Klarheit

Nähe und Distanz im Business: Wieviel von was und warum?

Nähe und Distanz im Business: Wieviel von was und warum?

Das Thema Nähe und Distanz im Business war auch das Thema unseres Ethikstammtisches im April 2020.

Mitten in der Corona-Krise, so viele Leute sind zu Hause. Entweder im Home-Office oder gleich in Kurzarbeit. Da hat das Thema Nähe und Distanz im Business doch gleich eine völlig neue Bedeutung.

Wir diskutieren – natürlich online – über die Nähe in den verschiedenen Branchen. Doch Nähe ist nicht gleich Nähe. Ein Teilnehmer versteht unter Nähe einen sanften Umgang miteinander. Und nennt auch gleich eine Erklärung, warum diese Art von Nähe nicht funktioniert – zumindest nicht in seinem Unternehmen. „In der Baubranche braucht man klare Ansagen. Kurz, knackig, auf den Punkt“, sagt er. Da geht nix mit „drüber reden“ und „gewaltfreier Kommunikation“. Viele Mitarbeiter wollen geführt werden, und zwar klar und eindeutig.

Ist das jetzt Nähe oder Distanz, frage ich mich.

In Zeiten wie diesen ist eines klar: die Leute brauchen Sicherheit. Emotionen wie Angst und Verunsicherung, wie es weitergehen wird, bringen die Leute an ihre Grenzen. Und jeder, der verunsichert ist, ist froh über einen anderen Menschen, der ihm Sicherheit geben kann. Zum Beispiel, indem er eine klare Ansage macht. Und das ist nicht nur in der Baubranche so, denke ich.

Ist Distanz zugleich Nähe auf einer anderen Ebene?

Nähe entsteht durch Empathie und Mitgefühl. Und die kann sich auch in distanziertem Verhalten zeigen.

Wenn du als Unternehmer selber verunsichert bist oder dir zum Heulen zumute ist – mal krass gesprochen – dann bringt es in der Regel wenig, wenn du das deinen Mitarbeitern so ungeschminkt offenbarst. Denn damit nimmst du auch deiner Belegschaft den Halt und der Stress greift ungebremst um sich. Keinem ist dabei geholfen.

Ich weiß sehr gut, dass es sehr schwer ist, die eigene Befindlichkeit und die eigenen Vorlieben und Wünsche zurückzunehmen zum Wohl anderer. Doch damit beweist du innere Stärke und strahlst Sicherheit aus. Distanz schafft also auch Sicherheit. Und Sicherheit erzeugt wiederum Nähe. Also wieder nix Eindeutiges…

Als Führungskraft bist du allein!

Viele Unternehmer sagen mir immer wieder, dass sie die Mitarbeiter nicht wirklich an sich heranlassen. Je näher dir jemand ist, umso schwieriger kann es werden, deine Rolle als Führungskraft auszuüben. Stell dir vor, du fühlst dich emotional sehr stark mit jemandem verbunden und musst gleichzeitig zum Beispiel die Entscheidung treffen, ihn zu entlassen. Da sind schlaflose Nächte vorprogrammiert.

Nähe und Distanz ist also – so auch die Meinung der Teilnehmer am Ethikstammtisch – ein fortwährender Prozess. Keine statische Angelegenheit. Und auch keine, die man einmal für alle Zeiten entscheiden kann. Es braucht viel Fingerspitzengefühl für die einzelnen Menschen, die unterschiedlich gut mit Nähe und Distanz umgehen können. Der eine braucht mehr, der andere weniger.

Eine Teilnehmerin beschreibt das Prinzip der offenen Tür als ein hilfreiches Mittel. Auch wenn der folgende Vergleich eines anderen Teilnehmers etwas krass daherkommt, gibt er doch ein sehr gutes Bild zu diesem Prinzip: „Der Hund muss zu dir kommen, nicht du zum Hund. Nur dann erkennt er dich als Führungspersönlichkeit an und du kannst ihm Sicherheit geben.“

Na guuut, denke ich. Das Bild stimmt, aber verallgemeinern würde ich das nicht unbedingt. Es gibt sicher genug Situationen, in denen es eine gute Wirkung hat, wenn du als Unternehmer aktiv auf deine Mitarbeiter zugehst. Das zeigt auch wieder Interesse und Wertschätzung. Also du siehst, auch hier braucht es Fingerspitzengefühl.

Und dann kommt eine Aussage, die ich sehr spannend finde:

Zur Situation braucht es Distanz, zu sich selber und der eigenen Befindlichkeit Nähe!

Diese Mischung bringt Erfolg. Als Unternehmer weißt du genau, wie sich das anfühlt. Stimmt’s? Wenn du mit deinen eigenen Gefühlen und Befindlichkeiten im Kontakt bist, dann projizierst du sie nicht so leicht nach draußen. Das hilft dir, klarer zu handeln. Und klares Handeln wiederum erzeugt sehr viel Nähe, weil du andere Menschen besser verstehst. Wenn du verstehst, weshalb deine Mitarbeiter gerade so und nicht anders handeln, weißt du genau, wo du anpacken und wie du sie ansprechen musst. Und das – genau! – bringt wiederum Nähe. Auf eine gute Art. Zwischen Unternehmer und Mitarbeitern.

Danke für die wunderbare Diskussion um dieses sehr komplexe Thema.

Posted by Hanne Demel in Ethikstammtisch für emotionales Management, Führung, 0 comments
Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Zeichnung: Hanne Demel

Stressabbau im Alltag: Warum du Gleichmut brauchst statt Gleichgültigkeit

Viele Menschen begegnen dem Stress im Arbeitsalltag nach einiger Zeit mit Gleichgültigkeit. Sie kündigen quasi innerlich. Doch damit geht’s ihnen nicht besser. Im Gegenteil.
Gleichgültigkeit ist eine Form von stiller Aggression und Abwertung. Sie entspringt einem Geist der Härte und des Getrenntseins. Gleichgültigkeit verletzt andere Menschen, denn wahrgenommen zu werden und wichtig zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Stress im Arbeitsalltag mit Gleichmut auflösen

Gleichmut ist etwas völlig anderes. Es ist ein unerschütterlicher Geist, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das japanische Wort für diesen unerschütterlichen Geist ist übrigens Fudoshin. In diesem Geisteszustand hast du inneren Raum und haftest an nichts wirklich an. Du verurteilst nichts, sondern behältst deine Mitte und deine Stabilität. Du bist voller Mitgefühl. Du schneidest nichts ab sondern bleibst im Kontakt. Zugleich hältst du innerlich ausreichend Distanz, um deine emotionalen Reaktionen im Griff zu behalten und zu lenken.

Warum verwechseln dann so viele Leute das Wort Gleichmut mit Gleichgültigkeit?

Das Wort Gleichmut wird vor allem in der buddhistischen Ethik benutzt. Es ist für uns „Westler“ noch immer etwas ungewohnt. Doch es gibt auch andere Worte, die diesen inneren Zustand der Verbindung und des Mitgefühls beschreiben: innere Distanz, innerer Friede, Unerschütterlichkeit, innere Ruhe…
Doch warum schreibe ich darüber?

Ich möchte dir ein paar Möglichkeiten zeigen, Gleichmut zu entwickeln

Denn Gleichmut erzeugt Klarheit. So kannst du die schwierigsten Situationen in deinem Unternehmen meistern.

  • Du bist dann in der Lage, einen stressigen Unternehmeralltag zu bewältigen ohne dass dein Blutdruck steigt oder du Tourett kriegst.
  • Du kannst klare Entscheidungen treffen, ohne sie hinterher zu bereuen.
  • Du kannst Konflikte lösen, ohne die Axt auszupacken.
  • Du führst deine Mitarbeiter mit deiner klaren Ausstrahlung und nicht mit dem Holzhammer…

Gleichmut entsteht immer dann, wenn du es schaffst, innerlich Distanz herzustellen und zugleich dein Mitgefühl zu aktivieren. Mitgefühl hält die Verbindung und hilft dir, im Kontakt zu bleiben.

Deshalb probier mal folgendes aus:

  • Aktiviere in dir ein sehr warmes und herzliches Gefühl, zum Beispiel indem du an jemanden denkst, den du sehr gern magst.
  • Nun spüre, was in deinem Körper passiert. Was fühlst du? Wie ist dein Atem? Wie schlägt dein Herz? Welche Art von Entspannung spürst du im Körper? Gibt es ein Gefühl der Wärme irgendwo?
  • Nun stell dir vor, dein Leben zieht an deinem geistigen Auge vorbei, so als wenn du dich einmal um deine Achse drehst und dabei in alle deine Bereiche mal kurz reinschaust.
  • Versuche dabei, das Körpergefühl, das du gespürt hast, die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Lass deinen Atem langsam und entspannt fließen.
  • Wenn nun etwas vor deinem geistigen Auge auftaucht, das dieses Gefühl aus deinem Körper vertreibt, rücke dieses Bild innerlich etwas weiter von dir weg. So weit, bis du das schöne angenehme Gefühl wieder in dir spüren kannst.
  • Wenn etwas auftaucht, das dich so richtig aus der Ruhe bringt, dann dreh dich innerlich ein Stückchen davon weg. Lass es einfach „links liegen“ und hol dir dein angenehmes Gefühl zurück.

Geh so immer wieder durch alle Bereiche deines Unternehmens und rücke alles in die Distanz, in der du sowohl eine liebevolle Verbindung als auch inneren Abstand bewahren kannst. Du merkst das an dem entspannten Gefühl in dir, an deinem ruhigen, tiefen Atem und deiner angenehmen Körperspannung.

Wenn du Mitarbeiter hast, die unzufrieden sind und innerlich kündigen

Beobachte genauer, wo Unzufriedenheit und Frust sich ballen. Versuche, solche Bereiche zu entzerren, indem du innerlich Abstand nimmst und schaust, was bei diesen Mitarbeitern am hilfreichsten sein könnte. Das findest du nur mit innerer Distanz heraus. Wenn du keine Zeit oder keine Geduld dafür hast, dann unterstütze ich dich übrigens gerne. Denn es ist hilfreicher, Knackpunkte herauszufinden, BEVOR deine Mitarbeiter so viel Frust angesammelt haben, dass sie innerlich kündigen. Denn dann ist es sehr schwer, sie wieder zu motivieren.

Und wenn du selbst dich in Gleichmut übst, wirst du das auch ausstrahlen. Denn eine gleichmütige Haltung festigt sich mit der Zeit. Damit steigerst du deine Lebensqualität als Unternehmer ganz enorm. Und deine Mitarbeiter werden sich von deiner Ruhe anstecken lassen.

Ich kann dir übrigens auch meinen 5-Tage-Email-Kurs „Stressabbau im Alltag“ empfehlen. Er unterstützt dich weiter darin, Gleichmut und innere Ruhe zu entwickeln. Schau mal rein.

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, 3 comments
Hilfe, mein Kopf platzt!

Hilfe, mein Kopf platzt!

Foto iStock.com: castillodominici

 Vier edle Wahrheiten aus der buddhistischen Ethik: Was haben sie mit meinem Business zu tun?

Kennst du solche Tage, an denen du alles im Griff hast und es wie am Schnürchen läuft? Zufrieden lehnst du dich in deinem Stuhl zurück, hakst den letzten Punkt deiner ToDo-Liste ab und lächelst leise vor dich hin.

Tja, wenn’s von solchen Tagen doch mehr gäbe!

An den anderen Tagen höre ich meinen Posteingang förmlich nach Bearbeitung schreien. Meine ToDo-Listen werden länger statt kürzer. Gerade schraube ich auch noch schnell an einem kniffligen Stück html-Code, weil mein Programmierer nicht erreichbar ist. Jawohl, hat geklappt, aber zwischendrin klingelt dreimal das Telefon. Jedes Mal vergesse ich beinahe, woran ich gerade gearbeitet habe. Und die komplexeren Aufgaben türmen sich vor mir auf wie die Schneeberge vor einem Schneeschieber. Mein Kopf platzt gleich aus allen Nähten. Er dankt es mir, indem er anfängt, Dinge zu vergessen. Als erstes sind Namen dran. Die werden mal eben gelöscht. Dann breitet sich die Stress-Alzheimer weiter aus. Das bedeutet, ich werde auch noch langsamer, obwohl ich eigentlich Gas geben wollte. Das hab ich also davon.

Geht’s dir auch manchmal so?

Wie du vielleicht weißt, bin ich sehr stark mit der buddhistischen Ethik verbunden und praktiziere und lese täglich das Lotus-Sutra. Und da habe ich mir mal wieder die Vier edle Wahrheiten und den Achtfachen Pfad angeschaut. Sie können enorm helfen, den Kopf wieder frei zu bekommen.

Vier Edle Wahrheiten:

1. Edle Wahrheit:

Das Leben des Daseinskreislauf ist letztendlich leidvoll, denn das Dasein besteht aus Unvollständigkeit und Unvollkommenheit.

2. Edle Wahrheit: 

Jedes Leiden hat eine Ursache. Die Ursache des Leidens ist Anhaftung. Die Anhaftung entsteht aus Gier, Hass und Verblendung, also Unklarheit.

3. Edle Wahrheit: 

Es gibt einen Weg, Leiden zu beenden. Wenn die Ursachen erlöschen, erlischt das Leiden. Erkennt man also die jeweilige Ursache eines leidvollen Zustandes, dann kann man ihn beseitigen.

4. Edle Wahrheit:

Der Achtfache Pfad führt zur Befreiung aus dem Leiden, denn er beinhaltet Empfehlungen für korrektes Denken und Handeln, was die Anhaftung auflöst:

  • Rechtes Verständnis
  • Rechtes Denken
  • Rechte Rede
  • Rechte Handlung
  • Rechter Lebenserwerb
  • Rechte Anstrengung
  • Rechte Achtsamkeit
  • Rechte Konzentration

Und wie nützt mir das nun für mein Business?

Die 1. Edle Wahrheit: 
Alles, was ist, ist unvollständig und keinesfalls perfekt. Egal was ist, es wird immer zwei oder mehrere Seiten haben, es wird immer unvollständig bleiben. Es ist nicht möglich, jemals „fertig“ zu werden oder etwas absolut perfekt hinzubekommen. Das heißt, ich brauche auch gar nicht nach Perfektion zu streben. Das wird sowieso nix…  100 Prozent geben und mit 60 bis 80 Prozent Ergebnis zufrieden sein. Das sollte reichen, um Erfolg zu haben und glücklich zu sein! Mit „100 Prozent geben“ ist nun aber nicht gemeint, dass du dich bis zum Anschlag stressen und angespannt durch deinen Tag gehen sollst. 100 Prozent geben bedeutet, deine Aufmerksamkeit zu 100 Prozent auf die Sache zu richten, die du gerade erledigst. Und so machst du ein Ding nach dem anderen. Unterbrechungen solltest du entweder akzeptieren oder dafür zu sorgen, dass du nicht unterbrochen wirst. Verschwende keinen Gedanken an gestern oder morgen!

Die 2. Edle Wahrheit: 
Viele Menschen haben enorm hohe Ansprüche an sich selbst und dann auch an andere. Auch das ist eine Form der „Gier“ aus buddhistischer Sicht. Dahinter stehen persönliche Konzepte im Denken und Handeln. Sie bilden deine Persönlichkeit und sind auch für deine Erwartungen zuständig. Du hast diese Konzepte irgendwann gelernt. Das sind einfach sehr tief eingegrabene Gewohnheiten, die du normalerweise nicht hinterfragst. Sie bilden deine Sicht auf die Dinge. Dein Weltbild. Dein Lebensgefühl. Und gleichzeitig engen sie deinen Geist ein, ohne dass du das merkst. Ein enger Geist aber leidet schneller, zum Beispiel wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Stell dir also immer die Frage, ob das tatsächlich so sein muss, wie du dir das gerade denkst, und räume die Möglichkeit ein, dass es auch anders sein könnte. So kannst du die „Gier“ eines zu hohen Anspruchs leichter loslassen.

Die 3. Edle Wahrheit:
Um deine eigenen Konzepte und Handlungsmuster zu erkennen, die dir Stress bereiten, brauchst du Ruhe und Selbstreflexion. Ohne Selbstreflexion kannst du nichts in deinem Leben wirklich verändern. Das ist die Fähigkeit, die uns Menschen von den Tieren unterscheidet. Indem du dich selbst beobachtest und auch hinterfragst, lernst du etwas über deine inneren Strickmuster. Du weißt, warum du so und nicht anders tickst. Du kannst dich bewusst steuern. Du kannst vor allem Mitgefühl entwickeln, sowohl für dich selber als auch für andere. Damit hast du einen ungeheuren Schutz vor negativen Situationen oder negativen Menschen. Und auch vor eigener Negativität. Also stelle dir für deine Selbstreflexion folgende Fragen:

  • Welche Ansprüche habe ich tatsächlich an mich selbst?
  • Was erwarte ich von anderen?
  • Wie muss für mich die Welt sein, damit ich mich glücklich fühle?

Einige Beispiele für den Schneepflug und andere Gelegenheiten:

  • Wenn du den Anspruch hast, noch heute 30 Punkte von deiner To-Do-Liste abzuhaken, dann fühlst du dich am Abend schlecht, weil du nur 10 Haken hinbekommen hast. Dann nimm dir weniger vor.
  • Wenn du von deinem Partner – sei es im Geschäft oder privat – mehr Aufmerksamkeit erwartest und sie nicht bekommst, bist du enttäuscht oder ärgerlich. Dann schenke stattdessen ihm oder anderen Menschen mehr Aufmerksamkeit.
  • Wenn du immer wieder über etwas nachdenkst, das dich geärgert hat, dann versaust du dir dein eigenes Lebensgefühl. Also denke nur an Dinge, die dich freuen und für die du dankbar bist. Alles andere verbanne aus deinen Gedanken.
  • Alles – deine Sicht auf die Welt, dein Lebensgefühl, dein Glück oder Unglück – entsteht in dir selber und ist abhängig von dir. Deshalb kannst du – und nur du – es verändern. Ändere und reduziere deine Bedingungen und Erwartungen.

Aber welches Gegenmittel bringt mich denn dann aus dem Leiden heraus?

Die 4. Edle Wahrheit:

Das ist der Achtfache Pfad. Er beschreibt rechtes Denken und Handeln und die rechte Konzentration auf die richtigen Dinge.

Wenn du dich darauf konzentrierst, dankbar zu sein und Wertschätzung zu verschenken, erzeugst du in dir Zufriedenheit. Wenn du darauf achtest, mit anderen respektvoll umzugehen, erzeugt das Respekt. Wenn du darauf achtest, genau die Qualitäten im Umgang mit anderen an den Tag zu legen, die auch du dir wünschst, erzeugst du damit eine Resonanz da draußen. Mit der Zeit werden andere sich ähnlich verhalten. Und so weiter. Das ist ethisches und menschliches Verhalten. Das ist emotionales Management.

Also nochmal: Gib, was du dir wünscht! Wünschst du dir eine friedliche Welt, sei selber friedfertig. Wünschst du dir Aufmerksamkeit von anderen, wende dich anderen bewusster zu.

Diese Weisheit gibt es in allen Kulturen und Religionen. Da fällt mir ein Spruch ein, den mir schon meine Eltern beigebracht haben: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Im Umkehrschluss bedeutet er auch: „Und was du willst, das man dir tu, das füge allen andern zu…! 😉

Zusammenfassung: Tipps für einen freien Kopf

  • Reflektiere, woran du anhaftest und lass das los.
  • Sei dankbar.
  • Nimm dir bewusst Zeit für die Dinge!
  • Erlaube dir, dass du Grenzen hast.
  • Stelle dir immer wieder die Weite des blauen Meeres und des blauen Himmels vor und öffne deinen Geist. Lass dieses Gefühl der Weite in dich hineinströmen. Lass alle Gedanken, die auftauchen, einfach weiterziehen, so wie ein stetiger Fluss, der ins Meer fließt. Stell dir vor, dass all deine Konzepte und Erwartungen aus dir herausfließen und Leere hinterlassen. Räume in deinem Kopf auf. Dahinter entsteht tiefe Ruhe. In dieser Ruhe erholt sich dein gestresstes Gehirn und deine Gesichtszüge glätten sich wieder. Und dann fallen dir auch die Namen wieder ein… 😉
  • Sei der Mensch, von dem du glaubst, dass die Welt ihn dringend braucht!

So wirst du entspannt, friedlich, glücklich und voller Mitgefühl durch deinen Alltag gehen. Das wünsche ich dir von Herzen!

Wenn ich dich dabei unterstützen kann, deinen Kopf freizubekommen und dich leicht und klar zu fühlen, dann melde dich bei mir:

Schreib mir eine Mail!

Oder ruf mich an: 0931 – 2 90 71

 

Hanne Demel

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Mindguide-Coaching für Unternehmer

Mindguide-Coaching für Unternehmer

Emotionales Management braucht einen guten Mindguide

Mindguide-Coaching ist nicht reines Business-Coaching. Und das ist gut so. Denn der Erfolg eines Coachings ist abhängig von vielen Faktoren. Vor allem auch davon, ob dein Coach mit dir in die Tiefe gehen und Hintergründe deines Business-Themas erfassen kann, die in deiner Persönlichkeit liegen. Denn dann sind Veränderungen nachhaltiger und umfassender. Außerdem auch leichter umzusetzen und beizubehalten. Doch zunächst mal zu den Voraussetzungen für ein gutes Coaching:

  1. Dein Coach muss zu dir passen. Er muss dich verstehen können und vielleicht Erfahrungen gemacht haben, die du auch gemacht hast. Dann kann er auch gut mit dir FÜHLEN. Und nur dann kannst du dich wirklich gut öffnen und dein Thema anschauen.
  2. Du musst zu deinem Coach passen. Auch wenn dein Coach sich an dich anpassen kann, gibt es eine Ebene, die stimmen muss. Mir zum Beispiel ist eine ethisch und menschlich korrekte Haltung absolut wichtig. Ich würde mit niemandem arbeiten wollen, dem es darum geht, anderen zu schaden und möglichst viel für sich selbst rauszuholen. Damit könnte ich nicht gut umgehen und will es auch nicht. Es entspricht nicht meinen Werten. Meine Werte sind, anderen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu begegnen und zuverlässig zu sein.
  3. Dein Coach muss die passenden Methoden für dein Problem haben. Und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Je tiefergehend du mit ihm arbeiten möchtest, umso wichtiger ist es, dass dein Coach sattelfest ist und nicht unsicher wird. Das kommt mit der Zeit und der Erfahrung, die der Coach hat. Deshalb ist das Coaching bei einem sehr erfahrenen Coach auch sehr viel teurer als bei einem, der gerade anfängt. Du kannst mit ihm nämlich viel schneller in die Tiefe gehen, den Knackpunkt finden und etwas verändern. Das erspart dir viel Zeit.
  4. Vor allem wenn dein Thema eine emotionale Komponente hat, muss dein Coach die Logik der Psyche verstehen. Um dir helfen zu können, muss er deine Strukturen erkennen und den Hintergrund deines Fühlens und Verhaltens herausfinden. Er muss dein Unterbewusstsein ansprechen und mit ihm arbeiten. Das funktioniert nur, wenn er dir ganz viel Sicherheit und Vertrauen vermitteln kann. Deshalb braucht er selbst ein brillantes emotionales Management.

 

Viele Coaches gehen kognitiv an eine Fragestellung heran. Das ist hilfreich, wenn es Dinge zu sortieren gibt. Doch sobald dein Thema eine auch nur klitzekleine emotionale Färbung hat, reicht das Nachdenken über eine gute Lösung allein nicht mehr aus. Du kennst das sicher: du hast ein Problem und hast schon oft darüber nachgedacht. Theoretisch wäre dir klar, was zu tun ist. Aber du kannst es einfach nicht umsetzen. Irgendetwas hält dich immer wieder davon ab.

Dann ist es notwendig, tiefer in das Thema hineinzugehen und zu spüren, was im Hintergrund wirkt. Das ist immer ein „guter Grund“. Wenn er stark ist, dann kannst du dein Thema nicht lösen, ohne ihn einzubeziehen. Auch wenn du’s möchtest. Das ist wie Tauchen mit Schwimmreifen oder wie Eislaufen auf Rollschuhen.

 

Mindguide-Coaching – ein systemisches Coachingkonzept mit Power-Empathie

Wenn ich mit einem Kunden arbeite, helfe ich ihm dabei, seine eigene Persönlichkeit besser zu verstehen und anzunehmen. So kann er sich am besten neu ordnen und Lösungen auch umsetzen. Das ist emotionales Management. Es ist ein systemisches Coachingkonzept, das aus der Psychotherapie kommt und auf der ethischen Haltung von Power-Empathie, also Liebe und Mitgefühl, basiert. Nur mit Power-Empathie kannst du an deinem Verhalten wirklich etwas verändern. Denn wenn du nicht annimmst, was war, und mit Mitgefühl darauf schaust, gibt’s keine Veränderung. Und dann funktioniert auch keine Versöhnung. Die ist aber wichtig, damit was weitergehen kann. Damit werden die inneren Strukturen erst wieder beweglich. So als wenn ein eigefrorenes Herz erst wieder aufgetaut werden muss, damit es wieder schlagen kann. Und erst wenn es wieder schlägt, fließt das Blut erneut und ernährt alle Zellen. Erst dann passiert was. In dem Moment kannst du die verschiedenen Facetten deiner Persönlichkeit neu ordnen und deinen Unternehmensalltag gestalten.

Während eines Coachings suchen wir deshalb auch nach frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Unternehmensalltag auswirken. Frühere Verhaltensmuster waren irgendwann einmal sinnvoll, sind heute aber so nicht mehr notwendig. Da sie aber aus gutem Grund entstanden sind, lassen sie sich nicht so einfach verändern. Und schon gar nicht durch Nachdenken. Du musst tiefer schauen und vor allem fühlen. Erst dann verstehst du die Zusammenhänge und kannst entsprechend korrigieren.

 

Wie findest du den guten Grund heraus

Ich nutze im Coaching vor allem systemische Methoden wie zum Beispiel die systemische Aufstellungsarbeit. Oder auch hypnosystemische Intervention oder einfach Körperfeedback. Das sind alles Methoden, die auch in der Therapie eingesetzt werden. Die Psyche bleibt schließlich die Psyche, egal, ob du sie im Arbeitsumfeld oder im privaten Bereich betrachtest. Sie lässt sich in ihren tiefen Schichten nur durch Symbole und Bilder berühren. Auch eine bildhafte und gefühlvolle Sprache funktioniert. Auf jeden Fall muss der gute Grund und die dazugehörigen Gefühle ins Blickfeld rücken. Sonst verstehst du dein Problem zwar oberflächlich, kannst aber an deinem Verhalten und deinem Fühlen trotzdem nichts ändern. In der Tiefe steckt eigentlich immer noch mehr dahinter, als du denkst. Und das herauszufinden und die Information dann gut einzusetzen ist emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Meistens gibt es gegen eine Veränderung auch hartnäckigen inneren Widerstand. Daran kannst du sehen, dass in dir ein starker innerer Antreiber ist, der deinen guten Grund beschützt. Und der entsteht meistens aus Liebe und Verbundenheit. Und genau da liegt der Schlüssel. Wenn du diesen Widerstand mit Power-Empathie betrachtest, verstehst du seinen Zweck. Und erst dann kannst du die darin gebundene Power herauslösen und in eine neue Form bringen. Das hat nichts mit oberflächlichem positivem Denken zu tun. Dieser Akt funktioniert eben nur mit Power-Empathie und Mitgefühl. Denn die wirkt wie ein Katalysator für deine Veränderung.

Um dir selber auf die Spur zu kommen, brauchst du die richtige Atmosphäre. Nur dann kannst du eintauchen in deinen persönlichen Hintergrund. Voraussetzung dafür ist, dass du dich vollkommen angenommen fühlst. Diese absolute Annahme all dessen, was ist, gehört ja auch ganz grundsätzlich zu einem freudvollen und zufriedenen Lebensgefühl. Und im Coaching sorgt sie für eine wunderbare Basis für nachhaltige Veränderung. Im Coaching schaffe ich diese Atmosphäre durch meine eigene innere Haltung. Ich nehme an, was sich zeigt. Denn so kommen wir knackig auf den Punkt.

 

Der Unterschied von emotionalem Management zum reinen Business-Coaching

Business-Coachs arbeiten im beruflichen Coaching meistens nicht mit frühen Prägungen. Die sind aber enorm wichtig auch für die Gegenwart. Nur wer die eigenen Prägungen kennt und die darin gespeicherten Gefühle versteht, kann sie dann auch steuern.

Der Versuch, Verhalten dauerhaft zu verändern ohne die tiefen Prägungen dahinter zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dabei nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanente Willenskraft. Das fühlt sich für den Betroffenen an wie ein Dauerkampf. Die Erschöpfung ist damit  aber schon vorprogrammiert.

 

Wie kannst du Verhalten und Fühlen durch emotionales Management verändern

Jedes Gefühl und das daraus folgende Verhalten ist eine Stärke! Aber nur im richtigen und passenden Moment. Im unpassenden Moment erscheint es als Schwäche. Um die Stärke zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Die Suche danach nennt man „Reframing“. Du stellst das Gefühl und Verhalten in einen anderen Rahmen und schaust nochmal, wie es dann aussieht.

Wenn du den starken Rahmen gefunden hast, lockert der dein negatives Urteil über dein Verhalten. Und anschließend helfe ich dir, den ursprünglichen Sinn dieses Verhaltens zu suchen. Für diese Phase brauchen wir beide sehr viel Power-Empathie. Am Ende schaust du mit Verständnis und Mitgefühl auf dich selber anstatt mit Strenge und Ablehnung. Du verstehst deine komplexen Strukturen. Du gibst den Widerstand auf. In dem Moment setzt du enorme Energie frei, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du dich neu sortieren, so dass du eine passendere Seite von dir in der jeweiligen Situation nutzen kann. Du fühlst dich nicht mehr unpassend, schwach, ängstlich etc. Du aktivierst deine Stärken und reitest wie ein Surfer mit dem richtigen Gleichgewicht aufrecht durch die Welle. Diese innere Beweglichkeit und zugleich Balance zu haben ist emotionales Management.

Wenn du dichr das emotionale Management interessierst und einen guten Coach suchst, dann schau auch mal hier.

Und wenn du regelmäßige individuell für dich geschriebene Impulse möchtest, die dich in deiner Weiterentwicklung unterstützen, dann schau auch mal hier.

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Coaching Tools, Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments
Was ist eigentlich emotionales Management

Was ist eigentlich emotionales Management

Emotionales Management ist die Basis der Selbstführung

Was bedeutet emotionales Management und weshalb ist es so wichtig, sich darin zu üben? Nur wenn du die Logik in deiner eigenen Psyche verstehst und Zusammenhänge erkennst, kannst du lernen, dich zu lenken. Dann kannst du reagieren, wie du möchtest. Du handelst nicht aus Reflexen heraus.

 

Martin B. schwitzt. Er muss seinen Mitarbeitern eine wichtige Entscheidung mitteilen. Dabei ist er sich nicht sicher, ob alle Mitarbeiter diese mittragen werden. Das ist eine Situation, die er eigentlich lieber vermeidet. Doch wenn er sein Geschäft voranbringen will, kommt er nicht drum herum. Sein Herz klopft bis zum Hals und seine Knie sind weich. Die Stimme zittert und er fürchtet, jeder im Raum könnte seine Aufregung bemerken. Er hasst es, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Er schaut etwas zu häufig in seine Unterlagen und meidet den Blickkontakt mit den Mitarbeitern. Diese werden misstrauisch, weil sie die Unsicherheit des Chefs spüren und negative Entwicklungen daraus ableiten. Martin schafft es nicht, die Mitarbeiter für die Entscheidung zu gewinnen. Genau das hat er befürchtet. Er fühlt sich miserabel und überlegt einmal mehr, ob er die Firma nicht besser verkaufen soll. Er hatte sie vor einigen Jahren von seinem Vater übernommen. Martin weiß noch nichts vom emotionalen Management und davon, dass es Möglichkeiten gibt, die eigenen Gefühle gezielt zu steuern.

 

Weiche Faktoren und emotionales Management

Als Unternehmer brauchst du auch „weiche Faktoren“. Dabei ist ganz besonders wichtig, wie du mit deinen eigenen Gefühlen umgehst.  Und genau das kannst du lernen. Du musst nur wissen, wie, und wodurch du deine Gefühlslage beeinflussen kannst. Und genau das ist „emotionales Management“. Es funktioniert nur, wenn du deine eigene Persönlichkeitsstruktur kennst und die eigenen Stärken situationsgerecht einsetzen kannst. Das lernst du in einem Mindguide-Coaching.

Martins Entscheidung war richtig. Doch sie verlangte seinen Mitarbeitern für die nächsten Monate besonders hohen Einsatz und Flexibilität ab. Dies durchzusetzen, obwohl er genau spürte, dass nicht alle Mitarbeiter hinter ihm standen, machte es Martin ganz besonders schwer. Deshalb schaffte er es einfach nicht, die Mitarbeiter für seine Entscheidung zu begeistern. Er brachte das, was er eigentlich sagen wollte, nicht klar genug heraus. Am liebsten hätte er sich in sein Büro verkrochen und wäre gar nicht mehr herausgekommen. Deshalb kam er zu mir ins Coaching.

 

Die verschiedenen Seiten in der eigenen Psyche

Situationen wie die, in der Martin sich befand, sind ein Hinweis darauf, dass in ein Teil in dir sagt: „Stell dich nicht in den Vordergrund! Nimm dich zurück!“ Dann hältst du dich zurück, obwohl du das gerade besser nicht tun solltest. Dann denkst du vielleicht, du sprichst Klartext, aber dein Anliegen kommt nicht klar heraus, weil du auch noch gegen diese innere Stimme ankämpfen musst, die sagt „halt dich zurück“. Sie gibt dir quasi nicht die Erlaubnis, deutlich aufzutreten. Aber genau das müsstest du tun, wenn du deine Mitarbeiter begeistern und mit ins Boot holen willst.

Der erste Schritt zur Veränderung ist, dass du diesen Teil in deiner Persönlichkeit, der dir sagt, „halt dich zurück“, näher anschaust. Nur wenn du ihn erkennst, kannst du die größeren Zusammenhänge herausfinden und dein persönliches „warum“ verstehen. Dein Verhalten kannst du erst verändern, wenn du den guten und nachvollziehbaren Grund in dir entdeckt hast. Denn hinter deinem Verhalten stecken immer reale Gefühle. Und die sind ein starker Antrieb weiterzumachen. Meistens sind aber die ursprünglichen tiefen Gefühle gar nicht bewusst.

 

Für jedes Verhalten gibt es einen Grund

Niemand tut jemals etwas ohne Grund. Denk mal darüber nach. Auch wenn dein Verhalten irrational zu sein scheint, hast du mit Sicherheit einen inneren Grund dafür. Meistens ist dir der Grund nicht bewusst. Doch in einem Mindguide-Coaching finden wir ihn heraus. Glaub mir, da gibt’s eine Menge guter Methoden, die dir beim Suchen helfen, wie zum Beispiel systemische Methoden oder auch die hypnosystemische Interventionen oder einfach Körperfeedback. Die tieferen Schichten deiner Gefühlslage kannst du in der Regel nur über Symbole und Bilder berühren und verändern. Sie sind sehr archaisch. Ein rein kognitives Gespräch hilft meistens nicht. Du kennst das vielleicht – du denkst über ein Problem nach und wüsstest auch, was du anders machen müsstest. Doch du schaffst es nicht. Nachdenken allein löst keine emotionalen Probleme. Der Kopf kommt nicht an die Emotionen heran. Selbst wenn du glaubst deine Probleme zu verstehen, muss das noch lange nichts ändern. Das liegt daran, dass in der Tiefe mehr dahintersteckt, was du noch nicht gesehen hast. Wenn du einen tieferen Einblick willst, brauchst du emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Verhalten, das du hartnäckig immer wieder an den Tag legst, auch wenn du’s gar nicht willst, zeigt dir, dass du einen starken inneren Widerstand gegen die Veränderung hast. Dieser Widerstand schützt den wichtigen tieferen Grund. Da reicht dein Wille nicht heran. Im Widerstand liegt der Schlüssel zur Veränderung deiner Gefühle. Wenn du deinen Widerstand in seinem ursprünglichen Zweck verstehst, kannst du die Kraft, die darin gebunden ist, lösen und für dich nutzen. Du brauchst dann nichts mit eisernem Willen übers Knie brechen. Und das hat auch nichts mit positivem Denken zu tun. Das Denken ist zu oberflächlich. Veränderung in der Tiefe funktionieren nur mit Verstehen und Mitgefühl. Dabei muss nichts brechen. Alles darf bleiben. Nur etwas anders sortiert. Mitgefühl ist der stärkste Katalysator dafür. Es wirkt sowohl in dir selbst als auch im Miteinander mit deinen Mitarbeitern, macht geschmeidig, flexibel und lässt Veränderungen zu.

 

Was ist das Mindguide-Coaching für das emotionale Management

Während eines Coachings suchen wir nach deinen frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Alltag auswirken, die da aber gar nicht hingehören. Diese frühen Strukturen waren sicherlich irgendwann einmal sinnvoll, sind aber längst überholt. Sie liegen tief im Unterbewusstsein, denn es waren einmal Strukturen, die dir das Überleben gesichert haben. Du entdeckst sie nicht so einfach durch Nachdenken. Du brauchst Methoden, um tiefer zu fühlen. Trotzdem lenken diese Strukturen deinen Alltag und zeigen sich in jeder Situation, sowohl privat als auch beruflich. Sie sind die „Basisstrickmuster“, nach denen dein Verhalten in der Regel abläuft.

Emotionales Management ist ein systemisches Coachingkonzept, das auf Liebe und Mitgefühl basiert. Du kannst deine Gefühle und damit auch dein Verhalten nur ändern, wenn du bedingungslos annimmst, was ist und was war. Solange es in dir noch einen Widerstand oder Ablehnung gibt, bleibt alles beim Alten, einschließlich des Kampfes mit dir selber.

 

Der Unterschied von emotionalem Management zum reinen Business-Coaching

Im beruflichen Coaching werden frühe Prägungen nicht unbedingt mit einbezogen. Sie sind aber enorm wichtig für dein emotionales Management. Nur wenn du deine Prägungen erkennst und die darin gespeicherten Gefühle annimmst, kannst du in der Gegenwart deine Gefühlslage lenken. Und das bringt dann tatsächlich sehr schnell spürbare und nachhaltige Veränderungen in dein Verhalten.

Ein Versuch, Verhalten zu verändern ohne den guten Grund dafür zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dann nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanent Kraft. Das ist ein Dauerkampf und die Erschöpfung ist dabei vorprogrammiert.

 

Wie kannst du tiefe Verhaltensmuster durch emotionales Management verändern

In einem Mindguide-Coaching bekommst du die Hilfestellung, mit der du deine „Stärken“ und „Schwächen“ neu sortieren kannst. Eine Stärke kann in einem anderen Zusammenhang eine Schwäche sein, eine Schwäche kann eine Stärke sein. Deshalb muss sich nichts in dir verändern. Du brauchst nur bewussten Zugang zu den Teilen deiner Persönlichkeit. Dann kannst du genau den hervorholen, den du für die jeweilige Situation gerade am besten brauchen kannst. Jedes Gefühl und das daraus resultierende Verhalten ist im richtigen Zusammenhang sinnvoll. Wenn du allerdings deine innersten Strukturen noch nicht kennst, kannst du daran nichts verändern. Dann fühlst du dich ausgeliefert, denn alles läuft ab wie immer.  Deine Gewohnheiten bringen dich im unpassenden Moment in ein bestimmtes Verhalten, das dann als Schwäche erscheint. Um die Stärke darin zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Und zwar einen weiteren. Nur wenn du mit großem Abstand auf deine Situation schaust, findest du die relevanten Zusammenhänge. Und nur dann kannst du dein Verhalten anders verstehen. Das nennt man übrigens auch „reframen“ und das ist eine effektive Technik aus dem NLP und der Psychotherapie.

Sobald du dein Verhalten in einem anderen Zusammenhang betrachtest, setzt du es in einen anderen „Rahmen“. Das lockert deine innere Struktur. Wenn du dich dann gemeinsam mit deinem Mindguide-Coach auf die Suche nach dem Ursprung dieser Struktur machst, entdeckst du ganz neue Zusammenhänge, an die du noch nie gedacht hast. Dazu jedoch brauchst du auch Mitgefühl. Wenn du den Prozess durchläufst, begegnest du dir selbst am Ende mit Wertschätzung anstatt mit Ablehnung und Strenge. Du verstehst dich in deiner Komplexität und gibst deinen Widerstand gegen sich selbst auf. Das löst eine große Menge an Energie, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du auswählen, welche Seite von dir du in einer Situation zum Einsatz bringen willst. Du spielst auf deiner emotionalen Klaviatur, so wie du es brauchst. Du ersparst dir das Gefühl des Kampfes. Du lehnst dich nicht mehr ab, denkst nicht mehr, dass du vielleicht unpassend, schwach, ängstlich oder sonst etwas bist. Du nimmst dich an so wie du bist und kannst deine Stärken jederzeit aktivieren und dich entsprechend lenken. Diese innere Beweglichkeit bekommst du durch das emotionale Management.

 

Wozu Mindguide-Coaching

Das Konzept des emotionalen Management, das im Mindguide-Coaching zur Anwendung kommt, kann in allen Bereichen verwendet werden, in denen es darum geht, die Beziehungen zu anderen Menschen erfolgreich zu gestalten und dich selber in deiner Gefühlslage zu lenken. Egal, ob in der Mitarbeiter- und Unternehmensführung, im Kundenservice und Vertrieb, in der Beratung und Weiterbildung oder auch in deinen privaten Beziehungen – es gibt keinen Bereich, der nicht von erfolgreichem emotionalem Management profitieren würde.

Die Ursprünge des Mindguide-Coachingkonzepts stammen aus der Psychotherapie. Es hilft heute Unternehmern dabei, ihre Gefühle zu lenken und so zu nutzen, dass sie effektiv und entspannt arbeiten können. Stress, Ängste und Unsicherheiten kennt jeder Mensch, denn diese Gefühle gehören zum Menschsein. Doch sie müssen im Unternehmen nicht hinderlich sein. Wenn du deine Emotionen lenken kannst, findest du innere Ruhe und Gelassenheit, wann immer du das brauchst. Und das ist eine gute Basis für klare Ziele, deutliche Kommunikation und Erfolg.

 

Die Logik in der Psyche verstehen

Emotionales Management bedeutet also in erster Linie, dass du mit deinen eigenen Emotionen umgehen kannst und nichts unterdrücken musst. Du lenkst dich, ohne etwas abschneiden zu müssen. Wenn du dich selber verstehen kannst, dann kannst du auch andere Menschen besser verstehen. Du kannst dann auch mit den Gefühlen von anderen besser umgehen. Es ist nämlich so: Wenn du hart zu dir selber bist, bist du das auch zu anderen. Wenn du mit dir selber verständnisvoll und mit Mitgefühl umgehen kannst, dann kannst du das auch mit anderen.

In der Psyche spielen immer sehr viele Faktoren zusammen. Die Psyche ist ein komplexes System, das geprägt wird von unzähligen familiären und biographischen Erfahrungen. Deshalb ist es auch nicht so leicht, die Logik darin zu verstehen. Doch Erfahrungen erzeugen Gefühle. Diese Gefühle werden gespeichert, und zwar immer.  Sobald eine aktuelle Situation eine alte Erfahrungen berührt, werden auch alte Gefühle abgerufen. Diese beeinflussen das aktuelle Handeln. Und das, obwohl das „alte“ Verhaltensmuster auf die Gegenwart vielleicht gar nicht mehr so richtig passt. Jeder Mensch erlebt seine Welt eigentlich permanent durch den Filter seiner Vergangenheit. Das kann funktionieren, muss es aber nicht.

 

Auch äußere Faktoren gehören beim emotionalen Management dazu

Hast du schon mal über deine Rollen nachgedacht? Du steckst – wie jeder Mensch – in den verschiedensten Rollen. Manche sind selbstgemacht, manche auch von außen aufoktroyiert. Du erlebst Rollenzuschreibungen, Wünsche und Bedürfnisse von anderen genauso wie deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Auch deine Rolle entscheidet über die Reaktion, die in dem Moment abgerufen wird. Das passiert normalerweise reflexartig. Deshalb kannst du deine Reaktionen vielleicht erst mal sehr schwer steuern. Und noch schwerer erklären.

Martin B. erlebte diese Prägung „halt dich zurück“ immer wieder, wenn er vor anderen Menschen stand und sich eigentlich begeistert ausdrücken und andere mitreißen wollte. Er hatte bereits gründlich über dieses Problem nachgedacht und verschiedene Körperentspannungsübungen ausprobiert, aber nur mit geringem Erfolg.

 

Nachdenken reicht nicht tief genug

Du kennst das vielleicht: du hast schon gründlich über ein Problem nachgedacht und meinst, die Zusammenhänge auch zu verstehen. Aber dein Verhalten kannst du trotzdem nicht verändern. Daran merkst du, dass du den entscheidenden Faktor noch nicht gesehen hast. Der Blickwinkel, den du einnimmst, ist noch nicht weit genug gefasst. Deshalb gehört zum Mindguide-Coaching vor allem auch das Sammeln von Informationen über die Herkunftsfamilie und deren Mitglieder. Wie war z. B. die Konstellation in der Kindheit? Gab es schicksalhafte Ereignisse, Verluste etc.? Wie viele Geschwister gibt oder gab es und wie ist die Reihenfolge? Das älteste Kind prägt andere psychische Muster aus als z. B. das Jüngste oder das Mittlere. In jeder Konstellation gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die man dort sehr häufig wiederfindet. Darüber wurde bereits viel geforscht. All das ist wichtig.

Erst dann können wir innere und äußere Faktoren zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Erst dann kannst du dich oder ein Problem in seiner Vielschichtigkeit verstehen und es von innen heraus lösen. Die systemische Grundannahme, dass die Psyche des Menschen immer einer inneren Logik folgt, ist die wichtigste Leitlinie im emotionalen Management.

 

Warum die gute Absicht so wichtig ist

Sie steckt in jedem Verhalten. Das ist unumstößlich. Selbst wenn etwas absolut negativ herauskommt. Doch man erkennt die gute Absicht nicht immer gleich auf den ersten Blick. Deshalb kommen so viele Unternehmer und wollen ein Verhalten und ein bestimmtes Gefühl am besten einfach gleich loswerden. Aber das funktioniert nicht. Aber sobald der Unternehmer die gute Absicht in seinem Verhalten erkennt, öffnet sich in der Psyche ein Raum, der Veränderung und Wachstum möglich macht. Die gute Absicht zu sehen erzeugt nämlich Liebe und Mitgefühl und am Ende auch Wertschätzung. Zuerst sorge ich von außen für diese positive Atmosphäre. Später kann der Unternehmer das dann auch allein. Die Haltung von Liebe und Mitgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für Entscheidungsfreiheit und Selbstermächtigung, also für die Kraft, die eigenen Geschicke zu lenken, wie man sich das wünscht. Sie ist natürlich auch die wichtigste Haltung im Umgang und Kontakt mit anderen Menschen, denn sie löst Negativität auf.

In den unbewussten Schichten der Persönlichkeit arbeite ich vor allem mit Bildern. Sie sind zusammen mit dem Körperausdruck die Sprache des Unterbewusstseins.

 

Was wurde aus Martin B.?

Im ersten Mindguide-Coaching schon identifizierte Martin B. diese Seite in seiner Persönlichkeit, die ihn immer wieder dazu brachte, sich zurückzunehmen. Er entdeckte den Hintergrund, der dieses Verhalten geprägt hatte. Und er sah die gute Absicht, die in diesem Verhalten steckte. Um das alles herauszubekommen, ließ ich ihn eine Farbkarte aussuchen, die diese Seite von ihm repräsentierte. Martin B. wählt eine rote Farbkarte.

Er konnte diese zurückhaltende Seite an sich überhaupt nicht ausstehen. Das konnte man sofort an seiner gesamten Körperhaltung ablesen. Trotzdem hielt er die Platte sehr fest in der Hand. Ich bat ihn, sie für einen Moment abzulegen und ein bisschen Abstand zu nehmen. Er trat ein paar Schritte zurück und atmete sofort tief durch. Doch dann kam die Anspannung zurück.

Im zweiten Schritt ließ ich Martin B. eine weitere Farbkarte aussuchen für den Zeitraum, in dem dieses heute störende Verhalten entstanden war. Während Martin B. die nächste Karte in die Hand nahm, zeigt sein Körper bereits die Gefühle, die in diese Zeit gehörten. Er verspannte sich in den Schultern, senkte den Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. Seine Lippen waren plötzlich fest verschlossen.

Die körperlichen Signale sind ein zentraler Bestandteil im Mindguide-Coaching. Der Körperausdruck zeigt Gefühle ungefiltert und oft ohne dass der Betreffende das selber mitbekommt. Deshalb beobachte ich genau, so kann ich Rückmeldung geben.

Auf meine Frage, wie alt er sich gerade fühle, bemerkte Martin B., dass er sich sehr jung fühlte. Dann fiel ihm ein, dass seine jüngere Schwester damals sehr krank gewesen war. Im weiteren Verlauf brachte Martin B. seine Zurückhaltung mit der tiefen Liebe zu seiner Schwester in Verbindung. Er sah die damalige Notwendigkeit, sich zurückzunehmen, damit die Mutter sich um die Schwester kümmern konnte. Seine Zurückhaltung war für das Überleben der Schwester notwendig gewesen. Ihr zuliebe hatte er nicht mehr Aufmerksamkeit beansprucht als unbedingt notwendig gewesen war. Ihm wurde klar, dass er sich aus diesem Grund auch heute noch zurückgenommen hatte, obwohl die ursprüngliche Situation längst vergangen war. Für die aktuelle Situation, seine Mitarbeiter zu begeistern, half ihm dieses Verhalten nicht mehr, im Gegenteil.

Durch die weitere Arbeit mit Symbolen und hypnotischen Gesprächssequenzen gelang es Martin schließlich, die Ablehnung, die er sich in Bezug auf dieses Verhalten selber entgegenbrachte, zu überwinden. Und endlich konnte er sich auch mit den Fähigkeiten, die er heute als Erwachsener hatte, verbinden. Nachdem er an diesen inneren Strukturen gearbeitet hatte, trommelte er erneut seine Mitarbeiter zusammen und erklärte ihnen noch einmal den Sinn der kommenden Veränderungen. Diesmal verstanden die Leute seine Gründe. Martin konnte das beinahe nicht glauben. Die Stimmung besserte sich dadurch enorm und die meisten Mitarbeiter zogen mit an dem Strang, den Martin vorgegeben hatte. Er hatte seine Fähigkeiten eingesetzt so wie er es geplant hatte. Und es war leicht gegangen, ohne inneren Kampf. Martin war erleichtert und glücklich.

 

Mindguide-Impulse fördern das emotionale Management

Um die neuen Strukturen zu festigen, begleitete ich Martin B. eine zeitlang mit wöchentlichen Mindguide-Impulsen online weiter. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Gewohnheiten, die eine Gefahr für seine neuen Strukturen hätten sein können. Er konnte dadurch sein neues Verhalten in sich festigen und es immer schneller abrufen, wenn er es brauchte. Er bekam dazu jede Woche einen neuen Impuls per Mail von mir und gab mir jedesmal darauf Rückmeldung. Wie hatte er den Impuls erlebt, wie hatte er ihn umgesetzt, was war ihm dabei begegnet… Daraus formulierte ich den nächsten Impuls und so weiter. Er entwickelte so ein starkes Bewusstsein für sich und seine Verhaltensmuster. Und dadurch konnte er wählen, welches Muster er hervorholen wollte und was in die Situation gerade am besten passte.

Martin B. hat mittlerweile expandiert und führt heute sein Unternehmen mit etwa 140 Mitarbeitern, so wie er es sich gewünscht hatte. Er ist sehr erfolgreich, was mich riesig freut.

Wenn du dich auch für ein Coaching zum emotionalen Management interessierst, melde dich telefonisch oder per Mail bei mir. Du bekommst bereits in einem kurzen kostenfreien Vorgespräch erste Impulse, die du direkt umsetzen kannst.

 

Hanne Demel

 

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Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst, ist eine der wichtigsten Fragen für dich als Unternehmer.

Nicht selten höre ich „Wenn ich’s doch nur eher geschnallt hätte…“, wenn eine Entscheidung eine ungewünschte Auswirkungen in der Zukunft hat.

Ich muss dir kurz eine Geschichte erzählen: 

Kennst du die Geschichte vom Bauern, der sehr arm war? Ein fleißiger Bauer hatte einen guten Sohn, der ihm auf dem Hof half. Für die Feldarbeit besaß er ein altes Pferd. Eines Tages riss sich das Pferd während eines heftigen Gewitters los und galoppierte in Panik davon. Da machte sich der Sohn auf, um das verschreckte Pferd zu suchen und zurückzubringen. Dabei fand er auch ein wunderschönes Wildpferd, das er einfing und mit nach Hause zu seinem Vater brachte.

Als der Sohn jedoch dieses Wildpferd zähmen und zureiten wollte, wehrte es sich und warf ihn ab. Dabei brach sich der Sohn ein Bein.
Der Bauer kratzte sein allerletztes Geld zusammen und brachte seinen Sohn zu einem Arzt, damit er ihm das gebrochene Bein schiente. Doch nun musste er die anstrengende Arbeit auf dem Hof allein verrichten und kam deshalb viel langsamer voran.

Zwei Wochen nach dem Unfall galoppierten ein paar berittene Boten des Königs auf den Hof. Sie waren ausgesandt worden, um im ganzen Land die jungen Männer zusammenzutrommeln, weil sie in den Krieg ziehen sollten. Doch den Sohn konnten sie wegen des gebrochenen Beines nicht gebrauchen und so zogen sie weiter.

Naaaa, bei was warst du gerade?

Bei „Ach so ein Glück!“ oder bei „Oh nein, so ein Unglück“?

Wenn du dir diese Geschichte wirklich reinziehst, erkennst du sehr leicht, dass die eigenen Urteile, die du aus einem sehr kleinen Blickwinkel und kurzen Zeitspannen heraus gefällt hast, sich sehr leicht wieder relativieren lassen.

Die Lehre vom abhängigen Entstehen

Alles, was passiert, wirkt sich wieder auf das aus, was danach folgt. Das nennt man in der buddhistischen Ethik das „abhängige Entstehen“. Nichts existiert allein aus sich heraus ohne Vorgeschichte.

Wenn du herausfinden willst, wie sich eine Entscheidung, die du heute triffst, in der Zukunft auswirken wird, solltest du sie systemisch durchleuchten. Dazu brauchst du einen sehr weiten Blickwinkel. Du solltest mit einer Analyse deiner Optionen beginnen und dabei verschiedenen Ebenen – die rationale und die emotionale, und zwar sowohl bei dir als auch bei anderen – einbeziehen. Dann kannst du in einer systemischen Aufstellung die einzelnen Aspekte noch einmal nachspüren und gewichten. Das ist sehr klärend.

Deinen Entscheidungen folgt deine Entwicklung

Bis zu einem gewissen Punkt kannst du künftige Entwicklung vorwegnehmen. Denn alles hat wieder etwas anderes zur Folge. Dadurch entsteht ein ganz bestimmter Weg, je nachdem, welche Entscheidung du aktuell triffst. Und dieser Weg wirft quasi seine Schatten oder sein Licht voraus. Um das sehen zu können brauchst du innere Klarheit.

Wie entsteht denn nun innere Klarheit

Wenn du an deinen Emotionen anhaftest, vernebelst du dir schon deinen Blick. Klar entscheiden kannst du erst, wenn du innerlich Distanz gewinnst. Dann kannst du deine Optionen betrachten und besser abwägen, welche Wirkung du jeweils damit in der Welt erzeugst. Wenn du in dir Sicherheit hast, kannst du auch angstfrei an die Umsetzung gehen. Denn wenn du dir sicher bist, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast, kommst du mit Hindernissen und Schwierigkeiten besser zurecht. Du lässt dich weniger verunsichern.

Systemaufstellungen helfen, um Klarheit zu gewinnen

Du kannst all diese Aspekte und Ebenen in einer systemischen Aufstellung abbilden und dann auch eine gewisse Entwicklungsstrecke voraussehen. Naja, vielleicht auch eher spüren, denn eine Aufstellung ist eine sehr intuitive Arbeit. Sie hilft dir, deine Optionen von Emotionen – zum Beispiel von Ängsten – zu befreien. Denn erst danach kannst du wirklich gut entscheiden. Entscheidungen, die Ängste oder auch starke Emotionen wie Wut zur Grundlage haben, sind erfahrungsgemäß nicht gerade die besten.

Wichtig ist auch, dass du ethische Aspekte mit einbeziehst. Der Mensch ist nämlich von Natur aus ein ethisches Wesen. Wenn du anderen Kummer und Schmerz zufügst, registriert dein Unterbewusstsein das. Und auf einer tiefen Ebene gibt es keine Unterscheidungen zwischen anderen Menschen und dir selber. Wenn dieser Schmerz dann irgendwann an die Oberfläche und in dein Bewusstsein dringt, leidest du. Woran auch immer du dieses Leid dann aktuell festmachst, die Samen dafür hast du vorher selber in deinen Geist gelegt…

Nichts gibt es umsonst. Wenn du deinen Erfolg auf dem Schaden von anderen aufbaust, wird deine Freude daran nicht lange halten. Auch solche längerfristigen Entwicklungen lassen sich in Systemaufstellungen gut abbilden.

Also entscheide klug und ethisch. Und lass dich unterstützen. Ich bin gern für dich da.

Hanne Demel

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Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Was tust du zum Beispiel, wenn in deinem Unternehmen eine unangenehme Situation auftaucht?

1. Grübelst du dann viel und denkst drum herum?

Viel Denken und Grübeln vernebelt die Sinne. Du kannst dann nicht mehr klar wahrnehmen, was wirklich los ist. Deine Gedanken machen sich zu breit und schieben sich vor deine Augen und Ohren… Du hältst sie für die Realität. Das schafft eine Trennung zwischen dir und der tatsächlichen Situation. Mit dieser Trennung fällt es dann umso schwerer, etwas zu verändern. Es ist als wenn du einen Nagel einschlagen willst, deine Hand liegt daneben und du siehst vor lauter Denken den Nagel nicht richtig oder kannst nicht zielen….

ReaktionstypAls Unternehmer solltest du dir Grübeln ganz und gar abgewöhnen. Du brauchst einfache Methoden, die dir Klarheit verschaffen und erst mal für innere Ruhe sorgen. Dann kannst du handeln und die Situation zum Besseren wenden.

2. Lenkst du dich lieber ab?

Ablenkung ist manchmal gut, manchmal nicht. Wenn dich die Ablenkung vom Grübeln abhält, ist das hilfreich. Aber ein gewisses Maß an Achtsamkeit für die Situation ist wichtig. Vor allem solltest du auch achtsam für deine Gefühle und Empfindungen sein. Denn wenn du sie mit innerer Distanz beobachtest, gewinnst du Klarheit darüber, was genau die Situation so unangenehm für dich macht.

Für dich als Unternehmer kommt’s aber drauf an, womit du dich ablenkst. Bei Problemen mit Mitarbeitern solltest du lieber genau hinschauen. Sowohl auf dich selbst als auch auf deine Mitarbeiter. Auch sie haben ihren guten Grund, sich genau so und nicht anders zu verhalten. Erst wenn du den erkennst, kannst du eine angespannte Situation wieder lockern.

3. Igelst du dich vielleicht ein und redest nicht mehr viel?

Wenn du dich einigelst, besteht die Gefahr, dass du Beziehungen und Kontakte abschneidest. Im schlimmsten Fall zu Menschen, die dir helfen wollen oder die mit dir geschäftlich in Verbindung stehen. Es ist enorm wichtig, offen zu bleiben. Nur so siehst du, wer es gut meint mit dir und wer nicht.

Als Unternehmer brauchst du Kontakte und Unterstützer. Wenn du dich einigelst, haben diese das Gefühl, du lässt sie ablaufen und schätzt sie nicht. Doch Wertschätzung ist das A und O für und in deinem Business, wenn es wachsen und gedeihen soll.

4. Oder redest du gerade erst recht mit anderen Leuten drüber?

Wenn du mit anderen redest, kommt es darauf an, wie du das tust. Wenn es zu deiner Erleichterung stattfindet, du aber negativ sprichst oder über andere lästerst, schadest du deinem eigenen Ruf. Zusätzlich leidet deine Gesundheit, denn du nimmst dir damit Energie. Deshalb achte auf deine Sprechweise. Wenn du wertschätzend und positiv sprichst, auch wenn eine Situation dich gerade herausfordert, hilft das. Du kannst dann gemeinsam mit deinem Gesprächspartner Klarheit über die Situation bekommen. Und du kannst andere Blickwinkel finden, die dir helfen.

Vor allem als Unternehmer solltest du vorsichtig sein, wo und bei wem du dich öffnest. Die meisten Mitarbeiter sind irritiert, wenn du als Chef aus deiner Rolle fällst und Unklarheit zeigst. Du verlierst dann leicht deren Respekt und hast es hinterher umso schwerer, deine Führungsaufgaben zu übernehmen. Tausche dich lieber mit anderen Unternehmern aus. Zum Beispiel auf meinem Ethikstammtisch. Du kannst dich von überall einwählen, sofern du einen Internetzugang hast. Bequem an deinem Bildschirm sitzend kannst du mit uns diskutieren und deinen Blickwinkel weiten lassen.

5. Holst du dir Rat? Oder vielleicht sogar professionelle Unterstützung?

Wenn du dir Rat holst, dann schau gut, bei wem. Du solltest jemanden fragen, der vor allem mit Klarheit und Mitgefühl auf die Situation schauen kann. So kannst du die wichtigen Punkte am besten herausarbeiten und verändern. Mitgefühl ist ein wichtiger Schutz und die Basis für Veränderung.

 

Als Unternehmer ist es wichtig, immer wieder auch professionelle Unterstützung zu haben. So kannst du strategische und persönliche Unklarheiten beseitigen und gleichzeitig für gute Stimmung im Unternehmen sorgen.

Dafür gibt’s den Ethikstammtisch für emotionales Management

Wenn du dich mit anderen Unternehmern austauschen willst, dann komm doch zum Stammtisch für emotionales Management. Die vertrauensvolle Atmosphäre unterstützt dich bei der Auseinandersetzung mit schwierigen und spannenden ethischen Themen. Du bekommst dabei viele Anregungen und neue Blickwinkel. Das hilft dir, deine Sicht zu erweitern und Lösungen auch für dein Business zu finden, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Ich achte auf einen wertschätzenden und vertraulichen Austausch und freundlichen Tonfall. Die obersten Regeln beim Stammtisch sind nämlich Diskretion und Wertschätzung.

Schau einfach mal hier!

Hanne Demel

 

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Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Foto Pixabay: geralt

Welche Ebenen kannst du abklopfen, wenn du ethisch entscheiden willst?

Gute und ethische Entscheidungen wollen erarbeitet werden. Doch wie geht das? Das ist gar nicht so leicht, ethisch zu entscheiden.

Eine Möglichkeit ist es, darüber zu reflektieren, aus welcher Ebene oder Geisteshaltung heraus du eine Entscheidung treffen willst. Continue reading →

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Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Foto Pixabay: Activedia

Starke Emotionen haben eine große Wirkung in deinem Geist 

  • Was passiert in dir, wenn du in starken Emotionen haften bleibst?
  • Wie kannst du da gegensteuern?
  • Wie kannst du deine Entscheidungen auf einer ethischen Basis treffen, die allen nützt?

Schau dir dazu dieses Video auf Youtube an!

Komm in meinen Onlineworkshop!

Hier findest du mehr Infos dazu.

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, 2 comments
Ethische Entscheidungen treffen – dazu braucht es die richtigen Tools

Ethische Entscheidungen treffen – dazu braucht es die richtigen Tools

Foto Pixabay: Ramdlon

Hast du schon mal vor einer Entscheidung gestanden, die weitreichende Konsequenzen hatte für dich persönlich oder für dein Business? Und warst du dabei emotional belastet? Emotionen können klare Entscheidungen massiv torpedieren.

Emotionen vernebeln den Blick

Wenn du zornig bist, solltest du möglichst gar keine Entscheidung treffen. Du würdest vermutlich das Kind mit dem Bade ausschütten. Wenn du ängstlich bist, zögerst du zu lange.
Du bist dir nicht sicher, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen. Du weißt auch nicht, wer dich unterstützen könnte und wie. Und wenn du vor Freude juchzt, ist das auch keine besonders stabile Entscheidungsgrundlage. Dein Überschwang könnte dich verleiten, zu weit zu gehen. Und so weiter.

Die Refraktärphase der Gefühlswallung

Wenn ein starkes Gefühl auftaucht, entsteht eine kurze Phase, in der die Wahrnehmung eingeschränkt ist. Man nennt sie „Refraktärphase“ und sie ist in etwa wie ein Tunnelblick. Das aktuelle Gefühl überdeckt fast alles andere. In diesem Moment solltest du am besten gar nichts entscheiden. Du kannst keine „vernünftige“ Beurteilung der Situation vornehmen.

Die Refraktärphase dauert mindestens ein paar Sekunden bis einige Minuten. In sehr emotionalen Situationen kann sie sogar einige Stunden anhalten. Erst dann öffnet sich der Blick wieder.

Also lass dir Zeit, wenn du Entscheidungen treffen musst!

Gedankenkreisel versus Vorwärtsenergie

Für- und Wider-Stimmen in deinem Kopf machen es unmöglich, einen klaren Standpunkt zu finden. Das kann sich quälend lange hinziehen, je nachdem, was für ein Typ du bist.

Dann ist es wichtig, Entscheidungen in größeren Zusammenhängen mit ihren Auswirkungen zu betrachten. Es geht dann nicht darum, dass du dir mehr Zeit nimmst, sondern dass du deine Optionen SPÜRST. Gedankenkreisel schneiden dich nämlich von deinem Körpergefühl ab.

Probier mal Folgendes aus:

Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst und sehr emotional bist, dann erlaube dir bewusst, erst morgen oder übermorgen zu entscheiden. Nimm dir mehr Zeit, als du’s üblicherweise tun würdest. Beobachte dabei, wie sich deine Gefühle im Lauf der Tage verändern. Ich bin z. B. jemand, die sehr schnell entscheidet und handelt. Das habe ich oft schon recht teuer bezahlt.

Wenn du eher jemand bist, der in Gedankenkreiseln gefangen ist, dann versetze dich doch mal gedanklich in die verschiedenen Optionen. Stell sie dir vor, du hättest jeweils schon so entschieden. Und nun spüre ganz genau und in aller Ruhe, wie sich das anfühlt. Beziehe deinen ganzen Körper ein. Manchmal kann man so schon spüren, was das Richtige ist.

Manchmal braucht es auch einen Blick von außen

Deine Reaktionen und auch deine Entscheidungen entstehen aus tiefen Gewohnheiten. Ganz so leicht kommst du da nicht raus. Wenn du ein Werkzeug hast, das dir einen Blick von außen ermöglicht, kann dir das Klarheit bringen. Eine systemische Aufstellung z. B. ist so ein Werkzeug.

In einer Aufstellung kannst du deine verschiedenen Optionen ausbreiten und unmittelbar spüren, wie sie sich anfühlen. Du kannst auch verschiedene Aspekte einbeziehen und dir darüber Klarheit verschaffen, wie sie sich auswirken.

Hanne Demel

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