Stressabbau

Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Was tust du zum Beispiel, wenn in deinem Unternehmen eine unangenehme Situation auftaucht?

1. Grübelst du dann viel und denkst drum herum?

Viel Denken und Grübeln vernebelt die Sinne. Du kannst dann nicht mehr klar wahrnehmen, was wirklich los ist. Deine Gedanken machen sich zu breit und schieben sich vor deine Augen und Ohren… Du hältst sie für die Realität. Das schafft eine Trennung zwischen dir und der tatsächlichen Situation. Mit dieser Trennung fällt es dann umso schwerer, etwas zu verändern. Es ist als wenn du einen Nagel einschlagen willst, deine Hand liegt daneben und du siehst vor lauter Denken den Nagel nicht richtig oder kannst nicht zielen….

ReaktionstypAls Unternehmer solltest du dir Grübeln ganz und gar abgewöhnen. Du brauchst einfache Methoden, die dir Klarheit verschaffen und erst mal für innere Ruhe sorgen. Dann kannst du handeln und die Situation zum Besseren wenden.

2. Lenkst du dich lieber ab?

Ablenkung ist manchmal gut, manchmal nicht. Wenn dich die Ablenkung vom Grübeln abhält, ist das hilfreich. Aber ein gewisses Maß an Achtsamkeit für die Situation ist wichtig. Vor allem solltest du auch achtsam für deine Gefühle und Empfindungen sein. Denn wenn du sie mit innerer Distanz beobachtest, gewinnst du Klarheit darüber, was genau die Situation so unangenehm für dich macht.

Für dich als Unternehmer kommt’s aber drauf an, womit du dich ablenkst. Bei Problemen mit Mitarbeitern solltest du lieber genau hinschauen. Sowohl auf dich selbst als auch auf deine Mitarbeiter. Auch sie haben ihren guten Grund, sich genau so und nicht anders zu verhalten. Erst wenn du den erkennst, kannst du eine angespannte Situation wieder lockern.

3. Igelst du dich vielleicht ein und redest nicht mehr viel?

Wenn du dich einigelst, besteht die Gefahr, dass du Beziehungen und Kontakte abschneidest. Im schlimmsten Fall zu Menschen, die dir helfen wollen oder die mit dir geschäftlich in Verbindung stehen. Es ist enorm wichtig, offen zu bleiben. Nur so siehst du, wer es gut meint mit dir und wer nicht.

Als Unternehmer brauchst du Kontakte und Unterstützer. Wenn du dich einigelst, haben diese das Gefühl, du lässt sie ablaufen und schätzt sie nicht. Doch Wertschätzung ist das A und O für und in deinem Business, wenn es wachsen und gedeihen soll.

4. Oder redest du gerade erst recht mit anderen Leuten drüber?

Wenn du mit anderen redest, kommt es darauf an, wie du das tust. Wenn es zu deiner Erleichterung stattfindet, du aber negativ sprichst oder über andere lästerst, schadest du deinem eigenen Ruf. Zusätzlich leidet deine Gesundheit, denn du nimmst dir damit Energie. Deshalb achte auf deine Sprechweise. Wenn du wertschätzend und positiv sprichst, auch wenn eine Situation dich gerade herausfordert, hilft das. Du kannst dann gemeinsam mit deinem Gesprächspartner Klarheit über die Situation bekommen. Und du kannst andere Blickwinkel finden, die dir helfen.

Vor allem als Unternehmer solltest du vorsichtig sein, wo und bei wem du dich öffnest. Die meisten Mitarbeiter sind irritiert, wenn du als Chef aus deiner Rolle fällst und Unklarheit zeigst. Du verlierst dann leicht deren Respekt und hast es hinterher umso schwerer, deine Führungsaufgaben zu übernehmen. Tausche dich lieber mit anderen Unternehmern aus. Zum Beispiel auf meinem Ethikstammtisch. Du kannst dich von überall einwählen, sofern du einen Internetzugang hast. Bequem an deinem Bildschirm sitzend kannst du mit uns diskutieren und deinen Blickwinkel weiten lassen.

5. Holst du dir Rat? Oder vielleicht sogar professionelle Unterstützung?

Wenn du dir Rat holst, dann schau gut, bei wem. Du solltest jemanden fragen, der vor allem mit Klarheit und Mitgefühl auf die Situation schauen kann. So kannst du die wichtigen Punkte am besten herausarbeiten und verändern. Mitgefühl ist ein wichtiger Schutz und die Basis für Veränderung.

 

Als Unternehmer ist es wichtig, immer wieder auch professionelle Unterstützung zu haben. So kannst du strategische und persönliche Unklarheiten beseitigen und gleichzeitig für gute Stimmung im Unternehmen sorgen.

Dafür gibt’s den Ethikstammtisch für emotionales Management

Wenn du dich mit anderen Unternehmern austauschen willst, dann komm doch zum Stammtisch für emotionales Management. Die vertrauensvolle Atmosphäre unterstützt dich bei der Auseinandersetzung mit schwierigen und spannenden ethischen Themen. Du bekommst dabei viele Anregungen und neue Blickwinkel. Das hilft dir, deine Sicht zu erweitern und Lösungen auch für dein Business zu finden, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Ich achte auf einen wertschätzenden und vertraulichen Austausch und freundlichen Tonfall. Die obersten Regeln beim Stammtisch sind nämlich Diskretion und Wertschätzung.

Schau einfach mal hier!

Hanne Demel

 

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Hilfe, mein Kopf platzt! Vier edle Wahrheiten fürs Business…

Hilfe, mein Kopf platzt! Vier edle Wahrheiten fürs Business…

Foto iStock.com: castillodominici

Was haben vier edle Wahrheiten mit dem Business zu tun?

Kennst du solche Tage, an denen du alles im Griff hast und es wie am Schnürchen läuft? Und dann wieder hörst du deinen Posteingang förmlich nach Bearbeitung schreien – oder scheint das nur mir so zu gehen? ToDo-Listen werden länger statt kürzer. Gerade schraube ich an einem kniffligen Stück html-Code, weil mein Programmierer nicht erreichbar ist und ich’s dann halt mal eben schnell selber versuchen will. Da klingelt das Telefon. Komplexere Aufgaben türmen sich vor den Bugwellen meiner Tage auf wie Schnee vor einem Schneeschieber.

Geht’s dir auch so?

Deshalb habe ich mir mal wieder Vier edle Wahrheiten und den Achtfachen Pfad aus der buddhistischen Lehre angeschaut, weil sie helfen, den Kopf frei zu bekommen.

Vier Edle Wahrheiten:

1. Edle Wahrheit: Das Leben des Daseinskreislauf ist letztendlich leidvoll, denn das Dasein besteht aus Unvollständigkeit und Unvollkommenheit.

2. Edle Wahrheit: Jedes Leiden hat eine Ursache. Die Ursache des Leidens ist Anhaftung. Die Anhaftung entsteht aus Gier, Hass und Verblendung, also Unklarheit.

3. Edle Wahrheit: Es gibt einen Weg, Leiden zu beenden. Wenn die Ursachen erlöschen, erlischt das Leiden. Erkennt man also die jeweilige Ursache eines leidvollen Zustandes, dann kann man ihn beseitigen.

4. Edle Wahrheit: der Achtfache Pfad führt zur Befreiung aus dem Leiden, denn er beinhaltet Empfehlungen für korrektes Denken und Handeln, was die Anhaftung auflöst:

Foto iStock.com: BradenGunem

  • Rechtes Verständnis
  • Rechtes Denken
  • Rechte Rede
  • Rechte Handlung
  • Rechter Lebenserwerb
  • Rechte Anstrengung
  • Rechte Achtsamkeit
  • Rechte Konzentration

Und wie nützt mir das nun für mein Business?

Die 1. Edle Wahrheit: 
Alles, was ist, ist unvollständig und keinesfalls perfekt. Egal was ist, es wird immer zwei oder mehrere Seiten haben, es wird immer unvollständig bleiben. Es ist nicht möglich, jemals „fertig“ zu werden oder etwas absolut perfekt hinzubekommen. Das heißt, ich brauche auch gar nicht nach absoluter Perfektion zu streben. Das wird sowieso nichts…  100 Prozent geben und mit 60 bis 80 Prozent Ergebnis glücklich sein!

Die 2. Edle Wahrheit: 
Viele Menschen haben enorm hohe Ansprüche an sich selbst und an andere. Auch das ist eine Form von „Gier“ aus buddhistischer Sicht. Die Konzepte im Denken und Handeln, die den Rahmen einer Persönlichkeit bilden, sind auch für diese Erwartungen zuständig. Sie engen den Geist ein. Aus dieser Enge heraus entsteht Leiden, wenn z. B. Erwartungen nicht erfüllt werden.

Die 3. Edle Wahrheit:
Um die eigenen Konzepte zu erkennen, braucht es Ruhe und Selbstreflexion.

Welche Ansprüche habe ich tatsächlich an mich selbst? Was erwarte ich von anderen? Wie muss für mich die Welt sein, damit ich glücklich sein kann?

Wenn ich zum Beispiel den Anspruch habe, noch heute 30 Punkte von meiner To-Do-Liste abzuhaken, dann fühle ich mich am Abend schlecht, weil ich nur 10 Haken hinbekommen habe.

Wenn ich Aufmerksamkeit von meinem Partner erwarte und sie nicht kommt, bin ich enttäuscht.

Wenn ich erneut über ein ärgerliches Erlebnis nachdenke, bis ich mich wieder ärgere, vermiese ich mir mein eigenes Lebensgefühl.

Alles entsteht in mir selber und nur ich kann es tatsächlich ändern, indem ich meine Bedingungen und Erwartungen verändere.

Aber welches Gegenmittel bringt mich aus dem Leiden heraus?

Die 4. Edle Wahrheit: Das ist der Achtfache Pfad. Er beschreibt rechtes Denken und Handeln und die rechte Konzentration (auf die richtigen Dinge).

Wenn ich mich auf Dankbarkeit und Wertschätzung konzentriere, erzeugt das in mir Zufriedenheit. Wenn ich darauf achte, mit anderen respektvoll umzugehen, erzeugt das Respekt. Wenn ich darauf achte, die Qualitäten im Umgang mit anderen zu zeigen, die ich mir wünsche, erzeugt das Resonanz und ähnliches Verhalten. Und so weiter.

Wünschst du dir eine friedliche Welt, sei selber friedfertig. Wünschst du dir Aufmerksamkeit von anderen, wende dich anderen bewusster zu.

Diese Weisheit gibt es in allen Kulturen und Religionen. Da fällt mir ein Spruch ein, den mir schon meine Eltern beigebracht haben: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Im Umkehrschluss bedeutet er auch: „Und was du willst, das man dir tu, das füge allen andern zu…! 😉

Tipp für einen freien Kopf:

Stelle dir ein paar Minuten die Weite des blauen Meeres und des blauen Himmels vor.

Öffne deinen Geist und lass dieses Gefühl der Weite in dich hinein. Lass alle Gedanken, die auftauchen, einfach weiterziehen, so wie ein stetiger Fluss, der ins Meer fließt. Lass auch all deine Konzepte und Vorstellungen aus dir herausfließen und räume in deinem Kopf auf. Dahinter entsteht Ruhe. In dieser Ruhe erholt sich das gestresste Gehirn und die Gesichtszüge glätten sich…

In diesem Sinne – sei nicht derjenige, „vor dem uns unsere Eltern immer gewarnt haben“ sondern derjenige, von dem du denkst, dass die Welt ihn dringend braucht. Sei friedlich, glücklich und voller Mitgefühl. Das wünsche ich dir!

Wenn ich dich dabei unterstützen kann, deinen Kopf freizubekommen und dich leicht und klar zu fühlen, dann melde dich bei mir: schreib mir eine Mail!

 

Hanne Demel

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Mulmige Gefühle loswerden – wie geht das?

Mulmige Gefühle loswerden – wie geht das?

Foto Pixabay: nkostyshev

Hand aufs Herz – auch du kennst „Muffensausen“, wie man hier bei uns sagt, oder? Wenn du ein mulmiges Gefühl oder sogar Angst hast vor irgendwas? Ein Gefühl, das ich übrigens nicht besonders leiden kann. Aber du vermutlich auch nicht…

Angst entsteht durch Stress

Wenn Stresshormone in deinem Körper ansteigen, entscheidet dein inneres Bewertungssystem, ob du ausreichend Ressourcen und Möglichkeiten hast, um mit der Situation umzugehen. Wenn diese Prüfung negativ ausfällt, entsteht Angst. Du fühlst dich dann hilflos und ausgeliefert.

Sobald du jedoch etwas tun kannst, haben Angstgefühle Pause. Es gibt Menschen, die einen Flugzeugabsturz überlebt haben. Sie hatten keinerlei Angstgefühle dabei, weil sie sich darauf konzentrieren konnten, einen Hebel umzulegen, der die Tür öffnen würde, sobald sie „unten“ waren.

Was also kannst du tun, wenn du ein unangenehmes aber wichtiges Kundengespräch vor dir hast oder wenn du vor Menschen sprechen sollst, die dir weiche Knie machen?

 

Hier habe ich fünf Angst reduzierende Möglichkeiten für dich:

1. Ablenkung:

Deine Gefühle folgen deinem Denken. Was geht dir im Kopf herum? Vieles von dem, was ein mulmiges Gefühl auslösen kann, ist allein im Kopf, nicht „draußen“ in der „Realität“. Schaffe in dir also eine andere Realität, indem du an etwas anderes denkst oder indem du bewusst auf einen guten Ausgang vertraust.

2. Konfrontation:

Schau mal ganz genau hin, was es wirklich ist, das dir ein mulmiges Gefühl macht. Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte? Und wie würdest du damit umgehen, wenn notwendig? Oft ist das Schlimmste, das passieren kann, gar nicht soooo schlimm, wenn du dir schon vorher Plan B und sogar Plan C überlegt hast. Hauptsache, du hast immer eine Möglichkeit, zu handeln.

3. Schritte neu planen:

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, das dir eigentlich Angst macht, dann schau mal auf deine Schritte dorthin. Sind sie vielleicht zu groß? Schwingt in dir ein Gefühl von überfordert sein mit? Wenn du so etwas entdeckst, dann teile deine einzelnen Schritte nochmal in mehrere kleinere Teilschritte.

Nur wenn deine Schritte klein genug sind, kannst du ohne Furcht vorwärts gehen ohne Angst, auf die Nase zu fallen.

4. Dankbarkeit:

Dankbar zu sein bringt dich auf ein anderes Gefühlslevel. Es öffnet deinen Geist und aktiviert deine Ressourcen. Und zwar die, die nicht aus deinem Ego und der Anhaftung an dich selbst kommen. Wenn du dankbar bist, ist dein Geist auf das Gute gerichtet. Du versuchst dann automatisch dein Bestes zu geben, um etwas zurückzugeben.

Dein Ego wird „kleiner“, denn dein Blick geht nach außen. Du schaust auf die Menschen, die dir gut tun, dich versorgen. Du siehst auch deine Chancen. Deshalb ist es für dich viel weniger notwendig, dich zu „verteidigen“. Wenn dein Ego klein ist, vergibst du dir nichts dabei, einen Fehler einzugestehen. Oder dich zu entschuldigen, wenn du etwas falsch gemacht hast. Es gibt weniger Angriffsfläche für all das, was dir ein mulmiges Gefühl verursachen könnte. Krass gesagt: wo kein Ego da auch keine Angst…

5. Meditation:

Dein Geist braucht Ruhe und Weite, um Angst loslassen zu können. Die Meditation unterstützt dich dabei, nicht an deinen Gedanken und Gefühlen anzuhaften. Sie schenkt dir Sicherheit. Mit einem offenen Geist findest du ganz andere Lösungen, als wenn du engstirnig an etwas festhältst.

In der tiefen Ruhe einer guten Meditation lässt du all deine Gedanken weiterziehen so wie sie aufgetaucht sind. Du achtest nur auf deinen Atem.

Wenn etwas auftaucht, das dein Denken verengt und dir ein mulmiges Gefühl verursacht, sag dir selbst „darum kümmere ich mich, wenn die Zeit dafür reif ist, nicht jetzt“.

Nun spüre, was in dir passiert. Wie fühlst du dich?

Bitte schreibe mir eine Mail oder hinterlasse einen Kommentar hier im Blog. Ich freu mich drauf.

Hanne Demel

 

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Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Foto Pixabay: andreas160578

Stressabbau im Alltag: Warum du Gleichmut brauchst statt Gleichgültigkeit

Viele Menschen begegnen dem Stress im Arbeitsalltag nach einiger Zeit mit Gleichgültigkeit. Sie kündigen quasi innerlich. Doch damit geht’s ihnen nicht besser. Im Gegenteil.
Gleichgültigkeit ist eine Form von stiller Aggression und Abwertung. Sie entspringt einem Geist der Härte und des Getrenntseins. Gleichgültigkeit verletzt andere Menschen, denn wahrgenommen zu werden und wichtig zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Stress im Arbeitsalltag mit Gleichmut auflösen

Gleichmut ist etwas völlig anderes. Es ist ein unerschütterlicher Geist, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das japanische Wort für diesen unerschütterlichen Geist ist übrigens Fudoshin. In diesem Geisteszustand hast du inneren Raum und haftest an nichts wirklich an. Du verurteilst nichts, sondern behältst deine Mitte und deine Stabilität. Du bist voller Mitgefühl. Du schneidest nichts ab sondern bleibst im Kontakt. Zugleich hältst du innerlich ausreichend Distanz, um deine emotionalen Reaktionen im Griff zu behalten und zu lenken.

Warum verwechseln dann so viele Leute das Wort Gleichmut mit Gleichgültigkeit?

Das Wort Gleichmut wird vor allem in der buddhistischen Ethik benutzt. Es ist für uns „Westler“ noch immer etwas ungewohnt. Doch es gibt auch andere Worte, die diesen inneren Zustand der Verbindung und des Mitgefühls beschreiben: innere Distanz, innerer Friede, Unerschütterlichkeit, innere Ruhe…
Doch warum schreibe ich darüber?

Ich möchte dir ein paar Möglichkeiten zeigen, Gleichmut zu entwickeln:

Denn Gleichmut erzeugt Klarheit. So kannst du die schwierigsten Situationen meistern.

  • Du bist dann in der Lage, einen stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen ohne dass dein Blutdruck steigt oder du Tourett kriegst.
  • Du kannst klare Entscheidungen treffen, ohne sie hinterher zu bereuen.
  • Du kannst Konflikte lösen, ohne die Axt auszupacken.
  • Und so weiter…

Gleichmut entsteht immer dann, wenn du es schaffst, innerlich Distanz herzustellen und zugleich dein Mitgefühl zu aktivieren. Mitgefühl hält die Verbindung und hilft dir, im Kontakt zu bleiben.

Deshalb probier mal folgendes aus:

  • Aktiviere in dir ein sehr warmes und herzliches Gefühl, zum Beispiel indem du an jemanden denkst, den du sehr gern magst.
  • Nun spüre, was in deinem Körper passiert. Was fühlst du? Wie ist dein Atem? Wie schlägt dein Herz? Welche Art von Entspannung spürst du im Körper? Gibt es ein Gefühl der Wärme irgendwo?
  • Nun stell dir vor, dein Leben zieht an deinem geistigen Auge vorbei, so als wenn du dich einmal um deine Achse drehst und dabei in alle deine Bereiche mal kurz reinschaust.
  • Versuche dabei, das Körpergefühl, das du gespürt hast, die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Lass deinen Atem langsam und entspannt fließen.
  • Wenn nun etwas vor deinem geistigen Auge auftaucht, das dieses Gefühl aus deinem Körper vertreibt, rücke dieses Bild innerlich etwas weiter von dir weg. So weit, bis du das schöne angenehme Gefühl wieder in dir spüren kannst.
  • Wenn etwas auftaucht, das dich so richtig aus der Ruhe bringt, dann dreh dich innerlich ein Stückchen davon weg. Lass es einfach „links liegen“ und hol dir dein angenehmes Gefühl zurück.

Geh so immer wieder durch alle Bereiche deines Lebens und rücke alles in die Distanz, in der du sowohl eine liebevolle Verbindung als auch inneren Abstand bewahren kannst. Du kannst das an dem guten warmen Gefühl in dir messen, an deinem Atem und deiner Körperentspannung.

Übe das täglich, dann wird Gleichmut in dir wachsen und sich festigen. Du kannst damit deine Lebensqualität enorm steigern. Und die Leute werden dich fragen, wie du es schaffst, eine solche Ruhe auszustrahlen…

Wenn du ein paar weitere Übungen kennen lernen möchtest, die dir in kurzer Zeit helfen, Stress im Alltag abzubauen, dann hol dir meinen 5-Tage-Onlinekurs „Stressabbau im Alltag“.

Hanne Demel

PS: Dieser Artikel ist im August 2017 auch im XING-Magazin erschienen !

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, 3 comments
Stress lass nach, aber wie? Stressabbau im Berufsalltag…

Stress lass nach, aber wie? Stressabbau im Berufsalltag…

Foto Pixabay: ThomasWolter

Stressabbau im (Berufs-)Alltag: Wenn die alten Schwarz-Weiß-Filme langweilig werden…

Neulich habe ich mal wieder einen alten Schwarz-Weiß-Film angeschaut. Vor vielen Jahren fand ich den super spannend. Aber diesmal kam er mir langatmig vor. Langsam geschnitten, zu ausgedehnte Szenen, zu viel unwichtige Handlung…

Ein Film muss heute um ein vielfaches schneller geschnitten sein als vor 30 Jahren, damit die Mehrzahl der Zuschauer ihn spannend findet. Mir geht’s da ganz genauso. Vieles wird nur noch angedeutet, nicht mehr ausgespielt. Das genügt. und je schneller die Andeutungen aneinandergereiht sind, umso witziger empfinde ich den Film. Niemand will heute mehr dabei zusehen, wie jemand seine Schuhe zubindet, es sei denn, genau das wäre für den Verlauf der Geschichte relevant.

Als dann mein Laptop mal wieder nicht so schnell reagierte wie ich klicken wollte, hätte ich es am liebsten aus dem Fenster geworfen. Ich muss mir mal wieder ernsthaft Gedanken über meinen Gemütszustand machen, dachte ich mir dann.

Mein Gefühl sagt mir, dass die Zeit immer schneller fliegt. Und ich höre viele Leute, die das gleiche Empfinden haben. Geht’s dir auch so?

Die kaum zu bewältigende E-Mail-Flut

Kürzlich erzählte mir jemand von einem Unternehmen, das den E-Mail-Empfang blockiert, solange ein Mitarbeiter im Urlaub ist. Sonst verfliegt der Erholungseffekt zu schnell, wenn der Mitarbeiter nach Rückkehr ins Büro hunderte von Mails aufarbeiten muss.

Die Datenmenge, die das Gehirn in jeder Sekunde verarbeitet, ist enorm gewachsen. Die Gehirnphysiognomie hat sich dieser Flut laut Manfred Spitzer,  ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, bereits angepasst. Die Bereiche, die Informationen aufnehmen und grob verarbeiten, sind gewachsen und quasi besser „verdrahtet“. Die Fähigkeit zur Anpassung der Gehirnstruktur nennen Spitzer und viele andere Wissenschaftler Neuroplastizität. Das Gehirn lernt lebenslang.

Das ist die gute Nachricht!

Nebenwirkungen der schnellen Taktung

Ein Nebeneffekt dieser hohen Informationsflut ist bei vielen Menschen die Unfähigkeit, sich länger auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Die Gedanken schweifen weiter und vieles wird schnell langweilig. Schließlich ist jede Information  in Nullkommanix gegoogelt, geyoutubed oder bei Wikipedia nachgelesen.

Ein hohes Tempo und ein enger Takt gehen meist mit einem Gefühl von Stress einher. Ein gestresster Mensch neigt dazu, überzureagieren. Er kommt nur schwer zur Ruhe und ist häufig nervös. Oft verschwindet auch die Freude an Dingen, die früher Spaß gemacht haben.

Manche Menschen vernachlässigen bei Stress soziale Kontakte und ziehen sich zurück. Oder sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und anderen zuzuhören.

Aber auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Schlaflosigkeit sind ein Indiz und für zu viel Cortisol im Blut. Ein Mensch, der die Stresshormone nicht mehr ausreichend abbauen kann, hat häufig auch eine schwierige Ausstrahlung.

Entschleunigen ohne Rückschritt

Deshalb hörst du auch immer mehr Menschen von der „Entschleunigung“ im Alltag sprechen. Aus diesem Grund möchte ich dir ein paar Methoden zeigen, mit denen du deinen rasanten Alltag gefühlt ganz schnell immer wieder drosseln kannst. Ist ja ein Paradoxon, aber es stimmt. Es braucht nicht viel, um diesen Effekt zu erreichen.

Dazu habe ich ein 5-Tage-Programm entwickelt, mit Hilfe dessen du deinen Arbeitsalltag prüfen und verändern kannst. Du kannst dir die täglichen Übungen online ins Haus bestellen (in deinen E-Mail-Postkasten) und ausprobieren. Wenn du mehr über das Übungsprogramm Stressabbau im Alltag erfahren willst, dann schau mal hier!

Hanne Demel

 

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, 1 comment
Anhaftung ist, wenn der Labrador jeden Hasen apportiert…

Anhaftung ist, wenn der Labrador jeden Hasen apportiert…

Foto Pixabay: 2204574

Anhaftung im Alltag erkennen

Ich hatte mal einen kohlrabenschwarzen Labrador. Er hieß Sam. Und er war versessen darauf, Dinge zu apportieren. Das war seine einzige Leidenschaft – neben Fressen natürlich. Wenn du einem Labrador mal beim Fressen zugesehen hast, weißt du, was ich meine…

Wenn auch immer sich etwas im Gebüsch bewegte, schoss er davon, um es zu holen. Ich musste draußen also immer höllisch aufpassen, damit ich rechtzeitig stopp rufen konnte, noch bevor er davonstob.

Der Labrador in dir

Wenn ich es mir so recht überlege, lebt doch ein bisschen Sam in jedem von uns. So ein kleiner schwarzer Labrador, der auf alles reagiert, was da draußen passiert, und der alles apportiert, um es uns unter die Nase zu halten, oder?

  • Da macht der Nachbar z. B. ein unfreundliches Gesicht und erwidert Ihren Gruß nicht. Fragst du dich dann vielleicht, warum er so schaut und ob er vielleicht sauer ist, weil der Grillgeruch vom Vorabend direkt zu ihm rübergezogen ist?
  • Oder dein Partner ist am Abend besonders schweigsam. Denkst du vielleicht, dass er in Gedanken bei jemand anders ist und wirst eifersüchtig. Oder glaubst, er wär sauer, weil du dich nicht um ihn gekümmert hast.
  • Oder dein Chef ignoriert dich und du glaubst, deine Arbeit wär nicht gut genug gewesen und du müsstest dich mehr reinhängen.
  • Oder deine Mitarbeiter tuscheln in der Pause und du glaubst, sie lästern über dich.

Gibt es nicht tausende solcher Beispiele – jemand legt ein bestimmtes Verhalten an den Tag und du fragst dich, wo die Verbindung zu dir liegt?

Was kannst du dagegen tun

Versuch doch einmal, alles, was passiert, so zu betrachten, als gäbe es dich selbst gar nicht. Bleibe einfach nur Beobachter in der Szenerie.

Oder halte innerlich genügend Abstand und klopf erst mal alle anderen Möglichkeiten ab, bevor du dich selbst als weitere Option mit ins Spiel bringst. Das kann sogar ziemlich Spaß machen, weil es eine unglaubliche Gelassenheit und neue Blickwinkel schenkt. Versprochen!

Sensible sind in größerer Gefahr

Gerade für die Sensiblen unter uns ist das wichtig, denn sie reagieren noch schneller auf Signale von außen. Ihre Aufmerksamkeit scannt ständig die Umgebung. Sie hören sofort das Rascheln im Gebüsch… Der kleine Schwarze braucht eine klare Führung. Dann fühlt er sich wohl und holt auch nur das, was du möchtest.

Du bist der Chef!

Du entscheidest, in welcher Reihenfolge du denkst!

Meine Erfahrungen mit Sam haben mir gezeigt, dass es trotz benötigter Aufmerksamkeit viel leichter war, ihn zurückzuhalten, bevor er auf und davon war, als ihm dann schimpfend ins Gebüsch nachzusteigen…

Welche Erfahrungen hast du gemacht? 😉

Hanne Demel

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