten an. Er fühlte sich erleichtert. Vor allem aber entstand in ihm auch ein sehr klares und reines Mitgefühl, das ihn selbst überraschte.

Probier doch mal aus

Härte und Wut ist immer ein Selbstschutz. Nach dem Motto „besser wütend als hilflos“. Wenn du also nächstes Mal wütend auf jemand bist, prüf doch mal, wie nah du dich innerlich fühlst. Wenn da sehr wenig Distanz ist, erlaube dir, innerlich mehr Abstand zu nehmen. Lass die Verantwortung für die Auswirkungen seines Verhaltens bewusst beim anderen.

Wie fühlst du dich jetzt? Wie hat das gewirkt? Schreibst du’s hier in den Kommentar?

Selbstreflexion ist das mächtigste Tool für die eigene Entwicklung

Es gibt viele verschiedene tiefliegende Ursachen für Gefühle und Verhalten. Du kannst daran mit einem tiefgründigen Coaching einfacher und schneller etwas verändern, Hanne. Und es ist nachhaltiger, als wenn du’s allein versuchst.

Also melde dich, wenn ich dir irgendwo helfen kann! Und bleib gelassen, indem du dir deine Muster bewusst machst!

Deine Hanne Demel

 

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Muffensausen und mulmige Gefühle im Business loswerden

Muffensausen und mulmige Gefühle im Business loswerden

Zeichnung Hanne Demel

Hand aufs Herz – auch du kennst „Muffensausen“, wie man hier bei uns sagt, oder? Wenn du ein mulmiges Gefühl oder sogar Angst hast vor irgendwas? Wenn dir irgendetwas super unangenehm ist? Zum Beispiel wenn du Mitarbeiter entlassen musst? Ein mulmiges Gefühl kann ich übrigens nicht besonders gut leiden. Du vermutlich auch nicht… Und wenn du dein Unternehmen führst, kannst und willst du sicher auch nicht zeigen, dass du dich gerade so fühlst, oder? Was also tun?

Muffensausen im Business entsteht durch Stress

Wenn du in eine schwierige Situation kommst, entscheidet dein inneres Bewertungssystem, ob du ausreichend Ressourcen und Möglichkeiten hast, um mit der Situation gut umzugehen. Wenn diese Prüfung negativ ausfällt, entsteht Stress. Negativer Stress, auch Distress genannt. Dann werden Stresshormone in deinem Körper ausgeschüttet, um eine Flucht- oder Angriffsreaktion vorzubereiten. Das Gefühl, das diese Stressreaktion begleitet, ist oft Angst, denn du fühlst dich der Situation mulmig, hilflos oder gar ausgeliefert.

Es gibt aber ein spannendes Phänomen: In dem Moment, wo du aktiv etwas tun kannst, verringern sich Angstgefühle. Sie werden dann quasi nicht gebraucht. Es gibt ein paar Menschen, die einen Flugzeugabsturz überlebt haben. Von einem habe ich mal einen Bericht gelesen. Nach eigenen Aussagen hatte er keinerlei Angstgefühle, weil er an der Tür saß und die Aufgabe hatte, einen Hebel umzulegen, der die Tür öffnen würde, sobald sie „unten“ waren. Er konzentrierte sich so sehr darauf, diese Aufgabe richtig auszuführen, dass für Angstgefühle kein Platz mehr war in seinem Geist.

Was also kannst du tun, wenn du ein unangenehmes aber wichtiges Kundengespräch vor dir hast oder wenn du vor Menschen sprechen sollst, die dir weiche Knie machen?

 

Fünf Strategien, mit denen du Muffensausen und mulmige Gefühle reduzieren kannst:

1. Ablenkung:

Deine Gefühle folgen deinem Denken. Was geht dir im Kopf herum? Vieles von dem, was ein mulmiges Gefühl auslösen kann, ist allein im Kopf, nicht „draußen“ in der „Realität“. Schaffe in dir also eine andere Realität, indem du an etwas anderes denkst oder indem du bewusst auf einen guten Ausgang vertraust. Stell dir einfach vor, wie es wäre, wenn alles glatt laufen würde.

2. Konfrontation:

Schau mal ganz genau hin, was es wirklich ist, das dir eigentlich Muffensausen macht. Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte? Und wie würdest du damit umgehen, wenn notwendig? Oft ist das Schlimmste, das passieren kann, gar nicht soooo schlimm, wenn du dir schon vorher Plan B und sogar Plan C überlegt hast. Hauptsache, du hast immer eine Möglichkeit, zu handeln. Oftmals ist es auch nur die Angst vor einer Ablehnung. Dann mach dir bewusst, dass der andere deine Produkte oder deine Dienstleistung ablehnt, nicht aber dich als Person.

3. Schritte neu planen:

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, das dir eigentlich Angst macht, dann schau mal auf deine Schritte dorthin. Sind sie vielleicht zu groß? Schwingt in dir ein Gefühl von überfordert sein mit? Wenn du so etwas entdeckst, dann teile deine einzelnen Schritte nochmal in kleinere Teilschritte. Erlaube dir mehr Zeit, um es zu erreichen. Verändere etwas. Es kann eine Kleinigkeit sein, die eine große Wirkung hat.

Nur wenn deine Schritte klein genug sind, kannst du ohne Furcht vorwärts gehen ohne Angst, auf die Nase zu fallen.

4. Dankbarkeit:

Dankbar zu sein bringt dich auf ein ganz anderes Gefühlslevel. Es öffnet deinen Geist und aktiviert deine Ressourcen. Und zwar die, die nicht aus deinem Ego und der Anhaftung an dich selbst kommen. Wenn du dankbar bist, ist dein Geist auf andere gerichtet. Du nimmst das Gute wahr, das von außen auf dich zukommt. Du siehst die Menschen, die dir gut tun. Die dich unterstützen. Das alles gibt dir Sicherheit. Dadurch aktivierst du einen Mechanismus in dir, der auch etwas Gutes geben will. Das ist ein natürlicher Prozess, der oft unbewusst abläuft.

Dein Ego wird „kleiner“, wenn du auf andere schaust. Deshalb brauchst du dich auch nicht zu verteidigen. Wenn dein Ego klein ist, vergibst du dir nichts dabei, einen Fehler einzugestehen. Oder dich zu entschuldigen, wenn du etwas falsch gemacht hast. Denn du brichst dir keinen Zacken aus der Krone damit.

Mit dieser Haltung gibt es viel weniger Angriffsfläche für all das, was dir ein mulmiges Gefühl verursacht. Krass gesagt: wo kein Ego da auch keine Angst…

5. Meditation:

Dein Geist braucht Ruhe und Weite, um Angst loslassen zu können. Die Meditation unterstützt dich dabei, nicht an deinen Gedanken und Gefühlen anzuhaften. Sie schenkt dir Sicherheit und löst mulmige Gefühle auf. Mit einem offenen Geist findest du ganz andere Lösungen, als wenn du engstirnig an etwas festhältst.

In der tiefen Ruhe einer guten Meditation lässt du all deine Gedanken weiterziehen so wie sie aufgetaucht sind. Du achtest zum Beispiel lediglich auf deinen Atem.

Wenn etwas auftaucht, das dein Denken verengt und dir Muffensausen verursacht, sag dir selbst „darum kümmere ich mich, wenn die Zeit dafür reif ist, nicht jetzt“. Nun spüre, was in dir passiert. Wie fühlst du dich?

 

Bitte schreibe mir eine Mail oder hinterlasse einen Kommentar hier im Blog. Was hat funktioniert? Wie hast du’s umgesetzt? Ich bin sehr gespannt.

 

Wenn du unangenehme Gefühle nicht so einfach auflösen kannst, dann ruf mich an. Ich helfe dir in kürzester Zeit, Muffensausen loszuwerden und innere Ruhe und Sicherheit zu finden. Das ist meine Spezialität.

 

Melde dich für ein Blitzcoaching: 0931 – 2 90 71 

Hanne Demel

 

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Schlechte Laune: Warum du deine Gefühle steuern solltest

Schlechte Laune: Warum du deine Gefühle steuern solltest

Foto: Armin Kümmert

Er machte ein so griesgrämiges Gesicht, dass ich sofort richtig schlechte Laune bekam. Ich verlor auch gleich die Lust an meiner Arbeit. Das ist fürs Unternehmen aber kontraproduktiv.

Als ich dann weiter drüber nachdachte, erinnerte ich mich, dass ich auch schon vor dieser Begegnung etwas schlechte Laune gehabt hatte. Und dann erinnerte ich mich, dass ich an diesem Tag bereits mehreren äußerst griesgrämigen Leuten begegnet war.

Mir kam das Buch von Paul Ekman: „Gefühle lesen“ in den Sinn. Ich hatte es vor kurzem gelesen. Also fragte ich mich, was zuerst da war. Meine schlechte Laune oder die griesgrämigen Gesichter um mich herum.

Gefühle steuern ist wichtig wegen dem Negativ-Effekt

Kennst du diesen Effekt? Deine eigenen Emotionen sind entscheidend für die Bewertung deiner Umwelt. Sie dienen quasi als Teppich, auf dem du deine Wahrnehmung ausbreitest. Und nicht nur das. Dieser Teppich ist die Basis für deine Urteile über andere. Du fällst sie in der Regel so, dass sie deine eigenen Emotionen bestätigen und bestärken. Du lieferst dir damit selbst den Anlass und die Rechtfertigung für deine eigene Gefühlslage.

In der Regel überschattet ein aktuelles Gefühl alle anderen Gefühlsfacetten. Du empfindest kaum mehr andere Gefühle. Deshalb wird auch deine Wahrnehmung davon eingetrübt. Ein Beispiel: Wenn du schlechte Laune hast, triffst du kaum Leute, die gute Laune haben. Und wenn doch, dann empfindest du sie eher albern, überzogen oder unecht. Als wenn es nicht sein könnte, dass andere gut drauf sind.

Unterstellungen sind inbegriffen

Dabei bewertest du auch „neutrale“ Inhalte nach deiner Gefühlslage. Zum Beispiel sagt jemand zu dir: „Das muss fertig werden!“ Wenn du dich gestresst fühlst, hörst du darin sofort einen Vorwurf an dich. Wenn du dich unsicher fühlst, hörst du eine Abwertung. Wenn du dich fröhlich fühlst, hörst du eine Aufforderung. Und so weiter.

Das bedeutet, du kannst dir nie hundertprozentig sicher sein, wie jemand etwas meint. Und deshalb brauchst du auch nie darauf bestehen, Recht zu haben. Denn:

  • Deine Gefühle sind deine Bewertungen.
  • Deine Bewertungen sind deine Wahrnehmung und dein Denken.
  • Deine Wahrnehmung und dein Denken bestimmen dein Verhalten.
  • Dein Verhalten ist dein „Karma“ und letztendlich dein Schicksal.

Das eigene „Karma“ verändern und Gefühle steuern

In der buddhistischen Ethik sprich man davon „Karma aufzulösen“. Was heißt das eigentlich? Es bedeutet, deine Gewohnheiten im Denken und Fühlen zu verändern. Und zwar mit folgenden Schritten:

  • Räume immer ein, dass du auch falsch liegen könntest in deiner Interpretation.
  • Prüfe deine eigene Gefühlslage immer wieder, bis es zur Gewohnheit geworden ist.
  • Probiere aus, bewusst umzuinterpretieren und erweitere deinen Rahmen somit Stück für Stück.
  • Suche dir aktiv täglich etwas, das dich in gute Stimmung versetzt.
  • Sprich freundlich mit dir selbst.

Bewusstsein ist die Basis für Veränderungen in deinem Leben. Du hast es immer selbst in der Hand, wohin du dich entwickelst. Wie sich dein Unternehmen entwickelt. Wie deine Mitarbeiter „sich fühlen“. Und vieles mehr.

Bleib dran und freu dich deines Lebens. Das wünsch ich dir von Herzen.

Deine Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Emotionales Management für Unternehmer, Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments
Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Foto: Irmgard Guder

Negatives Sprechen hat negative Auswirkungen auf alle beteiligten Ohren…

„Ab in die Wüste“ sagt sich eine Freundin von mir fast jedes Jahr und bucht eine Reise in den Sand. Und jedesmal schwärmt sie dann von der Weite, der Ruhe und der Entschleunigung, die sie dort erfährt. Sie sieht immer wieder sehr entspannt aus, wenn sie zurückkommt.

Doch neulich war das nicht so.Weder schwärmte sie noch sah sie erholt aus. Ihren Erzählungen zufolge waren einige Mitwanderer in dieser Reisegruppe nicht so harmonisch und kompatibel miteinander wie sonst. Drei Teilnehmer hatten sich besonders zusammengerottet und zugleich von den anderen abgekapselt.

Das hat die ganze Gruppendynamik aus der Balance geworfen und meine Freundin fühlte sich teilweise ziemlich ausgeschlossen.

Der Zusammenhalt der Sippe war früher überlebensnotwendig

Früher konnten sich die Menschen das gar nicht leisten, nicht aufeinander Rücksicht zu nehmen oder sich aufeinander zu beziehen. Die Zugehörigkeit zur Sippe war überlebensnotwendig. Heute dagegen ist Individualismus und Eigenständigkeit einer der wichtigsten Punkte in unserer Werteskala.

Auch heute hat ein Mangel an Zusammenhalt negative Auswirkungen

Die Herausforderung heute ist, menschliches Miteinander trotz Individualität und Vielfalt fürsorglich und warmherzig zu gestalten. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht wertschätzend miteinander kommunizieren, Kontakte abbrechen oder Informationen zurückhalten, bringt das enorme Unzufriedenheit, eine hohe Fehlzeitenquote und messbaren materiellen Verlust mit sich.

Erst kürzlich hörte ich von einem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter enorm viel Zeit damit verbringen, über den Chef zu lästern. Zugegebenermaßen würde diesem Chef ein Feinschliff in Sachen Kommunikation und Vorbildverhalten nicht schaden (vielleicht sollten ihn die Mitarbeiter auch mal in die Wüste schicken…).

Das Paradoxe beim Lästern…

…ist aber, dass es vor allem demjenigen schadet, der herzhaft über andere ablästert. Egal, ob ein Chef die Beschwerden verdient hat oder nicht.
Jedes einzelne Wort hat eine Wirkung auf den eigenen Körper und das eigene Energiesystem. Das lässt sich nachspüren über die eigenen Körperreaktionen auf einzelne Worte, Sätze, Situationen. Man nennt diese Körperreaktionen somatische Marker.

Das Unterbewusstsein hört mit

Negative Sprache hat immer einen negativen Einfluss auf einen selbst. Das Unterbewusstsein hört in jedem Augenblick mit und unterscheidet nicht zwischen dem eigenen Ich und den anderen. Mit einem „kinesiologischen Test“, mit dem der körpereigene Energiefluss gemessen wird, kann das ein erfahrener Therapeut sofort sichtbar und spürbar machen. Der sinkt nämlich sofort beim Lästern.

Wenn du also negative Gedanken hegst, steigt dein eigener Stresshormonspiegel, denn dein Gehirn unterscheidet nicht in der neuronalen Reaktion, ob du etwas wirklich erlebt, es nur gehört, beobachtet oder dir sogar nur ausgedacht hast.

Dieser Stresshormonspiegel ist ausschlaggebend für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Er sollte nicht zu hoch sein!

Achte auf eine gute Stimmung in deinem Unternehmen!

Du solltest als Unternehmer darauf achten, wie deine Mitarbeiter miteinander und übereinander sprechen. Daraus kannst du auch Rückschlüsse ziehen, wie Mitarbeiter über dich selbst sprechen. Es ist wichtig, eine Atmosphäre von Offenheit und Ehrlichkeit zu schaffen. Und wie machst du das am besten?
Indem du selbst offen und ehrlich bist! Denn als Unternehmer hast du durch die höhere Position automatisch eine Vorbildfunktion inne.

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, 8 comments